Sicher abgedichtete Automobilbeleuchtung

An DIcht- und Klebstoffe für Leuchtensysteme werden heute komplexe Anforderungen gestellt (Bild: Scanrail – stock.adobe.com)

09.06.2021 Sicher abgedichtete Automobilbeleuchtung

Um die hohen Qualitätsstandards hinsichtlich der Verklebung und Abdichtung von Scheinwerfern und Rückleuchten von HELLA  zu erfüllen, hat die WEVO-CHEMIE GmbH Produkte entwickelt, die Designfreiheit bei wirtschaftlicher Produktion ermöglichen.

Die Entwicklungen im Bereich intelligenter Scheinwerfersysteme sind vielfältig: Funktionen wie Matrixlichter, Leuchtsignaturen oder dynamische Blinker erfordern zusätzliche Elektronik, die in das Bauteil integriert und vor Umwelteinflüssen geschützt werden muss. Durch die eingesetzten Komponenten von Steuerungselektronik bis zu LED-Treibern verlagert sich zudem die Wärmequelle von den Lampen und ihrer Strahlung in den hinteren Bereich der Scheinwerfer. Dies bedeutet steigende Anforderungen an die zum Einsatz kommenden Materialien, die gleichermaßen wärmeableitend wie -beständig sein müssen.

Auch der Produktionsprozess wird komplexer, denn durch den Stellenwert von Scheinwerfern und Rückleuchten als wichtige markenspezifische Erkennungsmerkmale entstehen insbesondere im Premiumsegment komplexe Bauteilgeometrien. Um die Bauteile mit den gewünschten Designs herstellen zu können, bedarf es speziell an den Prozess angepasster Klebstoffe. Commodity-Systeme können die notwendigen Voraussetzungen hinsichtlich Viskosität, Thixotropie und Topfzeit meist nicht erfüllen.

Um den technischen und optischen Anforderungen an Scheinwerfer wie Rückleuchten gerecht zu werden, verwendet Hella Verguss- und Klebstoffsysteme von Wevo. So kommen u.a. speziell angepasste Varianten des Polyurethan-basierten Produkts WEVOPUR 801 zum Einsatz, die in enger Zusammenarbeit der Produktentwicklungen von Wevo und Hella entsprechend den jeweiligen Bauteil-Anforderungen entwickelt wurden. Dadurch ergeben sich im Vergleich zu herkömmlichen Commodity-Systemen verschiedene Möglichkeiten. 

Ein weiterer Trend, insbesondere im Premiumsegment, ist der Einsatz von großen Bauteilen, z.B. Heckleuchtbändern. Diese bringen zum einen dreidimensionale Geometrien mit sich, wodurch nicht nur waagerechte, sondern auch senkrechte und diagonale Flächen beim Auftragsprozess benetzt werden müssen, was eine optimale Abstimmung von Fließfähigkeit und Standfestigkeit voraussetzt. Da sich diese Leuchtbänder häufig über die gesamte Fahrzeugbreite erstrecken, spielen zudem die Topfzeit sowie die Reaktivität eine größere Rolle. Raupenlängen von mehr als 2 m resultieren in entsprechend verlängerte Auftragszeiten. Um beide Gehäuseteile gut zu benetzen, muss die offene Zeit des Systems entsprechend angepasst sein; anschließend kann eine schnelle Aushärtung erfolgen, um die Haltezeiten zu minimieren und einen wirtschaftlichen Prozess sicherzustellen.