Auf der Suche nach Substituten für Fluorpolymere für industrielle Anwendungen (Bild: AdobeStock_Deemerwha studio)
27.02.2026 Substitutionspotenziale für Fluorpolymere werden erforscht
Zur Erschließung von Substitutionspotenzialen für Fluorpolymere haben Forschende des Fraunhofer LBF zusammen mit weiteren Fraunhofer-Instituten und der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) das Verbundprojekt »FLUORBEST« ins Leben gerufen. Das Projekt wird als Innovationsvorhaben vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert und läuft bis Januar 2028.
Hintergrund der Projektinitiative sind geplante regulatorische Maßnahmen und die dringende Notwendigkeit, Alternativen für industrielle Anwendungen zu finden. Ziel ist es, eine neue methodische Bewertungsbasis, die technische und (öko)toxikologische Aspekte berücksichtigt, zu schaffen. Die semantisch strukturierte Datenbasis wird an die Plattform zur Digitalisierung von Materialdaten »MaterialDigital« angebunden.
Das Projekt umfasst eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie, um spezifische Anforderungsprofile zu ermitteln und Anwendungsszenarien zu entwickeln. Im Projekt werden zunächst sektorenübergreifend Anforderungen an Fluorpolymere und deren Kerneigenschaften zusammengetragen. Zur Entwicklung einer Methodik im weiteren Verlauf des Projektes wird dann auf den Sektor "Sealings" des ECHA-Beschränkungsvorschlags fokussiert. Die erwarteten Ergebnisse umfassen eine belastbare Bewertungsmethodik zur Substitution von Fluorpolymeren in ausgewählten technischen Anwendungen sowie ein benutzerfreundliches Datenportal. Unternehmen können so direkt von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren.
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