Die neue Organisation konzentriert sich darauf, kundenspezifische Werkstoffe und Innovationen für die Zukunft bereitzustellen (Bild: HEXPOL Thermoplastics)
05.03.2026 Neue Strukturen für schnellere Entwicklungen
Die Thermoplastics- und TPE-Unternehmen von Hexpol wurden in dem Geschäftsbereich Hexpol Thermoplastics zusammengeführt. Ziel ist es, Kunden einen einfacheren Zugang zu Materialkompetenz zu ermöglichen und Projekte in den Bereichen Forschung und & Entwicklung, Regulierung sowie nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen.
Durch die Zusammenführung der TPE- und Thermoplastik-Teams kann man bereits getestete Materialkombinationen für Mehrkomponentenanwendungen anbieten. Darüber hinaus kann aktuellen Herausforderungen Rechnung getragen werden: Die Zugabe von Verstärkungen wie Glasfasern oder Flammschutzadditiven erschwert die Haftung. Mit dem zunehmenden Einsatz von Rezyklaten wird die Synchronisierung der Materialhaftung zusätzlich anspruchsvoller. Die neue Organisation wird auch vor diesem Hintergrund Materialkombinationen entwickeln und testen, um chemische Kompatibilität und zuverlässige Haftungseigenschaften sicherzustellen.
Das Unternehmen betreibt 14 Thermoplastics-Standorte in Amerika, China und Europa: almaak international mit zwei Standorten in Deutschland, Hexpol TPE mit sechs Standorten in Schweden, Großbritannien, Deutschland, China und den USA, McCann Plastics mit zwei Standorten in den USA, Piedmont Resin Supply in den USA und RheTech mit drei Standorten in den USA.
Das Portfolio umfasst mehr als 20 thermoplastische Werkstoffgruppen wie technische Thermoplaste, darunter PA, PC, ABS, ASA, PBT und deren Blends, Polyolefine, inkl. glas-, mineral- und naturfaserverstärktem PP, Farbmasterbatches und Performance-Additive, Rotationsformmassen und pulverisierte Werkstoffe und thermoplastische Elastomere auf Basis von TPS, TPO, TPV, TPU, TPC und Weich-PVC.
Die thermoplastischen Werkstoffe des Unternehmens werden in Anwendungen wie Mobilität, Infrastruktur, Energie, Konsumgüter und Medizintechnik eingesetzt. Automotive und Kreislaufwirtschaft stehen dabei besonders im Fokus. Die Thermoplastics-Unternehmen verfügen über langjährige Erfahrung im Einsatz von Rezyklaten. Die almaak international GmbH in Deutschland betreibt zudem ein eigenes Inhouse-Recycling, um Konsistenz und Performance sicherzustellen. Dies unterstützt die Automobilindustrie bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele, inkl. der Anforderungen der EU-Altfahrzeugrichtlinie.
Darüber hinaus liefert man thermoplastische Werkstoffe für sensible Anwendungen wie für Medizinprodukte, Spielwaren sowie für Anwendungen mit Lebensmittelkontakt. Es wird gemäß den relevanten Vorschriften gearbeitet, Rohstoffe werden sorgfältig ausgewählt und umfassende Prüfungen durchgeführt. Der Standort in Schweden war der erste TPE-Hersteller in Europa mit ISO-13485-Zertifizierung, dem Qualitätsmanagementsystem für die Medizinprodukteindustrie.
Das Unternehmen integriert Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte in Strategie und tägliche Abläufe. Im Fokus stehen eine verantwortungsvolle Beschaffung, der verstärkte Einsatz recycelter und erneuerbarer Materialien sowie die operative Exzellenz. Fortschritte werden durch interne Kontrollen und externe Bewertungen – z.B. durch EcoVadis und ISCC PLUS – überwacht und verifiziert. Für viele Werkstoffe wird der Product Carbon Footprint (PCF) berechnet. Die europäischen TPE-Standorte haben zudem eine TÜV Rheinland-Zertifizierung für ihre PCF-Methodik erhalten.
