
Mikrowellen-Radarsensor bei der Messung der Aushärtung eines Klebstoffes (Bild: Luca Hoffmannbeck, SKZ)
24.09.2026 Wie lässt sich die Aushärtung von Kleb- und Dichtstoffen schnell, zuverlässig und zerstörungsfrei überwachen?
Dieser Frage widmet sich das Forschungsprojekt „KlimRa“. Die Trilitec GmbH und das Kunststoff-Zentrum SKZ entwickeln gemeinsam einen mobilen Mikrowellenradarsensor, der Produktionsprozesse effizienter, nachhaltiger und sicherer machen soll.
Mit dem Start des Forschungsprojekts „KlimRa“ (Entwicklung eines Mikrowellenradarsensors zur Inline-Überwachung der Aushärtung von applizierten Verbundmaterialien in der industriellen Anwendung) bündeln die beiden Unternehmen ihre Kompetenzen in der Radar- und Kunststofftechnologie. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines mobilen, handgeführten Mikrowellenradarsensors, der den Aushärtezustand von Kleb-, Dicht- und Verbundmaterialien direkt am Bauteil zerstörungsfrei bestimmen kann. Der Sensor soll Anwendenden künftig ermöglichen, den Fortschritt von Aushärtungsprozessen in Echtzeit zu überwachen. Darüber hinaus können weitere wichtige Qualitätsmerkmale wie Schichtdicken oder potenzielle Klebefehler erkannt werden. Dadurch lassen sich Produktionsprozesse gezielter steuern, Materialeinsatz reduzieren und Ausschuss frühzeitig vermeiden. Gleichzeitig können Wartezeiten zwischen einzelnen Prozessschritten verkürzt werden.
Die Grundlage für das Projekt bilden bereits erfolgreich durchgeführte Forschungsarbeiten des SKZ zur Überwachung von Klebstoffaushärtungen mittels Mikrowellen- und Terahertz-Technologien. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen soll nun ein robustes und praxistaugliches Sensorsystem entstehen, das direkt in industriellen Umgebungen eingesetzt werden kann. Die möglichen Anwendungsfelder reichen von der Qualitätskontrolle in Fertigungsprozessen über die Überwachung von Brandschutz-Fugenmassen bis hin zur Integration in automatisierte Produktionsanlagen.
Die Projektpartner planen, ausgewählte Einsatzszenarien gemeinsam mit interessierten Unternehmen zu evaluieren und die Entwicklung des Messsystems gezielt auf deren Bedürfnisse auszurichten. Damit können potenzielle Anwender frühzeitig von den Projektergebnissen profitieren und die zukünftige Technologie aktiv mitgestalten. Gesucht werden insbesondere Unternehmen, die Kleb-, Dicht- oder Verbundmaterialien einsetzen und Interesse an einer effizienteren, ressourcenschonenden und zerstörungsfreien Qualitätsüberwachung haben.
Das Projekt „KlimRa“ mit der Fördernummer 40525/01 wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

