Die HEART-Plattform bezieht nun auch Emissionen aus der Nutzungsphase der Produkte ein (Bild: Henkel)
10.02.2026 Transparente Nachhaltigkeit für Kunden
Auf Basis seiner Sustainability Ambition 2030 treibt Henkel seine Nachhaltigkeitsbestrebungen weiter voran. Die Transparenz von Nachhaltigkeitsauswirkungen einzelner Produkte und des gesamten Portfolios wird dadurch kontinuierlich verbessert. Zuverlässige Daten sowie eine Bewertungsmethodik nach internationalen Standards tragen so zur Optimierung der Nachhaltigkeitswirkungen für Kunden bei.
2023 hat das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsambition in eine umfassende Portfolio-Bewertungsmethodik übersetzt. Dabei werden Produkte entlang der Wertschöpfungskette und der Themen Klima, Kreislaufwirtschaft, Sicherheit und Natur in vier Nachhaltigkeitsklassen kategorisiert. Diese einheitliche Bewertungsmethode bildet die Basis, um Nachhaltigkeit in geschäftliche Entscheidungen und Steuerungsprozesse zu integrieren. Die Methodik wurde kürzlich aktualisiert, um strengere Kriterien für die vier Nachhaltigkeitsklassen zu berücksichtigen und die Ausrichtung nach regulatorischen Entwicklungen, Kundenanforderungen sowie den Net-Zero-Zielen und dem Responsible-Chemistry-Ansatz des Unternehmens sicherzustellen. Die unabhängig geprüften Ergebnisse belegen, dass die Integrationsmaßnahmen Wirkung zeigen.
Um darauf aufbauend die Transparenz hinsichtlich der Nachhaltigkeitswirkungen einzelner Produkte sicherzustellen, wurde 2024 das Henkel Environmental Assessment Reporting Tool (HEART) eingeführt. HEART berechnet automatisiert „Cradle-to-Gate Product Carbon Footprints“ (PCFs) und ermöglicht es dem Unternehmen, verifizierte Daten mit Kunden auszutauschen – einschließlich Emissionen aus Rohstoffen, Produktion, Verpackung und Logistik. Die Resonanz ist positiv: Über 8.000 PCF-Berichte wurden bislang mit Kunden ausgetauscht. Die Plattform deckt 71.000 Produkte ab und bietet Detailtiefe und Genauigkeit. Die Methodik wurde vom TÜV Rheinland nach dem ‚Together for Sustainability (TfS)` Leitfaden und ISO 14067 geprüft.
HEART schließt nun zusätzlich Emissionen ein, die in der Nutzungsphase (Use-Phase) bei der industriellen Verarbeitung oder Applikation von Klebstoffprodukten entstehen. Mithilfe neuer digitaler Tools können Expert:innen jetzt die Nutzungsphase auf Basis spezifischer Anwendungsbedingungen individueller Kunden abbilden. So lassen sich nachhaltigere Produktoptionen identifizieren.
Das derzeit für allgemeine Klebstoffe und Oberflächenbehandlungsprodukte verfügbare Use-Phase-Tool deckt bis zu 75 % der Emissionen ab, die der Nutzung von Henkel Adhesive Technologies Produkten zuzurechnen sind. Dadurch können den Kunden datenbasierte Empfehlungen zur Emissionsreduktion, Prozessoptimierung und für den Einsatz nachhaltigerer Produktlösungen gegeben werden.
