SDW20 Schwimmringdichtung mit PI-Werkstoff (Bild: Stasskol GmbH)
10.03.2026 Betriebskosten optimieren
Dynamische Dichtsysteme unter TCO-Betrachtungen
Dichtsysteme für oszillierende Anwendungen in Kolbenverdichtern werden häufig primär über den Systempreis bewertet, während eine Total-Cost-of-Ownership (TCO)-Betrachtung in vielen Anwendungen erst dann berücksichtigt wird, wenn Leckagen ein kritisches Maß überschreiten. Wesentliche TCO-Faktoren wie Gasverluste oder häufige Anlagenstillstände bleiben dabei oftmals unberücksichtigt.
Bei Wellendichtungen unter rotierender Bewegung lässt sich hingegen eine positivere Entwicklung in der Kundensicht feststellen: Anwendende beziehen zunehmend berechnete Sperrgasverbräuche sowie die damit verbundenen Betriebskosten in ihre Entscheidungsprozesse mit ein.
Wir verfolgen daher einen technologischen Ansatz, der auf eine nachweisbare Reduktion der TCO abzielt. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung modifizierter Polyimide (PI) mit stahlähnlichem thermischen Ausdehnungsverhalten. Diese Werkstoffe minimieren Spaltvariationen in Labyrinthdichtsystemen unter thermischen Schwankungen und reduzieren dadurch signifikant den Sperrgasverbrauch.
Da industrielle Prozesse hinsichtlich des Mediums, des Drucks, der Gleitgeschwindigkeit, der Materialpaarungen und der Temperatur stark variieren, entwickeln und qualifizieren wir eigene Werkstoffsysteme, die auf spezifische Kundenanforderungen abgestimmt sind und somit verlängerte Wartungsintervalle ermöglichen.
Die Auswahl eines geeigneten Dichtungssystems sollte daher stets in enger Zusammenarbeit mit Fachexpert:innen erfolgen, wobei die realen Betriebsbedingungen der jeweiligen Maschine als maßgebliche Entscheidungsgrundlage dienen.
„Bei der Auswahl eines Dichtungssystems ist – gerade unter wirtschaftlichen Aspekten – Fachexpertise von Nutzen. Sie ist vorhanden und spart viel Geld.“ Hendrik Gieraths, R&D Entwicklungsingenieur Stasskol GmbH
