Klebeverbindung effektiv prüfen

Bond-Scanner (Bild: GE Sensing & Inspection Technologie GmbH)

28.11.2016 Klebeverbindung effektiv prüfen

Die Ultraschallprüfung liefert den Durchblick – auch bei Klebeverbindungen

Die manuelle Ultraschallprüfung von Falzklebeverbindungen in der Automobilindustrie bietet gegenüber den herkömmlichen Werkstattverfahren wie der Hammer-und-Meißel-Prüfung viele Vorteile. Durch die Automatisierbarkeit dieser Methode lässt sich neben der manuellen auch die automatische Prüfung zur Optimierung des Klebeprozesses einsetzen und neue Systeme machen diese Technik immer interessanter.

Aufgrund der geänderten Bedingungen bei Material und Fügetechnik muss sich auch die Qualitätssicherung den geänderten Produktionsbedingungen anpassen. Neue Prüftechniken dienen nicht nur dazu, die aktuelle Qualität einer Fügeverbindung festzustellen, sondern auch immer mehr dazu, den Prozess als Ganzes durch entsprechende Messgrößen positiv zu beeinflussen. Der Ultraschall-Prüftechnik kommt hierbei besondere Aufmerksamkeit zu.

Kleben in der  Automobilindustrie
Aufgrund der großen Vielfalt und z.T. neuer Materialien erlebt die Klebetechnik zurzeit einen Boom. Dies ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass die moderne Leichtbauweise Materialien und deren Kombinationen bevorzugt, bei denen bestehende Fügeverfahren schwer oder gar nicht anwendbar sind. Die wesentlichen Vorteile der Klebetechnik sind:
• verschiedene Materialien können miteinander verbunden werden,
• keine thermischen Effekte,
• reduzierter Aufwand bei der Nachbearbeitung,
• Kleber verhindert Kontaktkorrosion,
• Spannungen zwischen Bauteilen können ausgeglichen werden,
• gleichzeitig als Abdichtung verwendbar.

Neben diesen Vorteilen hat die Klebetechnik natürlich auch Einschränkungen:
• Die Endfestigkeit der Verbindung wird nicht unmittelbar nach dem Fügeprozess, sondern nach dem Aushärten erreicht.
• Die Verbindung ist i.d.R. nicht wieder lösbar, ohne das Bauteil zu beschädigen.