Beratung zum Thema Korrosionsschutz

Infografik zum Korrosionsschutz (Bild: VTH Verband Technischer Handel e.V.)

26.10.2026 Beratung zum Thema Korrosionsschutz

Korrosionsschutz ist in Industriebranchen unverzichtbar, in denen Anlagen extremen Umweltbedingungen, aggressiven Chemikalien oder hohen Sicherheits- und Hygienestandards unterliegen. Die Beratung durch einen Technischen Händler spart – nach Informationen des VTH Verband Technischer Handel e. V. – Kosten und Zeit und umgeht Probleme und Risiken.

Ohne Schutzmaßnahmen vor Rostfraß drohen vielen Betrieben Anlagenausfälle und in der Folge finanzielle Verluste. Gleichzeitig gehen von Korrosion Gefahren für Mensch und Umwelt aus. In der Chemie- und Prozessindustrie kommen die Anlagen ständig mit Säuren, Laugen, Gasen und Lösungsmitteln bei oft extremen Temperaturen und Drücken in Kontakt, was ungeschützt zu ihrer Zersetzung führt. Durch Rost bedingte Undichtigkeiten an Verbindungen, Rohren oder Reaktoren können dann zur Freisetzung giftiger oder explosiver Stoffe führen.

Allein in Deutschland verursacht Korrosion jährliche Verluste von schätzungsweise über 100 Mrd. €. [1]. Die Kosten nehmen dabei im Vergleich zu früheren Zeiten zu, obwohl moderne Technologien den Schutz einzelner Bauteile erheblich verbessert haben. Dieser scheinbare Widerspruch liegt u.a. an einer alternden Infrastruktur an vielen Industriestandorten. Gezielter Schutz spart somit hohe Ausgaben für Instandhaltung und Ersatzkäufe. Hinzu kommt: Wenn Materialien länger halten, wird weniger Rohstoff verbraucht und es entsteht weniger Industrieschrott.

Der Technische Handel unterscheidet im Wesentlichen zwischen aktivem und passivem Korrosionsschutz. Beim aktiven Korrosionsschutz greift man direkt in die chemischen oder elektrochemischen Abläufe ein, um Rost aktiv zu verhindern. Das geschieht z. B. durch den Einsatz von Opferanoden. Hier korrodiert ein weniger edles Material anstelle des Hauptmetalls und schützt dieses vor Rosten. Der passive Korrosionsschutz dagegen trennt das Metall mit einer entsprechenden Beschichtung von der Umwelt. Es findet keine chemische Reaktion statt. Klassische Beispiele sind Lackierungen mit Anstrichen oder Sprays, Kunststoffbeschichtungen, Verzinnungen oder das regelmäßige Einfetten von Bauteilen.

In der Praxis sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Daher kann es ratsam sein, sich von einem Technischen Händler in Zusammenarbeit mit einem VTH-Qualitätspartner beraten zu lassen. Er analysiert die Umweltbedingungen wie Luftfeuchtigkeit oder Chemikalienkontakt sowie die mechanische Belastung. Abhängig vom spezifischen Metall und der gewünschten Schutzdauer wählt er die geeignete Methode aus. Gegebenenfalls empfiehlt er für bereits angegriffene Teile vorab Produkte oder Verfahren, um den Rost vollständig zu entfernen. Die Produktauswahl macht er auch davon abhängig, wie der Schutz aufgetragen werden soll und wie die zu schützenden Teile gelagert oder transportiert werden. Schließlich kennt er relevante Regelwerke und Vorgaben wie die REACH-Verordnung, die DIN EN ISO 12944 oder DIN EN ISO 1461.

[1] www.gielisch.de/news/detail/korrosionsschaeden-im-fokus: 110 bis 140 Milliarden Euro (2019)

Lösungspartner

VTH Verband Technischer Handel e.V.

Zielgruppen

Einkauf, Instandhaltung, Konstruktion & Entwicklung, Qualitätssicherung