Schraubenvorspannkraft in sicherheits­relevanten Flanschverbindungen

Kraftmesszellen erleichtern es, die richtige Schraubenvorspannkraft bei der Montage zu erreichen (Bild: revoseal Europe GmbH)

10.03.2026 Schraubenvorspannkraft in sicherheits­relevanten Flanschverbindungen

Grenzen des Drehmomentverfahrens und der Einsatz von Kraftmesszellen

von Salih Yücel (revoseal Europe GmbH)

Flanschverbindungen werden in zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt, insbesondere dort, wo Medien unter Druck, bei hohen Temperaturen oder in sicherheitskritischen Prozessen geführt werden. Hier übernehmen sie eine zentrale sicherheitstechnische Funktion, da sie den kontrollierten Einschluss von Medien gewährleisten und gleichzeitig mechanische, thermische und chemische Belastungen aufnehmen müssen. Die Dichtheit und Betriebssicherheit solcher Verbindungen hängt maßgeblich von der tatsächlich vorhandenen Schraubenvorspannkraft ab – ein Aspekt, dem oft nicht gebührend Rechnung getragen wird.

Die Schraubenvorspannkraft bestimmt die auf die Dichtung wirkende Flächenpressung und beeinflusst damit unmittelbar das Leckageverhalten der Verbindung. Bereits vergleichsweise geringe Abweichungen der Vorspannkraft können – insbesondere bei hohen Drücken, Temperaturwechseln oder dynamischen Lasten – zu Undichtigkeiten führen. Entsprechend weisen einschlägige Regelwerke und Normen darauf hin, dass die Vorspannkraft eine zentrale Größe für die Funktionsfähigkeit von Flanschverbindungen darstellt. In der Praxis wird sie jedoch häufig nicht direkt ermittelt, sondern es erfolgt oftmals lediglich eine Annäherung über vereinfachte Montageparameter.

Lösungspartner

revoseal Europe GmbH
revoseal Europe GmbH

 

Zielgruppen

Konstruktion & Entwicklung, Instandhaltung, Qualitätssicherung