Wie bleiben bestehende Hochdruck-Pipelines beim Transport von Wasserstoff dauerhaft sicher?

Neue Analysemethoden bewerten die Zuverlässigkeit beschichteter Wasserstoff-Pipelines und schaffen die Grundlage für einen sicheren Langzeitbetrieb in Hochdruckfernleitungsnetzen (Bild: Fraunhofer LBF, KI-generiert mit Microsoft Copilot)

17.09.2026 Wie bleiben bestehende Hochdruck-Pipelines beim Transport von Wasserstoff dauerhaft sicher?

Um diese Frage zu beantworten, entwickelt das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF gemeinsam mit der Industrie realitätsnahe Analyseverfahren für Werkstoffe, Komponenten und Systeme. Auf der Hydrogen Technology World Expo veranschaulicht ein realer Pipelineausschnitt, wie Innenbeschichtungen die Stahlrohrwand schützen und welche Nachweise für den zuverlässigen Langzeitbetrieb erforderlich sind.

Die Umrüstung jahrzehntealter Fernleitungen auf Wasserstoff stellt hohe Anforderungen an metallische Werkstoffe und Schutzsysteme. Betriebsdrücke von 100 bar und mehr sowie hohe Gasflussgeschwindigkeiten können die Rohrwerkstoffe zusätzlich beanspruchen und Wasserstoffversprödung begünstigen. Dünne Innenbeschichtungen sollen den direkten Kontakt zwischen Wasserstoff und Stahl reduzieren. Vor diesem Hintergrund werden Methoden entwickelt, um Haftung, Beständigkeit und Lebensdauer dieser Beschichtungen unter realitätsnahen Belastungen zu bewerten. So entstehen belastbare Grundlagen für sichere Investitionsentscheidungen, längere Nutzungsdauern und den Transfer bestehender Gasnetze in die Wasserstoffwirtschaft.

Hydrogen Technology World Expo 2026: Stand 6B25

Lösungspartner

Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF
Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF

 

Zielgruppen

Konstruktion & Entwicklung, Produktion & Fertigung, Qualitätssicherung