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02.07.2026 Verschraubung ganzheitlich denken
Weg von Insellösungen – hin zur zukunftssicheren Komplettlösung bei Verschraubungen. Diesen Schritt geht die Barbarino + Kilp GmbH: Das Unternehmen hat sein Leistungsportfolio für industrielle Verschraubungen gebündelt, erweitert und neu ausgerichtet.
Von diesem Schritt sind bestehende Strukturen allerdings nicht berührt. Man ist seit 40 Jahren Vertriebs- und Servicepartner von Hytorc. Bei den Verschraubungslösungen setzt man weiterhin allein auf Drehmomentschrauber und Verbindungselemente von Hytorc. Barbarino + Kilp (B+K) hat nicht nur eine Unternehmensgeschichte, die fast 300 Jahre zurückreicht, sondern auch die Expertise in der Verschraubungstechnik immer weiterentwickelt. Diese Weiterentwicklung bildet die Basis für das heutige Leistungsportfolio von B+K, zu dem neben dem Hytorc-Service und -Vertrieb die Akademie der Schraubverbindung (AdSV), Wessely und smarttorc zählen.
Verschraubung ist mehr als die Interaktion von Werkzeug und Schraubgarnitur. Hier setzt die Barbarino + Kilp mit ihrem konsequent systemischen Ansatz an: Es geht nicht um einzelne Produkte, sondern um ein durchgängig vernetztes Ökosystem aus IIoT-fähigen Schraubmontagesystemen und intelligenter Messtechnik, das von einer zentralen digitalen Plattform aus gesteuert und organisiert wird. Ziel ist es, die Rückverfolgbarkeit für jede Verschraubung über ihren gesamten Lebenszyklus sicherzustellen. Das Produktportfolio des Unternehmens schafft nicht nur Transparenz, sondern kreiert eine neue Sicherheitsstufe in der Schraubtechnik. Schraubprozesse werden nicht nur gestaltet und umgesetzt, sondern digital begleitet, überwacht, nachweisbar und vorausschauend gemacht. Mit ihrem Ökosystem denkt das Unternehmen den Industrie-4.0-Gedanken konsequent weiter. Aufgrund der validen Daten, die weltweit jederzeit vorliegen oder abrufbereit sind, entsteht im Prinzip ein neuer Standard für Prozesssicherheit. Die intelligente Verknüpfung von Hardware, Messtechnik, Software und Services erlaubt zudem nicht nur neue Herangehensweisen und die Entwicklung innovativer Konzepte, sondern ermöglicht auch Lösungen bei künftigen, heute noch gar nicht absehbaren Herausforderungen.
Im Zentrum des Ökosystems stehen IIoT-fähige Schraubsysteme von smarttorc, die alle relevanten Prozessdaten in Echtzeit erfassen, analysieren und verfügbar machen. Ergänzt wird dies durch hochpräzise, IIoT-fähige Messtechnik für die Maschinenfähigkeitsuntersuchung der Prozesssteuerung (MFU), für die Dokumentation der Prozessfähigkeitsuntersuchung (PFU) sowie Kalibrierung. Diese ermöglicht nicht nur die Validierung von Werkzeugen und Prozessen, sondern stellt auch sicher, dass alle angeschlossenen Drehmomentschrauber, Geräte und Aggregate dauerhaft innerhalb definierter Spezifikationen arbeiten. Herzstück des Ökosystems ist die Plattform JUKOInspect. Sie bietet einen benutzergesteuerten Online-Zugriff auf alle relevanten Daten – vom einzelnen Messmittel über Kalibrier- und Prüfdaten bis hin zum vollständigen Schraubprozess.
Durch die vernetzten Systeme entstehen nicht nur eine maximale Prozesssicherheit und die Möglichkeit, alle eingesetzten Werkzeuge und den Prozess weltweit und in Echtzeit einzusehen, sondern sie schaffen eine jederzeit verfügbare Datengrundlage für nachfolgende Entscheidungen, Optimierungen, konkrete Servicekonzepte und weitere Anwendungen.
Mit diesem "Ökosystem" wird das bestehende Angebot gezielt um Technologien erweitert, die bislang im Markt oder im klassischen Portfolio entweder gar nicht oder nicht in dieser Tiefe verfügbar waren. Ziel von Barbarino + Kilp ist es, Anwendenden, die umfassendere und modernere Lösungen benötigen, diesen Mehrwert zu bieten. Ein elementarer Faktor ist dabei der zukunftsorientierte Technologieansatz, der über klassische Werkzeugtechnik hinausgeht. Durch das integrierte KI-Mentoring können Anwendende aktiv im Montageprozess unterstützt werden – von der intelligenten Parametrierung bis hin zur prozesssicheren Durchführung. Das erhöht nicht nur die Prozess- und Produktsicherheit signifikant, sondern ist eine Antwort auf den zunehmenden Fachkräftemangel in der Industrie.

