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Präpolymere für aktuelle Aufgabenstellungen

(Bild: AdobeStock_Meaw_stocker)

14.04.2022 Präpolymere für aktuelle Aufgabenstellungen

Auf der „World Adhesive & Sealant Conference“ zeigt Lanxess  sein umfangreiches Produktsortiment für die Entwicklung reaktiver Heißguss-Systeme. Zudem gibt das Unternehmen neue Einblicke in die Low-Free(LF)-Monomer-Technologie.

Das Unternehmen hat u.a. Präpolymere mit < 0,1 Gewichtsprozenten freiem MDI (Methylendiphenyldiisocyanat) und anderen Isocyanaten entwickelt, die für Heißklebstoffe – u. a. in der Automobil-, Bau- und Elektronikindustrie sowie in der Buchbinderei – eingesetzt werden. Diese Technologie bietet ein hervorragendes technisches Leistungsprofil, eine außergewöhnlich gute Verarbeitbarkeit und Produktivität sowie Vorteile für Umwelt, Gesundheit und Arbeitssicherheit. Ganz besonders geeignet sind die Präpolymere, um die immer strengeren gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen und Endprodukte mit niedrigerer Gefahrstoffeinstufung zu realisieren.

Diisocyanat-Monomere zu entfernen, kann in der fertigen Klebstoffformulierung dazu führen, dass sich die Reaktionsgeschwindigkeit oder die benötigte Menge an Präpolymer verändert und sich das Eigenschaftsprofil des Klebstoffs ändert. Mit den Produkten des Unternehmens lassen sich die Reaktivität, die Viskosität und das Polyolgerüst des Präpolymers an die individuellen Anforderungen der Formulierenden anpassen. Diese Steuerung der chemischen Struktur bewirkt eine stark strukturierte Morphologie der Präpolymere, was eine konsistentere Verarbeitung ermöglicht.

Wie viele Industriezweige steht auch die Klebstoffindustrie vor der Herausforderung, nachhaltige Systeme zu entwickeln, die gleichzeitig geringe Gesundheits- und Sicherheitsrisiken bergen. Unter dem Markennamen Adiprene Green LF bietet man eine Reihe von hochleistungsfähigen, biobasierten, Low-Free-Diisocyanat-Monomerprodukten für Polyurethan-Klebstoffanwendungen an. Die biobasierten LF-MDI-Präpolymere beruhen auf chemischen Bausteinen, die klar definiert sind und höchsten Anforderungen an einen Klebstoff entsprechen. Durch die Erforschung weiterer chemischer Zusammensetzungen und die Optimierung von Molekulargewicht und Struktur können biobasierte LF-Präpolymere auf die spezifischen Anforderungen vieler verschiedener Anwendungen zugeschnitten werden. Bei biobasierten LF-MDI-Präpolymeren wurden Fortschritte über einen weiten Bereich von NCO-Gehalten (Anteil freier reaktiver Isocyanatgruppen) erzielt, die Systeme mit niedrigerer Viskosität bei Anwendungstemperatur ergeben und gleichzeitig eine verbesserte hohe Kristallinität aufweisen. Außerdem führen sie zu einer besseren Benetzungsfähigkeit sowie schnellerer Anfangsfestigkeit in reaktiven Heißklebstoff- und 2K-Klebstoffformulierungen. Der Gehalt an biobasierten Ausgangsstoffen kann bei diesen LF-MDI-Präpolymeren bis zu 30% betragen, sodass Heißguss-Formulierungen mit einem biologisch basierten Anteil von bis zu 75% realisierbar sind. Die biobasierten Präpolymere ermöglichen es Unternehmen, Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig klimaneutrale Ziele zu unterstützen. Die biobasierten Technologien bieten ein hervorragendes Leistungsprofil, sehr gute Verarbeitung und eine hohe Produktivität. Im Vergleich zu erdölbasierten Präpolymeren kann damit der CO2-Fußabdruck um 20 bis 30% reduziert werden.

Lösungspartner

LANXESS AG
LANXESS AG

 

Zielgruppen

Einkauf, Konstruktion & Entwicklung, Produktion & Fertigung, Unternehmensleitung, Qualitätssicherung