Richtig schäumen – eine Frage der Dichtung

Dichtungsendstücke, die außer von BMW auch von verschiedenen Tier1-Zulieferern eingesetzt werden (Bild: Frimo Group GmbH)

18.09.2017 Richtig schäumen – eine Frage der Dichtung

Patentierte Dichtungsendstücke tragen wachsenden Anforderungen Rechnung

von Martina Schierholt (FRIMO Group GmbH)

Die Qualität von Schaumbauteilen ist nicht zuletzt das Resultat einer optimalen Abdichtung und Entlüftung im Schäumwerkzeug. Insbesondere bei der Herstellung hochwertiger und komplexer Interieurteile wie Instrumententafeln oder Türseitenverkleidungen ist dies ein Kernthema. Das neue Dichtungssystem für Polyurethan-Schäumwerkzeuge bietet hier sowohl technische als auch wirtschaftliche Vorteile.

Um den qualitativ hohen Ansprüchen der Automobilindustrie gerecht zu werden, ist die Wahl des richtigen Dichtungssystems ein Schlüsselfaktor für den Schäumprozess. Der Eintrag des flüssigen Polyurethans löst im geschlossenen Werkzeug eine chemische Reaktion aus, bei der Gas austritt. Kann dieses nicht entweichen, entstehen im Material Gasblasen. Diese Lunker sind aufgrund ihrer negativen Auswirkung auf die Bauteilqualität unbedingt zu vermeiden. Ein unbeabsichtigtes und unkontrolliertes Austreten des Schaumsystems während dieses Prozesses ist ebenso unerwünscht. Damit das Gas gezielt während des Schäumvorgangs entweichen kann, werden im Schäumwerkzeug Dichtungen integriert. Die Abdichtung erfolgt dabei umlaufend um die auszuschäumenden Bereiche herum. Die Wahl des richtigen Dichtungssystems ist somit maßgeblich für die optimale Ausfüllung der Kavität und darüber hinaus ausschlaggebend für eine optimale Schaumhomogenität.