Den Elementen trotzen

Die Windenergie stellt hohe Anforderungen an Dichtungskonzepte (Bild: Istock - Flemming Hansen)

14.03.2016 Den Elementen trotzen

Dichtungskonzept für Stahlrohrtürme minimiert Korrosionsprobleme

von Wolfgang Abt (Klinger GmbH)

Auf Windrädern basiert ein guter Teil unserer Energiewende, ein Blick in unsere Landschaften macht das  deutlich. Mit dem breiten Einsatz machen die Betreiber immer neue Praxiserfahrungen, die u.a. zu angepassten Dichtungskonzepten führten – ein Praxisbeispiel.

Unbestreitbar ist der Turm ein wichtiges Teil einer Windkraftanlage, denn er trägt Gondel und Rotor und sorgt mit seiner Höhe dafür, dass die höheren und energiereicheren Luftschichten erreicht werden. Gleichzeitig hat der Turm mit 15 bis 25% der Anlagenkosten, die auf ihn entfallen, eine große wirtschaftliche Bedeutung. Doch nicht nur seine Investitionskosten, sondern auch seine Lebensdauer ist für den Betreiber relevant. Und hier nimmt der Korrosionsschutz – gerade bei den weitverbreiteten Stahlrohrtürmen – einen immer höheren Stellenwert ein. Die Stahlrohrtürme werden aus Stahlplatten hergestellt: Das jeweilige Segment wird geschnitten, gerollt und in Längsrichtung verschweißt. Je nach Hersteller und Turmhöhe werden Turmsektionen von 15 bis 35 m Länge hergestellt, die auf beiden Seiten mit einem Flansch versehen sind. Am Aufstellort werden die Segmente zusammengefügt und die Flansche verschraubt.