Kautschukindustrie: Rohstoffe verfügbar, Kosten bleiben hoch

(Bild: Adobestock_m.mphoto)

04.08.2026 Kautschukindustrie: Rohstoffe verfügbar, Kosten bleiben hoch

Die deutsche Kautschukindustrie blickt etwas entspannter auf ihre Rohstoffversorgung. Bei den Kosten bleibt die Lage jedoch angespannt. Das zeigt die aktuelle Mitgliederumfrage des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk).

Die zuvor deutlich angespannten Erwartungen auf der Rohstoffseite haben sich – laut der Umfrageergebnisse – beruhigt. Die Unternehmen rechnen derzeit nicht mit kurzfristig drohenden Rohstoffengpässen. Die Situation bleibe jedoch hoch volatil – ebenso die Versorgungslage vor dem Hintergrund der anhaltenden Auseinandersetzungen rund um die Straße von Hormus. Zwar sei die Verfügbarkeit der benötigten Materialien aktuell überwiegend gesichert. Die Rohstoffpreise blieben jedoch unverändert hoch. Eine spürbare Entlastung auf der Kostenseite zeichne sich für die Unternehmen nicht ab. Eine deutliche Preisnachgabe bei den Rohstoffen erwarte die Branche mehrheitlich nicht.

Dieses Bild bestätigt auch der wdk-Rohstoffindex für eine typische Naturkautschuk-Mischung: Er ist zuletzt auf den höchsten Stand seit rund zwei Jahren geklettert. Für die Unternehmen bedeutet das, trotz gesicherter Versorgung, dauerhaft mit hohen Materialkosten kalkulieren zu müssen.

Vor diesem Hintergrund bleibt die Geschäftsentwicklung in der Branche insgesamt uneinheitlich: Während sich das Auslandsgeschäft positiv entwickelt, lahmt die Binnennachfrage. Von einer echten Erholung könne – nach Aussagen des wdk – noch nicht die Rede sein. Solange die Vorkosten die Unternehmen weiter belasten, bleibt die Lage fragil. Die Forderung: Man brauche schnell spürbare Entlastungen bei Energiekosten und Bürokratie am Standort Deutschland.

Lösungspartner

wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.
wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.

 

Zielgruppen

Einkauf, Unternehmensleitung