
An den neuen LED-UV-Punktstrahler lassen sich bis zu 20 LED-Köpfe anschließen (Bild: Hoenle)
06.07.2026 Neuer LED-UV-Punktstrahler
Das neue Aushärtungssystem bluepoint LED von Hoenle vereint hohe Bestrahlungsintensität, flexible Prozesssteuerung und ein kompaktes, skalierbares Design für anspruchsvolle industrielle Aushärtungsanwendungen.
Das Produkt wurde zur Klebstoffaushärtung für kleine Flächen, z.B. in der Medizintechnik, Elektronikfertigung, Optik und Photonik, entwickelt. Es erzeugt Intensitäten von bis zu 20.000 mW/cm² und ist in den Wellenlängen 365 nm, 385 nm und 405 nm erhältlich.
Ein wesentliches Merkmal des neuen Systems ist seine modulare Architektur. Über ein einziges Touchdisplay lassen sich bis zu 20 LED-Köpfe steuern. Jede Steuereinheit unterstützt bis zu vier Köpfe, wobei bis zu fünf Steuereinheiten gestapelt und miteinander kombiniert werden können. So können Anwendende das System genau auf ihre Produktionsanforderungen abstimmen. Die skalierbare Architektur erlaubt so die Erweiterung des Systems.
Das abnehmbare Touchdisplay ermöglicht eine einfache und intuitive Bedienung. Es kann entweder direkt an der Steuereinheit oder an der Produktionsmaschine montiert werden und bietet somit Flexibilität bei der Integration in automatisierte Fertigungsumgebungen.
Mit einem Durchmesser von nur 12 mm und einer Länge von ca. 55 mm – je nach gewählter Optik – sind die LED-Köpfe sehr kompakt und lassen sich auch an bestehende bluepoint LED-Geräte des Herstellers anschließen. Durch ihre schlanke Bauweise eignen sie sich für Installationen mit beengtem Platz und sorgen dennoch für eine effektive Wärmeableitung. Für Anwendungen in schwer zugänglichen Bereichen können die LED-Köpfe optional mit einem 90°- Abstrahlwinkeladapter ausgestattet werden. Mit diesen kompakten Abmessungen der LED-Köpfe dient der bluepoint LED auch als direkte Ersatzlösung für Aushärtesysteme anderer Hersteller mit identischen Abmessungen.
Für Flexibilität bei unterschiedlichen Aushärtungsaufgaben lassen sich die LED-Köpfe mit einer Reihe von optischen Linsen kombinieren, die Bestrahlungsdurchmesser von etwa 3 mm bis 20 mm erzeugen. Zusätzlich zu den Spot-Optiken bietet das Unternehmen nun eine neue 10 × 2 mm-Linienoptik an, die eine homogene linienförmige Bestrahlung ermöglicht. Dadurch eignet sich das Gerät besonders für Anwendungen wie Active Alignment, bei denen eine präzise und gleichmäßige Belichtung unerlässlich ist.
Der neue Punktstrahler verfügt zudem über eine intelligente Leistungssteuerung mit einer einstellbaren Leistung von 10 % - 100 %. Dank der integrierten Prozessablaufsteuerung (PFC) können Anwendende komplette Bestrahlungssequenzen programmieren und speichern, wobei bis zu sechs individuelle Programme zur Verfügung stehen. Diese Funktionen ermöglichen wiederholbare und zuverlässige Aushärtungsprozesse in automatisierten Produktionsumgebungen.
Für eine nahtlose Maschinenintegration bietet das System umfassende Anschlussmöglichkeiten. Eine SPS-Schnittstelle ermöglicht das Schalten, Überwachen und die Statusrückmeldung der LEDs, während externe Analogeingänge eine individuelle Leistungsanpassung für jeden einzelnen LED-Kopf ermöglichen. Das bluepoint LED-System verfügt weiter über einen Signaleingang zum sicheren Abschalten der LEDs nach gängigen Sicherheitsrichtlinien. Eine RS232-Schnittstelle ist für die externe Steuerung und Übertragung von Belichtungsparametern enthalten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, jedes Basisgerät mit bis zu vier Fußschaltern zu betreiben. Damit können mehrere Arbeitsplätze unabhängig voneinander mit nur einem Basisgerät mit LED-Köpfen bedient werden. Verlängerungskabel in verschiedenen Längen sind für die LED-Köpfe verfügbar.
Zu den typischen Anwendungsbereichen gehört die punktuelle Aushärtung von UV-härtenden Klebstoffen in automatisierten Produktionsprozessen. Der Punktstrahler eignet sich besonders gut für die Massenfertigung, unter anderem bei medizinischen Einwegprodukten, in der Elektronikmontage, beim Kleben von optischen Komponenten und in der Photonik. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen Hoenle und dem Klebstoffhersteller Hoenle Adhesives (ehemals Panacol) profitieren Kunden von optimierten Aushärtungs- und Klebeprozessen, die die Effizienz steigern und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten senken können.
