
Wellringdichtung – ein Dichtungstyp, der über alle Anforderungen gut abschneidet (Bild: Möller Metalldichtungen GmbH)
17.06.2026 Stand der Technik bewerten: Hilfestellung für die Auswahl von Dichtelementen
Um Hilfestellung bei dieser zentralen Frage zu bieten, hat die Peter Thomsen-Industrie-Vertretung eine Vorlage entwickelt, mit der man sich dichtungstypspezifisch diesem zentralen Aspekt nähern kann.
Am 01. Dezember 2026 läuft die Sanierungsfrist für genehmigungsbedürftige Bestandsanlagen, die nicht den Vorgaben der TA Luft von 2021 entsprechen, ab. Damit erlischt der Bestandsschutz. In vielen Anlagen besteht Handlungsbedarf zur Vermeidung und Minimierung schädlicher Emissionen gemäß TA Luft von 2021, Abschnitt 5. Ein wichtiger Schlüssel zu Minimierung schädlicher Emissionen ist die Auswahl von Dichtelementen mit möglichst niedriger Emissionsrate.
Die Auswahl geeigneter Dichtelemente gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Dichttechnik. Neben technischen Anforderungen wie Geometrie, Medium, Druck und Temperatur müssen zahlreiche gesetzliche Vorgaben, Verordnungen und Richtlinien berücksichtigt werden. Dabei steht stets eine zentrale Forderung im Fokus: die Einhaltung des „Standes der Technik“ beziehungsweise – im Bereich des Emissionsschutzes – der Einsatz der „Besten Verfügbaren Technik“ (BVT). Doch wie lässt sich diese Anforderung in der Praxis bewerten?
Um Anwendenden eine Orientierung zu bieten, hat die Peter Thomsen-Industrie-Vertretung eine Technische Information entwickelt. Sie enthält eine Tabelle, mit der sich verschiedene Dichtungstypen anhand zentraler Kriterien systematisch bewerten lassen. Ein einfaches Ampelsystem unterstützt dabei, den jeweiligen Stand der Technik einzuschätzen. Bewertet werden unter anderem folgende Aspekte:
- Einsatz abfallarmer Technologien und weniger gefährlicher Stoffe
- Rückgewinnung und Wiederverwertung eingesetzter Materialien
- Verfügbarkeit vergleichbarer, erfolgreich erprobter Verfahren und Betriebsmethoden
- Aktuelle technologische und wissenschaftliche Entwicklungen
- Art, Auswirkung und Umfang möglicher Emissionen
- Zeitpunkt der Inbetriebnahme neuer oder bestehender Anlagen
- Zeitbedarf für die Einführung einer besseren verfügbaren Technik
- Möglichkeiten zur Reduzierung von Emissionen sowie von Risiken für Mensch und Umwelt
Die Ergebnisse können Betreiber gemeinsam im Team erarbeiten und anschließend als fundierte Diskussionsgrundlage mit Dichtungsexpert:innen nutzen.
Die Tabelle kann unter pthomsen@thomsen-bremen.de angefordert werden.
