Gewindeeinsätze automatisiert kleben

ViscoTec (Bild: ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH)

03.07.2019 Gewindeeinsätze automatisiert kleben

Das automatisierte Insert Potting, von ViscoTec leistet optimiert die  Produktionsprozesse in der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Bei Inserts handelt es sich um Gewindeeinsätze, die in der Luft- und Raumfahrt in Leichtbau-Sandwichpaneele eingesetzt und anschließend geklebt werden. Über diese können die Paneele dann verschraubt oder diverse Bauteile befestigt werden. Die Anzahl solcher Inserts beläuft sich zum Beispiel bei einem Satelliten auf mehrere tausend Stück.

Der aktuelle Prozess sieht dabei folgendermaßen aus: In die Paneele werden Bohrungen gefräst, in welche die Inserts dann manuell gesetzt werden. Anschließend wird das Insert - ebenfalls manuell - von einem Werker mittels Kartusche über eine von zwei Bohrungen gefüllt. Sobald an der Entlüftungsbohrung Material austritt, stoppt der Werker den Materialaustrag.

Dieser Prozess bringt im Wesentlichen drei große Nachteile mit sich: Immenser Zeitaufwand für das manuelle Befüllen von mehreren tausend Inserts, hoher Materialverwurf durch starkes Nachdrücken des Materials und hohe Materialkosten durch Einsatz von Kartuschen

Mit der ViscoTec Dosiertechnik lässt sich der Befüllvorgang automatisiert abbilden. Die Dosierung erfolgt dabei absolut präzise, wodurch eine signifikante Menge Material eingespart werden kann. Außerdem kann die Materialbereitstellung aus Großgebinden erfolgen, was wiederum die Einkaufspreise senkt. Ein weiterer wichtiger Vorteil: Es fallen in der Regel keine neuen Spezifizierungen an, da keine Änderungen am eigentlichen Prozess vorgenommen werden.

Dabei kann entweder eine genau definierte Menge automatisiert eingebracht werden. Oder die Dosiermenge erfolgt individuell, beispielsweise mithilfe eines Kamerasystems: Das System erkennt, sobald Material an der Entlüftungsbohrung austritt, und gibt sofort das Stopp-Signal an die Dosiereinheit weiter.