Dichtungsauswahl effektiv und  nicht aufwändig gestalten

Thermisch verformte Polyethylen-Formteile – bei Abdichtaufgaben in Fahrzeugkarosserien oft die passende Lösung (Bild: W. KÖPP GmbH & Co. KG)

17.06.2026 Dichtungsauswahl effektiv und nicht aufwändig gestalten

Die projektbezogen richtige Lösung zwischen Anwendung, Kosten und Nachhaltigkeit finden

von Axel Wynands (W. Köpp GmbH & Co. KG)

Die Welt der Dichtungen wird nicht einfacher. Eine zunehmende Vielfalt an Werkstoffen und Prozessen eröffnet zwar neue Möglichkeiten, erfordert aber gleichzeitig ein tieferes Verständnis. Die entscheidende Kompetenz liegt heute darin, Anforderungen sauber zu analysieren und daraus – bezogen auf die Dichtungsaufgabe – die richtige Kombination aus Material, Geometrie sowie Prozess und nicht selten auch Kosten und Aspekte wie Nachhaltigkeit abzuleiten.

Wer ein Bauteil, z.B. ein Gehäuse, konstruiert, denkt die Dichtung oftmals „einfach“ mit. Vielleicht plant er/sie mit einer einfachen Dichtungsschnur, einer gestanzten oder wasserstrahlgeschnittenen Dichtung. Wahrscheinlich orientieren sich Konstruierende daran, was sie kennen, was erfahrungsgemäß funktioniert und ihm bzw. ihr vertraut ist. Oftmals wird aus der Routine heraus eine Entscheidung für das präferierte Dichtungssystem getroffen. Erst dann rückt das Material in den Fokus: PE (Bild 1), Moosgummi (Bild 2) oder EPDM-Zellkautschuk (Bild 3) als Standard, wenn die Anforderungen spezieller sind? In vielen Fällen führt das zu einem passablen, aber nicht optimalen Ergebnis. Die Dichtung erfüllt ihren Zweck, das System bleibt dicht – jedenfalls zunächst einmal.

Eigenschaften der für Dichtungsanwendungen am häufigsten verwendeten Zellkautschuk-Qualitäten (Tab.: W. KÖPP)

Lösungspartner

W. Köpp GmbH & Co. KG

Zielgruppen

Konstruktion & Entwicklung, Einkauf, Qualitätssicherung