Was beim Schnüffeln zu beachten ist

Dynamische Roboter-Schnüffellecksuche an einem Batteriegehäuse (Bild: INFICON)

01.11.2018 Was beim Schnüffeln zu beachten ist

Dynamisches Roboterschnüffeln macht erst mit 3.000 sccm Sinn

von Dipl.-Ing. Sandra Seitz (INFICON GmbH)

In verschiedenen Branchen ist eine Schnüffellecksuche ein unverzichtbares Element für die Qualitätssicherung im Fertigungsprozess. Ob sie manuell oder robotergestützt stattfindet, sie basiert immer darauf, dass ein Leck anhand eines austretenden Prüfgases identifiziert wird. Entscheidet man sich für das Roboterschnüffeln, ist der Gasfluß ein zentrales Kriterium.

Oft dient die Schnüffellecksuche dazu, eine Leckstelle an einem Prüfteil genau zu lokalisieren – nachdem der Prüfling eine vorangehende integrale Dichtheitsprüfung nicht bestehen konnte. Mitunter erfüllt eine Schnüffelecksuche aber auch integrale Dichtheitsprüfaufgabe – etwa wenn im Fertigungsablauf ermittelt werden muss, ob die Verbindungsstellen zwischen diversen Komponenten wirklich dicht sind. Im Automobilbau ist dies z.B. nach der Endmontage der Klimaanlage im Fahrzeug erforderlich. Oder sie ist nach der Montage der Batteriemodule im Gehäuse einer Antriebsbatterie erforderlich – auch deren Lebensdauer und Betriebssicherheit hängen von einer zuverlässigen Kühlung ab.

Im nachfolgenden Beispiel der Klimaanlage bzw. der Kühlung der Traktionsbatterie kann durchaus auch das verwendete Kältemittel selbst als Prüfgas dienen, sei es R1234yf oder CO2. Gerade im Falle der Roboter-Schnüffellecksuche ist aber grundsätzlich zwischen zwei Anwendungsszenarien zu unterscheiden: der stationären und der dynamischen Schnüffellecksuche. In der dynamischen Variante ergeben sich ganz andere und sehr viel strengere Anforderungen an die technischen Parameter des dabei eingesetzten Lecksuchgeräts.