Unsichere oder sichere Dichtungen – Ihre Entscheidung

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Unsichere oder sichere Dichtungen – Ihre Entscheidung

Normen. Leckage. Montage.

Wer sich mit Dichtungen beschäftigt, sieht schnell den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Welche Dichtungslösung ist sicher und welche eher unsicher? Und was bedeutet eigentlich sicher – unter technischen sowie wirtschaftlichen Arbeitsschutz- und Umweltaspekten? 

Veranstatungsnummer: SDD 05
Ihr Kontakt: Sandra Kiefer

Kontext

Der Einsatz von Dichtungen wird manchmal zur Glaubensfrage. Fakten und Praxiserfahrungen zu Dichtungstypen aus verschiedenen Werkstoffen aber auch die Bedeutung von EU-Richtlinien, Gesetzen, Verordnungen und Regelwerke sowie zur Montage, helfen in der Praxis die richtigen Entscheidungen zu treffen – mit positiven Auswirkungen für die Anlagenverfügbarkeit, Menschen und Umwelt.

Inhalte

  • Dichtungstypen kennen und anwendungsbezogen die richtigen Typen auswählen
    • Flachdichtungen mit und ohne Bördel
    • Gummi-Stahl-Dichtungen
    • PTFE-ummantelte-, metallummantelte-, Metallweichstoff- (Wellring-, Spiral- und Kammprofil-) Dichtungen
    • Metalldichtungen (Linsen-, Spießkant-, Ring-Joint- und Schweißdichtungen)
  • Gesetze, Regelwerke, Vorschriften – ihre Bedeutung und Auswirkung
    • Druckgeräterichtlinie PED/DGRL (Richtlinie 2014/68/EU, ex. 97/23/EG), 14.ProdSV (Druckgeräteverordnung) sind für Hersteller von Druckgeräten und Betreiber einzuhalten und als Stand der Technik umzusetzen;
    • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV);
    • Industrieemissionen-Richtlinie IE-RL (Richtlinie 2010/75/EU), Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG), TA Luft, nennen Grenzwerte und verlangen Anstrengungen zur Reduzierung schädlicher Emissionen;
    • Wasserhaushaltsgesetz (WHG);
    • Abfallrahmenrichtlinie (Richtlinie 2008/98/EG) verlangt Vermeidung, mindestens Minimierung schlecht zu entsorgender, nicht recycelbarer Werkstoffe, z.B. PTFE und ePTFE; usw.

  • Leckage – hohe Kosten, Mitarbeitergefährdung und Umweltschädigung gezielt und effektiv vermeiden

  • Montage – Einfluss der richtigen Montage auf Funktion, Kosten und Anlagensicherheit
    • Steigende Anforderungen an den Anlagenbetreiber in Bezug auf Qualifizierung des Personals zur Montage von Dichtverbindungen
    • Qualifizierung und Überprüfung des Personals z.B. nach der EN 1591-4, abgeleitet aus den Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung
    • Notwendige Intervalle, Dichtungsauswahl, Montageverfahren und sachgerechte Überprüfung des Montageergebnisses

  • Kosten-/Nutzen-Aspekte

Ihr Nutzen

Das Seminar vermittelt alle erforderlichen Kenntnisse zur richtigen Dichtungsauswahl, Einhaltung der Normen und Richtlinien und richtigen Montage auf Basis des aktuellen Standes der Technik. Die Empfehlungen klären die Frage: Unsicher oder sicher? Mit dem Wissen des Seminars wissen Sie worauf Sie bei der Dichtungsauswahl achten sollten.

Referent Peter Thomsen

 Peter Thomsen

Peter Thomsen

Vita von Peter Thomsen

techn. Kaufmann, ist Spezialist für Dichtungen, Schrauben/Muttern, Flansche und ihre Verbindungen und hat mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Dichtungstechnik. Als Gesellschafter der Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG, Ingenieurbüro für Apparate-, Rohrleitung- und Dichtungstechnik, ist er permanent am Puls der Entwicklung und hat durch seine Mitarbeit in der Normung EN, DIN, NSMT, DVGW und VDI einen guten Einblick, was morgen relevant wird. Seine Bücher „ASME PCC-1-2010 - Verfahrensanweisung zur Montage genormter Flanschverbindungen“, „Dichtungsvademecum“ und „10 Schritte zur optimalen, auf Dauer technisch dichten Dichtverbindung“ haben sich in der Praxis bewährt und bieten Fachleuten wichtige Impulse für Ihre tägliche Arbeit.

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