Zuverlässig gegen Chlorwasser abdichten

Lösung auf Basis von Soba ® Dilastar-D Lösungen schützt Beleuchtungen und andere Anlagenbereiche nachhaltig vor Chlorwasser. (Bild: Tec-Joint AG)

05.12.2019 Zuverlässig gegen Chlorwasser abdichten

Für einen Lampen- und Schwimmbadanlagenbauer entwickelte die Tec-Joint AG auf Basis von FlamLINE und  Soba ® Dilastar-D Lösungen, um Beleuchtungen und andere Anlagenbereiche nachhaltig vor Chlorwasser zu schützen.

Nach wie vor ist die Desinfektion von Schwimmbadwasser mit Chlor die gängigste Art der Keimreduzierung. Dabei ist und bleibt es eine technische Herausforderung, die Anlagen sowie die Beleuchtung dauerhaft abzudichten und somit vor Feuchte und schädigenden Substanzen zu schützen und damit den Betrieb zu gewährleisten, da neben Chlor auch andere Inhaltsstoffe auf Elastomere und Metalle einwirken.
 
Im Bereich der Bauteile wurde bei diesem Projekt ein Dehnfugenband zur Überbrückung von dreidimensionalen Fugenbewegungen benötigt. Hier fiel die Wahl auf FlamLINE, das über einen elastischen, flexiblen Dehnbereich und beidseitig einvulkanisierte Trägergewebe verfügt. Als Elastomer kommt ein Butyl zum Einsatz, das neben anderen hervorragenden Eigenschaften auch eine geringe Gasdurchlässigkeit hat. In einer akkreditierten Prüfstelle für Kunststoffe und  Gummi konnte FlamLINE seine Beständigkeit gegenüber Chlor, das in Schwimmbädern üblicherweise eingesetzt wird, unter Beweis stellen. Bei den Tests wurden jeweils Zeiträume von 7, 14 und 28 Tagen zugrunde gelegt. Insgesamt wurde ermittelt, dass der Werkstoff im Schwimmbadwasser nur leicht quillt (Masse +1%, Volumen +2,5%). Die Härte nahm nur um 3 Shore A zu. Auch die Reißfestigkeit und Reißdehnung nahmen zu, d.h. eine mögliche Schädigung ist vernachlässigbar. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass FlamLINE durch das gasförmige Chlor in Schwimmbädern nicht beschädigt wird und somit dauerhaft einsetzbar ist.
 
Einer ähnlichen Herausforderung musste sich eine Gummi-Metallverbindung aus der Kombination eines EPDM-Elastomers mit einem Edelstahl stellen. Die Rahmenbedingungen waren identisch. Auch dieser Werkstoff quillt nur leicht im Schwimmbadwasser (Masse + 4,6%, Volumen +5,7 %). Im Gegensatz zu Butyl wird EPDM in diesem Medium um 2 bis 3 Shore A weicher. Auch die Reißfestigkeit (- 11%) und die Reißdehnung (- 1%) nehmen ab. Schlussendlich wurde ermittelt, dass das bei der Soba ® Dilastar-D-Lösung eingesetzte EPDM durch das gasförmige Chlor nicht geschädigt wird und die Haftfestigkeit der Gummi-Metallverbindung, im Vergleich zu den Anforderungen (Soll mind. 40N/mm/Trennbild mind. 90%), auch nach der Einlagerung von 28 Tagen immer noch einwandfrei ist. Beide Lösungsansätze kommen inzwischen zum Einsatz.