Reproduzierbare Zugscherprüfungen nach DIN EN 1465

Schon die Prüfkörperherstellung entscheidet maßgeblich über die Qualität und Reproduzierbarkeit der späteren Messergebnisse (Bild: Grüner Kleben GmbH)

10.07.2026 Reproduzierbare Zugscherprüfungen nach DIN EN 1465

Die Reproduzierbarkeit von Zugscherprüfungen nach DIN EN 1465 wird wesentlich durch die Qualität der Prüfkörperherstellung beeinflusst. Hier setzt die Grüner Kleben GmbH mit ihrer Prüfkörperherstellung an. Denn präzise Positionierung, formstabile Vorrichtungen, definierte Klebschichtgeometrien und eine sichere Handhabung tragen dazu bei, Streuungen zu reduzieren und die Aussagekraft von Prüfungen zu erhöhen.

Die mechanische Charakterisierung von Klebverbindungen bildet die Grundlage für Materialauswahl, Qualitätssicherung und Entwicklungsarbeit in zahlreichen Industriebereichen. Eine der am häufigsten eingesetzten Methoden ist die Zugscherprüfung nach DIN EN 1465. Sie ermöglicht die vergleichende Bewertung von Klebstoffen, Oberflächenvorbehandlungen und Prozessparametern unter definierten Bedingungen. Im Fokus der Betrachtung stehen dabei häufig Prüfmaschine, Prüfgeschwindigkeit oder Auswertemethodik. Deutlich weniger Aufmerksamkeit erhält hingegen die Herstellung der Prüfkörper selbst. 

Die Vergleichbarkeit von Prüfergebnissen setzt voraus, dass alle Prüfkörper möglichst identische geometrische Randbedingungen aufweisen. Schon geringe Abweichungen bei der Positionierung der Fügeteile können zu veränderten Spannungsverteilungen innerhalb der Klebfuge führen. Ebenso beeinflussen Unterschiede in der Überlappungslänge oder der Klebschichtgeometrie die resultierenden Festigkeitswerte. In der Praxis entstehen solche Abweichungen häufig während der Herstellung der Prüfkörper. Manuelle Positionierungsschritte, zusätzliche Spann- oder Klemmelemente sowie verschlissene oder verzogene Vorrichtungen können die Wiederholgenauigkeit reduzieren. Die daraus resultierende Streuung erschwert die Interpretation von Versuchsergebnissen und kann Unterschiede zwischen Prüfreihen überlagern. Besonders bei Entwicklungsprojekten oder Vergleichsuntersuchungen mit geringen Festigkeitsunterschieden wird deutlich, wie stark die Qualität der Prüfkörperherstellung die Aussagekraft der Prüfungen beeinflusst.

Vorrichtungen zur Herstellung von Zugscherprüfkörpern müssen mehrere Anforderungen gleichzeitig erfüllen. Einerseits ist eine präzise und reproduzierbare Positionierung der Prüfkörper erforderlich. Andererseits soll der Aufwand für die Probenherstellung möglichst gering bleiben, um eine wirtschaftliche Laborarbeit zu ermöglichen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die Formstabilität der eingesetzten Systeme. Werkstoffe, die sich unter mechanischer Belastung oder durch Alterung verformen können, beeinflussen langfristig die Maßhaltigkeit der Prüfkörper. Dadurch steigt das Risiko systematischer Abweichungen innerhalb von Prüfreihen.
Darüber hinaus sollte die Konstruktion so ausgelegt sein, dass die Proben während des Aushärtungsprozesses sicher geführt werden. Jede zusätzliche manuelle Fixierung stellt eine potenzielle Fehlerquelle dar und erhöht gleichzeitig den Arbeitsaufwand.

Neben der Positionierung der Fügeteile spielt die Klebschichtgeometrie eine zentrale Rolle für die spätere Belastbarkeit einer Klebverbindung. Bereits geringe Änderungen der Schichtdicke können das mechanische Verhalten beeinflussen und damit die Vergleichbarkeit von Prüfungen einschränken. Aus diesem Grund sollten Trenn- oder Antihaftsysteme möglichst keinen Einfluss auf die definierte Geometrie der Klebfuge haben. Konstruktive Lösungen, bei denen Antihaftmaterialien in die Vorrichtung integriert werden, können dazu beitragen, unbeabsichtigte Veränderungen der Klebschichtdicke zu vermeiden. Für Prüflabore bedeutet dies eine höhere Prozesssicherheit und eine verbesserte Wiederholbarkeit der Prüfkörperherstellung.

Neben den messtechnischen Anforderungen gewinnt auch die Bedienbarkeit von Prüfvorrichtungen zunehmend an Bedeutung. Gerade bei Serienprüfungen werden Formen häufig bewegt, gereinigt und neu bestückt. Ergonomische Details, beispielsweise verbesserte Greifmöglichkeiten für Anwendende mit Schutzhandschuhen, können die Handhabung erleichtern und gleichzeitig das Risiko von Beschädigungen oder Bedienfehlern reduzieren. Solche Aspekte erscheinen auf den ersten Blick nebensächlich, tragen in der täglichen Laborpraxis jedoch wesentlich zu stabilen Prozessen bei.

Lösungspartner

Grüner Kleben GmbH
Grüner Kleben GmbH

 

Zielgruppen

Einkauf, Konstruktion & Entwicklung, Qualitätssicherung