Den Stand der Technik erfüllen

Untersuchungsergebnisse zum Setzverhalten verschiedener Dichtungen (Bild: Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG)

31.10.2020 Den Stand der Technik erfüllen

Tipps zur Dichtungsauswahl an einem ausgewählten Beispiel

von Peter Thomsen (Lannewehr + Thomsen GmbH & Co. KG)

Bei der Dichtungswahl sind viele Aspekte zu berücksichtigen. Normen und Regelwerke, die den Stand der Technik dokumentieren, spielen hier eine zentrale – wenn auch nicht gerade triviale Rolle. Dies zeigt die Dichtungsauswahl gemäß den Anforderungen aus der Richtlinie 2014/68/EU, ex 97/23/EG, der Druckgeräterichtlinie (DGRL bzw. PED), der Richtlinie 2010/75/EU (ex. IVU-Richtlinie) Industrieemissionen (IE-RL) und dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) sowie der TA Luft.

Anlagensicherheit gewährleisten

Eine ausgewählte Dichtung muss dem Stand der Technik entsprechen. Sie hat in diesem Fall, z.B. beim Einsatz in einer Rohrleitung, mit der umweltschädliche Medien transportiert werden, gemäß Leitlinie G-23, ex. 7/23 die Anforderungen der Druckgeräterichtlinie (DGRL), Anforderungen des Abschnittes 4.1, 4.2 (a) und des ersten Absatzes von 4.3 folgende Aspekte zu erfüllen [1]:

  • Sie muss in ausreichendem Maße beständig sein.
  • Die chemischen und physikalischen Eigenschaften dürfen während der Lebensdauer nicht beeinträchtigt werden. Dabei legt der Hersteller des Druckgerätes im Hinblick auf Abschnitt 2.2.3 die erforderlichen Kennwerte und Eigenschaften der Werkstoffe und in 4.1 die Behandlung der Werkstoffe fest.
  • Der Hersteller muss geeignete Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass der Werkstoff den vorgegebenen Anforderungen entspricht.
  • Für alle Werkstoffe müssen vom Werkstoffhersteller ausgefertigte Unterlagen eingeholt werden, durch die die Übereinstimmung mit einer gegebenen Vorschrift bescheinigt wird.