11.10.2022 Dichtungsentwicklung im Lichte unklarer und fehlender Normen

Untersuchungen an Kammprofildichtungen zeigen Problemfelder in der Praxis

von Peter Thomsen (Peter Thomsen-Industrie-Vertretung)

In Deutschland ist alles genormt und unsere Regelwerke sind uns heilig. Dieser Eindruck wird gerne vermittelt. Aber gerade im Bereich der Dichtungstechnik ist hier noch viel Luft nach oben. Das zeigen auch Untersuchungen an aktuellen Kammprofildichtungen. Der Einsatz dieser Hochleistungsdichtelemente erfordert eine genaue Analyse und viel Know-how bei den Anlagenbetreibern.

Kammprofildichtungen sind Metall-Weichstoff-Dichtungen. Sie werden häufig bei hohem Betriebsdruck, kritischen Medien und gewünschter niedriger Leckrate eingesetzt. Als hochwertige Dichtelemente sind sie in der DIN EN 1514-6:2004-03 [1] für Flansche nach DIN EN 1092-1:2018-12 [3] und für Flansche nach ASME B16.5 [4] und B16.47 [5] bzw. DIN EN 1759-1:2005-02 [6] in der DIN EN 12560-6:2004-03 [2] genormt.

Wie bei verschiedenen Dichtungen und verwendeten Materialien stellt sich auch hier heute die Frage, ob die Normung ihren Ansprüchen nach DIN 820-1 [7] , Abschnitt 7.2, d.h. der Normung nach Stand von Wissenschaft und Technik, gerecht wird. Denn bei der genauen Betrachtung fällt auf, dass das genormte Profil als fehlerhaft bezeichnet werden kann und auch drehtechnisch nicht herstellbar ist.

Lösungspartner

Peter Thomsen-Industrie-Vertretung
Peter Thomsen-Industrie-Vertretung

 

Zielgruppen

Einkauf, Instandhaltung, Konstruktion & Entwicklung, Produktion & Fertigung, Qualitätssicherung