Energie sparen bei der Stromerzeugung

MiniTest 300 direkt ans Vakuumsystem geflanscht (Bild: Pfeiffer Vacuum GmbH)

28.11.2016 Energie sparen bei der Stromerzeugung

Helium-Lecksuche im Kraftwerk

von Florian Henss (Pfeiffer Vacuum GmbH)

Thermische Kraftwerke sind dann effizient, wenn das Energieerzeugungssystem dicht ist. Gibt es Leckagen,  sinkt der Wirkungsgrad schnell. Eine regelmäßige Dichtheitsprüfung gehört deshalb zum Standard, wobei sich die Lecksuche mittels Helium bewährt hat.

In vielen Kraftwerken wird Strom mithilfe von Wasserdampf erzeugt. Das Prinzip ist dabei immer das gleiche: Durch Verbrennung verschiedener Brennstoffe entsteht Wärme, die zur Erhitzung von Wasser eingesetzt wird. Durch diesen Prozess bildet sich Wasserdampf, der unter hohem Druck steht. Dieser Dampf treibt wiederum Turbinen an, die an Stromgeneratoren gekoppelt sind. In den Generatoren wird der Strom produziert und in das Stromnetz eingespeist. Um den Wirkungsgrad eines Kraftwerks zu steigern, wird der Dampf durch eine Anordnung von verschiedenen Hochund Niederdruckturbinen geleitet. Ziel ist es, die im Dampf gebundene Energie thermodynamisch bestmöglich auszunutzen. Zusätzlich wird bei modernen Kraftwerken Dampf aus den Turbinen ausgekuppelt, um damit das Speisewasser für den Dampfkessel vorzuheizen. Diese Maßnahmen zur Steigerung des Wirkungsgrades machen das Dampfleitungssystem sehr komplex.