Neues Wasserstoff-Lecksuchgerät

Die neue Sentrac Strix Edition des Sentrac Wasserstoff-Lecksuchgeräts dient insbesondere dazu, Lecks an Komponenten zu finden, bevor man sie in ein größeres System einbaut. (Bild: Inficon)

22.02.2021 Neues Wasserstoff-Lecksuchgerät

Ein neuer  Wasserstoffsensor verbessert die Erkennung und Lokalisierung kleiner Lecks bei der Sentrac Strix Edition von Inficon, was z.B. Herstellern von Kälte-, Klima- und Automobilprodukten die Lecksuche erleichtert.

Das Sentrac Wasserstoff-Lecksuchgerät wurde in der neuen Sentrac Strix Edition um den Strix-Sensor und eine neue Handsonde erweitert. Mit dem neuen, leistungsfähigeren Gerät wird es deutlich einfacher, kleine Lecks zu erkennen. Die Sentrac Strix Edition empfiehlt sich darum für Anwendungen, bei denen die zulässige Leckrate – wie z.B. in der Kälteindustrie – in wenigen Gramm pro Jahr gemessen wird.

Der Strix-Sensor von Inficon kann austretendes Prüfgas sehr schnell erkennen. Deutlich verbesserte Ansprech- und Erholungszeiten ermöglichen es dem Bediener, Lecks in anspruchsvollen Umgebungen zuverlässig zu orten. Der neue Sensor gestattet nicht nur eine effiziente Suche nach sehr kleinen Lecks, er dient auch dazu, Lecks unterschiedlichster Größe zu lokalisieren – seien sie extrem klein oder sehr groß. Der dynamische Arbeitsbereich umfasst zehn Dekaden an Leckgrößen. Der neu entwickelte Sensor verdankt diese Leistungsfähigkeit verbesserten Eigenschaften verbunden mit einer fortschrittlichen Signalverarbeitung. Das Lecksuchgerät Sentrac Strix Edition verwendet keinen reinen Wasserstoff als Prüfgas, sondern ein nicht brennbares Gemisch aus 5% Wasserstoff und 95% Stickstoff, das Formiergas. Als Standard-Schutzgas für das Schweißen ist Formiergas in den meisten Ländern sehr leicht erhältlich, und das zu geringeren Kosten als Helium. Beim Prüfvorgang wird das Formiergas einfach in die Komponente – etwa einen Kühlkreislauf – eingebracht. Der Bediener folgt dann mit der Handsonde dem Umriss des Prüfteils und spürt austretendes Gas problemlos auf. Der neue Strix-Sensor reagiert schnell. Ein klares Signal führt den Bediener intuitiv, sodass er ein Leck leicht lokalisieren und quantifizieren kann. Der neue Sensor erholt sich auch rascher und kehrt selbst nach hoher Belastung innerhalb kurzer Zeit in seinen Normalzustand zurück. Weil das Lecksignal schnell wieder verschwindet, kann der Bediener seine Suche ohne Verzögerung fortsetzen. Selbst sehr große Lecks erkennt der Detektor ohne Übersättigung. Auch eine hohe Hintergrundkonzentration von Wasserstoff verkraftet das Gerät, sodass der Prüfer seine Lecksuche selbst dann schnell wieder aufnehmen kann, wenn der Arbeitsplatz einmal kurzzeitig durch austretendes Formiergas kontaminiert sein sollte.

Den Herstellern von Kälte-, Klima- und Automobilprodukten erlaubt die Sentrac Strix Edition, Lecks an Komponenten zu identifizieren, bevor sie in ein größeres System eingebaut werden. Dies senkt die Kosten für die Qualitätssicherung und verhindert, dass fehlerhafte Produkte auf den Markt kommen. Im Gegensatz zu anderen Geräten muss der Wasserstoff-Lecksucher kein Gas zur Analyse in sein Inneres saugen. Weil sich der Sensor stattdessen an der Spitze der Sonde befindet, verbessert sich die Reaktionszeit. Dies verringert zugleich die Staubablagerung im Gerät und damit den Wartungsbedarf. Die Lebensdauer des Sensors ist mit mindestens einem Jahr veranschlagt, was ebenfalls die Ausfallzeiten und die Betriebskosten reduziert. Die neue Strix-Handsonde ist zudem leichter als bisherige Handsonden. Der von 8 mm auf 7 mm verkleinerte Durchmesser der Spitze vereinfacht die Prüfung komplexer Geometrien. Frühere Versionen des Sentrac-Lecksuchgeräts von Inficon lassen sich mit der neuen Strix-Handsonde nachrüsten. Der Detektor selbst, der wahlweise in einer netz- und batteriebetriebenen Version erhältlich ist, misst 305 x 165 x 182 mm. Sein Gewicht beträgt 4,2 kg. Die Strix-Handsonde wiegt 180 g.