Kompetenzzentrum für Liquid Optical Clear Adhesives (LOCA)

Die TTEC GmbH hat in Bexbach mit der Unterstützung von H.B. Fuller | KÖMMERLING das LOCA Technology Center aufgebaut (Bild: H.B. Fuller I Kömmerling)

16.12.2020 Kompetenzzentrum für Liquid Optical Clear Adhesives (LOCA)

Seit Sommer 2020 ist das neue LOCA Technology Center für Flüssiglaminations-Technologie von TTEC in Betrieb, das in strategischer Partnerschaft mit  H.B. Fuller | KÖMMERLING  aufgebaut wurde.

TTEC hatte sich seit seiner Gründung 2010 zum Ziel gesetzt, neben den Kompetenzen im Bereich der industriellen Qualitätssicherung weitere Standbeine aufzubauen. Durch die Zusammenarbeit mit H.B. Fuller I KÖMMERLING im Bereich der Zubehörfertigung für Flüssiglaminat-Lösungen mit Gießharzen wurde bei TTEC das Interesse an den eigentlichen Anwendungen geweckt. Durch die Möglichkeit, Funktionen, Sicherheitseigenschaften und dekorative Elemente in transparente Oberflächen zu implementieren, ergibt sich eine Vielzahl von neuen Lösungsansätzen. TTEC bietet mit dem neuen LOCA Technology Center die Voraussetzungen, um neue Produkt- und Anwendungskonzepte vom Prototyp bis zur Serienreife zu entwickeln. H.B. Fuller I KÖMMERLING verfügt mit den Produktfamilien Ködiguard, Ködilan und Köraclear über Gießharze zur Herstellung von transparenten Verbundwerkstoffen. Damit lassen sich neben „klassischen“ Verbundgläsern auch Laminate aus Kunststoff/Glas sowie Kunststoff/Kunststoff fertigen. Im Gegensatz zu Folien, die ebenfalls als polymere Zwischenschicht in Verbundgläsern genutzt werden, gehen Liquid Optical Clear Adhesives eine chemische Bindung zur Oberfläche ein. Das Aushärten erfolgt dabei passiv und benötigt nicht die hohen Temperaturen und den hohen Druck des Laminierverfahrens mit Folien im Autoklavenprozess. Mit der der LOCA-Fertigungsmethode können die Laminate auch mit integrierten Funktionalitäten ausgestattet werden. Es können etwa sensible elektronische Komponenten in die Zwischenschicht eingebracht werden, was z.B. die Produktion von schaltbaren Gläsern oder Medienfassaden mit LEDs erlaubt. Zusätzlich bildet das Gießharz einen dreidimensional vernetzten Verbund, der sich durch eine hohe strukturelle Stabilität auszeichnet und die Lösungen für den Einsatz als Hochsicherheitsgläser qualifiziert – die zudem sehr dünn und leicht sind. Da die Liquid Optical Clear Adhesives flüssig verarbeitet werden, passen sie sich auch freien Geometrien an und es lassen sich  dreidimensional geformte Verbundlösungen realisieren. Der Anwendungsbereich der so entstehenden Verbundgläser ist riesig. Er reicht von hoch belastbaren Schutzscheiben für den Industrieeinsatz über architektonisch anspruchsvolle Objekte wie Glasbrücken oder Glasbalustraden bis hin zu Windschutzscheiben, Seitenfenstern oder Displaygläsern für die Automobilbranche. TTEC hat im Liquid-Composite-Kompetenzzentrum das notwendige Equipment installiert, um sowohl die 2K-Systeme als auch die 1K-UV-härtenden Lösungen zu verarbeiten.