Vielfalt auf der richtigen Werkstoffbasis

Klassische Einsatzfelder für moderne TPE in der Medizin sind Schläuche und Dichtungen für Kappen (Bild: ACTEGA DS GmbH/istockphoto)

01.11.2018 Vielfalt auf der richtigen Werkstoffbasis

TPE für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche

von Florian Schindler (ACTEGA DS GmbH)

Viele Anforderungen an Dichtungen werden heute über den gewählten Werkstoff oder entsprechende Compounds erfüllt. TPE haben sich vor diesem Hintergrund in den letzten Jahren in einem immer breiteren Anwendungsspektrum etabliert.

Dichtungen findet man in nahezu allen Bereichen des Alltags, so z.B. in der Freizeit (etwa Dichtungen an Taucherbrillen), im Bereich Haushaltsartikel (z.B. Dichtungen von Aufbewahrungsdosen), in Kosmetikverpackungen, in Pharmazie und Medizintechnik (z.B. pharmazeutische Stopfen oder Dichtungen für Spritzenkolben) sowie  in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie (bei allen Arten von Verschlüssen).

Dichtungen – laut Definition: Elemente zum Trennen von zwei funktionsmäßig verschiedenen Räumen gleichen oder unterschiedlichen Druckes, damit kein Austausch fester, flüssiger oder gasförmiger Medien stattfinden kann – gibt es in unzähligen Werkstoffalternativen und enormer Materialvielfalt. Eingesetzt werden heute z.B. EPDM (Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk), NBR (Nitrilkautschuk/Nitrile Butadiene Rubber), FKM (Fluorkarbon-Kautschuk), FFKM (Perfluorkautschuk), PTFE (Polytetrafluorethylen), PK (Polyketone), TPU (Thermoplastisches Polyurethan) oder TPE (Thermoplastische Elastomere), die sich in ihren Eigenschaften – wie etwa Medienbeständigkeit, Druckverformung, Verschleißbeständigkeit, Reibungskoeffizient, Temperaturbeständigkeit, Rückstellvermögen etc. – unterscheiden. Daher erscheinen sie für unterschiedliche Einsatzgebiete mal mehr, mal weniger geeignet.