Die Marktanteilsverschiebung macht auch vor dem heimischen Binnenmarkt nicht halt (Bild: Adobestock_m.mphoto)
02.03.2026 Kautschukindustrie: Produktionsverlagerungen ins Ausland sind real
Die Kautschukindustrie in Deutschland bekommt nicht die Kurve. Im Jahr 2025 ging die Beschäftigung im fünften und die Produktion im vierten Jahr in Folge zurück. Das geht aus den jüngsten Branchendaten hervor, die der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (wdk) veröffentlicht hat.
Demnach ist die Nachfrage nach den zuvor heißbegehrten Gummiprodukten „Made in Germany“ sowohl im In- als auch im Ausland schwach. Im internationalen Kostenwettbewerb könnten sich die mittelständischen deutschen Qualitätsanbieter - nach Einschätzung des wdk – kaum behaupten. Zu erdrückend seien die standortbezogenen Energie-, Bürokratie-, Steuer- und Arbeitskosten. Dies spiele auch auf dem heimischen Binnenmarkt zunehmend eine Rolle.
Entgegen ihren Bestrebungen seien Unternehmen daher gezwungen, ihre Investitionen ins Ausland zu verlagern, obwohl sie in der Vergangenheit Transformationen vollzogen haben, um den deutschen Standort zu sichern. Der Präsident des wdk, Michael Klein, nahm die Zahlen zum Anlass, um die Bundesregierung dringend zum Handeln aufzufordern.
