Effektiv und umweltgerecht  wasserstrahlschneiden

Mikro-Wasserstrahlschneidesystem (Bild: STM Waterjet GmbH Germany)

31.10.2017 Effektiv und umweltgerecht wasserstrahlschneiden

Im Fokus: kleine und komplexe Formteile und Dichtungen

von Jürgen Moser (STM Stein-Moser GmbH), Sven Anders (STM Waterjet GmbH Germany)

Die steigenden Anforderungen an Formteile und Dichtungen führen letztendlich immer zu steigenden Anforderungen an die Verarbeitungstechnik. Miniaturisierung –  auch in Kombination mit immer neuen Werkstoffen und komplexeren Geometrien – ist ein aktuelles Thema. Mit der richtigen Wasserstrahltechnik sind Dichtungs- und Formteil-Hersteller sowie Verarbeiter aber auf der sicheren Seite. 

Immer kleinere und leichtere Bauteile machen bei der Produktion ein Höchstmaß an Präzision erforderlich, die traditionelle Trennverfahren zunehmend nicht leisten können. Auch reagieren immer mehr neue Werkstoffe – wie z.B. Verbundwerkstoffe – empfindlich auf Hitze, was den Einsatz von thermischen Schneidtechniken problematisch macht. Und bei zunehmend komplexeren Geometrien kommen klassiche Verfahren auch an Grenzen – da u.a. der Nachberarbeitungssaufwand erheblich ist. Nicht umsonst hat sich die Wasserstrahltechnologie – im Vergleich zu Methoden wie Drahterodieren, Mikrofräsen oder Stanzen  – zur interessanten Option nicht nur für miniaturisierte Formteile und Dichtungen entwickelt. Allerdings trägt man dem Trend zur Miniaturisierung durch neue optimierte Systeme Rechnung und so haben aktuelle Wasserstrahlschneidesys-teme wie z.B. die MicroCut MJ >>1 eine Schnittgenauigkeit von 0,01 mm. Erreicht wurde dies durch die Kombination verschiedener Maßnahmen: eine neuartige Konstruktion mit schwingungsarmem Granitgestell, Hochpräzisions-Spannrahmen und Linearmotorachsen, ergänzt durch eine hochpräzise Schneidkopf-Technologie und eine vollintegrierte SmartCut-Software.