Die Verfügbarkeit von motorisierten  Arbeitsgeräten steigern

Neue PEEK-Membran nach der Evaluation verschiedener Möglichkeiten (Bild: Dätwyler AG)Bild: Dätwyler AG)

29.11.2019 Die Verfügbarkeit von motorisierten Arbeitsgeräten steigern

Dauerhafte Qualität mit PEEK-Membranen

von Matthias Rüegg (Dätwyler Gruppe)

Viele mobile, motorisierte Arbeitsgeräte beziehen ihre Energie von einem Zweitaktmotor. Ein Knackpunkt für die Standzeiten dieser Geräte ist die Haltbarkeit der Vergaser, oder genauer ihrer Bauteile, weshalb ein neuer Ansatz für Design und Fertigung von Vergasermembranen aus PEEK entwickelt wurde.

Die Aufgabe eines Vergasers ist es, den Kraftstoff zu zerstäuben und ihn entsprechend des Betriebszustandes im richtigen Verhältnis mit Luft zu mischen. Während des Ansaugtaktes wird Luft in den Verbrennungsraum angesaugt, die dabei durch einen trichterförmigen Ansaugkanal strömt und so beschleunigt wird. Der Kraftstoff wird dann durch das Venturi-Prinzip durch das entstehende Vakuum an der dünnsten Stelle des Trichters angesaugt. Das Luft-Kraftstoff-Gemisch wird anschließend durch die Drosselklappe reguliert. Das Kraftstoffdosiersystem in einem Membranvergaser besteht aus vier Komponenten: der Dosiermembran, dem Dosierhebel, der Dosierfeder und der Einspritznadel. Die Dosiermembran muss präzise auf kleinste Veränderungen im Kraftstoffvakuum reagieren. Zur Kraftstoffdosierung ist die Membran am Dosierhebel befestigt, reagiert auf jeden Ansaugtakt des Motors und regelt so konstant, wie und wann die Einspritznadel den Einspritzkanal öffnet.

Testbeispiel: PEEK-Membranen und herkömmliche Membranen wurden bei 80 °C getestet  (Bild: Dätwyler AG)

Testbeispiel: PEEK-Membranen und herkömmliche Membranen wurden bei 80 °C getestet (Bild: Dätwyler AG)