Lecksucher für den leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger

Der ASM 340 eignet sich besonders für große Anlage wie das LHC (Bild: Pfeiffer Vacuum GmbH)

11.11.2019 Lecksucher für den leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger

Vom CERN hat  Pfeiffer Vacuum einen weiteren Großauftrag für den Lecksucher ASM 340  erhalten.

Das CERN mit Sitz in Genf an der französisch-schweizerischen Grenze ist das weltweit größte Forschungszentrum für Teilchenphysik. Hier wird vor allem physikalische Grundlagenforschung betrieben und der Aufbau von Materie untersucht. Der Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider) – in dem Protonen oder Ionen annährend mit Lichtgeschwindigkeit kollidieren – hat einen Umfang von etwa 27 Kilometern. Er ist der größte Vakuumaufbau der Welt mit Tausenden von Schweißverbindungen, Flanschen, Durchführungen und komplexen internen Einbauten.

Damit sich die beschleunigten Teilchen in den Strahlrohren (Beamlines) möglichst ungehindert bewegen können, ist ein Ultrahochvakuum (UHV) unerlässlich. Um einen derart niedrigen Druck aufrechtzuerhalten, braucht man eine möglichst geringe Leckagerate und damit eine entsprechende Lecksuchtechnologie. Der Lecksucher ASM 340 ist ein einfach zu bedienendes Gerät, das Lecks bis zu < 5 x 10-13 Pa m3/s detektieren kann. Mit dem Saugvermögen der integrierten Vorvakuumpumpe von 15 m3/h können Prüfungen zum Auffinden von Lecks an kleinen wie auch großen Volumina durchgeführt werden. Der ASM 340 eignet sich besonders für eine so große Anlage wie den LHC, da das zum Patent angemeldete Verfahren eine Lecksuche ab einem Druck von 100 hPa ermöglicht. Außerdem ist der Lecksucher so kompakt, dass er leicht unter den Kryostaten und den Strahlrohren des LHC zu manövrieren ist.