
Die neuen Compounds mit hohen Rezyklatanteilen sind auch für anspruchsvolle Anwendungen geeignet (Bild: pal plast)
01.10.2026 Compounds mit mit wählbarem Rezyklatanteil
Auf der Fakuma 2026 zeigt pal plast, wie sich hohe Rezyklatanteile und technische Leistungsfähigkeit in Einklang bringen lassen. Zu sehen sind neue Compounds für technisch anspruchsvolle Anwendungen, die zum Teil fast vollständig aus Rezyklat bestehen, sowie ein Ausblick auf kommende Materialentwicklungen.
Verarbeiter und Markenhersteller stehen zunehmend vor der Aufgabe, den CO₂‑Fußabdruck ihrer Bauteile zu senken. Dabei dürfen sie keine Abstriche bei der Mechanik, Maßhaltigkeit und Prozesssicherheit machen und sollen Einkaufspreise reduzieren. pal plast adressiert diese Anforderungen mit neuen Compounds, die hohe Rezyklatanteile mit den Eigenschaften technischer Werkstoffe verbinden und sich in bestehende Spritzguss- und Extrusionsprozesse integrieren lassen.
Ein Schwerpunkt des Messeauftritts sind PA-66-Compounds mit hohen Füllgraden. Dazu gehören CO₂-optimierte Rezepturen mit recycelten Carbonfasern, deren Rezyklatanteil bei nahezu 100 % liegt. Sie bieten eine Alternative zu neuwarebasierten Hochleistungswerkstoffen für Bauteile, bei denen hohe Steifigkeit und Festigkeit bei geringem Gewicht gefragt sind.
Neu im Portfolio sind PC- und PC/ABS-Recompounds mit Anteilen an Post-Consumer-Rezyklat (PCR) > 30 %. Damit reagiert man auf die steigende Nachfrage nach Werkstoffen mit nachweisbarem PCR-Anteil, die sich aus den Rezyklatquoten vieler Markenhersteller und aus regulatorischen Vorgaben wie der ELV ergibt. Die PC-Recompounds sind auch in transparent verfügbar, das PC/ABS ist auch naturfarben erhältlich. Da die Verordnung nur Post-Consumer-Material anrechnet, bieten die neuen Recompounds Automobilzulieferern einen direkten Hebel, um die künftigen Quoten zu erfüllen.
Erweitert wurde auch das Angebot an elektrisch leitfähigen Compounds: Neben PP stehen nun auch Typen auf Basis von PS und ABS, auf Wunsch mit hohem Rezyklatanteil, zur Verfügung. Sie eignen sich beispielsweise für Transportbehälter, Trays und Verpackungen für elektrostatisch empfindliche elektronische Bauteile und lassen sich im Spritzguss und in der Extrusion verarbeiten.
Über die Materialentwicklung hinaus unterstützt das Unternehmen seine Kunden beim Aufbau geschlossener Stoffkreisläufe. Das Angebot umfasst die Analyse interner Materialströme, die Sammlung und Aufbereitung von Produktionsabfällen, die Auswahl geeigneter Rezyklatquellen sowie die Entwicklung anwendungsspezifischer Compounds, die im hauseigenen Labor geprüft werden.
Fakuma 2026: Halle A5 am Stand 5001

