Einfacher Einstieg in die automatisierte 2K-Dosierung

Beispiele für 2K-Vergussanlagen (Bild: DAV Tech Germany GmbH)

30.10.2026 Einfacher Einstieg in die automatisierte 2K-Dosierung

Vom manuellen Verguss zum reproduzierbaren Prozess: DAV Tech zeigt, wie Unternehmen mit modularen Dosiersystemen ihre Fertigung schrittweise automatisieren können, ohne direkt in eine komplexe Großanlage investieren zu müssen.

In vielen Produktionsbetrieben gehört die manuelle Verarbeitung von 2K-Materialien noch immer zum Alltag. Was bei kleinen Stückzahlen zunächst praktikabel erscheint, entwickelt sich mit steigenden Qualitätsanforderungen und Produktionsmengen häufig zum Engpass.
Schwankende Dosiermengen, Materialverluste, aufwändige Arbeitsschritte und die Abhängigkeit vom jeweiligen Bedienenden können die Prozesssicherheit beeinträchtigen. Dennoch scheuen viele Unternehmen den Schritt zur Automatisierung. Ein wesentlicher Grund: die Annahme, dass automatisierte Dosier- und Vergussanlagen zwangsläufig mit hohen Investitionen und komplexen Integrationsprojekten verbunden sind. Dabei muss der Einstieg in die automatisierte Dosierung weder kompliziert noch besonders kostenintensiv sein.

DAV Tech Germany setzt an dieser Stelle an. Mit modular aufgebauten 2K-Dosier- und Vergusssystemen bietet das Unternehmen Lösungen, die sich individuell an die Anforderungen des jeweiligen Fertigungsprozesses anpassen lassen. Denn nicht jeder Prozess benötigt von Beginn an eine vollautomatisierte Roboteranlage. Bereits die Automatisierung der Materialförderung, Dosierung und Mischung kann wesentliche Vorteile bringen. Während das Bauteil weiterhin manuell positioniert und der Dosiervorgang vom Mitarbeiter ausgelöst wird, übernimmt das Dosiersystem die reproduzierbare Bereitstellung der benötigten Materialmenge und des definierten Mischungsverhältnisses. Dadurch lassen sich manuelle Arbeitsschritte reduzieren, Dosierergebnisse vereinheitlichen und potenzielle Fehlerquellen minimieren. Steigen die Stückzahlen oder Anforderungen, kann der Automatisierungsgrad entsprechend erweitert werden. Beispielsweise durch die Integration in kartesische Systeme, Cobots oder Industrieroboter.

Die 2K‑Vergussanlagen von DAV Tech sind darauf ausgelegt, unterschiedliche Anforderungen an Materialversorgung, Aufbereitung, Dosierung und Automatisierung abzudecken. Harz und Härter können direkt aus den Originalgebinden gefördert werden. Das reduziert zusätzliche Umfüllprozesse und damit verbundene Handhabungsschritte. Temperaturgeregelte Materialführungen unterstützen die Verarbeitung temperaturempfindlicher oder hochviskoser Materialien. Elektrische Rührwerke sorgen bei entsprechenden Anwendungen für eine gleichmäßige Materialaufbereitung, während Ultraschallsensoren zur Überwachung der Materialversorgung eingesetzt werden können.

Für die volumetrische Förderung kommen servogesteuerte Zahnradpumpen zum Einsatz. Die beiden Komponenten werden über das DA-2K-Dosierventil zusammengeführt und je nach Materialanforderung mit statischen oder dynamischen Mischern verarbeitet. Bei geringen Dosiermengen, abrasiven oder scherempfindlichen Medien bietet die Exzenterschneckenpumpe eine technische Alternative. Durch den modularen Aufbau lässt sich die Systemkonfiguration an die jeweilige Anwendung anpassen. Von einem kompakten, manuell bedienten Dosierarbeitsplatz bis hin zur vollständig integrierten Automatisierungslösung.


Die Wirtschaftlichkeit einer automatisierten Dosierlösung wird häufig ausschließlich anhand der Investitionskosten beurteilt. Dabei bleiben wesentliche Faktoren des manuellen Prozesses unberücksichtigt. Entscheidend sind nicht nur die reinen Anschaffungskosten, sondern auch die laufenden Aufwendungen für Material, Personal, Nacharbeit und Qualitätssicherung. Insbesondere bei wiederkehrenden Dosier- und Vergussaufgaben können bereits kleine Verbesserungen eine spürbare wirtschaftliche Wirkung erzielen. Wird beispielsweise bei jedem Bauteil etwas zu viel Material aufgetragen, summiert sich dieser Mehrverbrauch über mehrere Tausend Bauteile. Hinzu kommen mögliche Kosten durch fehlerhafte Mischungsverhältnisse, Ausschuss oder zeitaufwendige Nacharbeiten.

Ein automatisierter Dosierprozess kann hier an mehreren Stellen ansetzen: durch definierte Dosiermengen, reproduzierbare Mischungsverhältnisse, kontrollierte Materialbereitstellung und reduzierte manuelle Eingriffe. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Was kostet eine automatisierte Dosieranlage? Sondern: Was kostet uns der heutige manuelle Prozess tatsächlich? Vor einer Investitionsentscheidung empfiehlt DAV Tech, den bestehenden Dosierprozess genauer zu betrachten. Welche Arbeitsschritte erfolgen heute manuell? Wo entstehen Materialverluste oder Qualitätsabweichungen? Welche Prozessschritte lassen sich mit geringem technischem Aufwand automatisieren? Auf dieser Grundlage kann eine passende Lösung entwickelt werden, deren Investitionsumfang sich am tatsächlichen Bedarf orientiert. Denn nicht immer ist eine vollständig automatisierte Anlage die wirtschaftlich sinnvollste Antwort. Häufig liegt das größte Potenzial bereits in der zuverlässigen Automatisierung einzelner Prozessschritte.

Lösungspartner

DAV Tech Germany GmbH

Zielgruppen

Einkauf, Konstruktion & Entwicklung, Produktion & Fertigung, Qualitätssicherung, Unternehmensleitung