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TPU 93 Shore A – Fall gelöst?

(Bild: AI generiert )

09.09.2026 TPU 93 Shore A – Fall gelöst?

Wie sich ein TPU mit überschaubarer Laborausstattung erstaunlich weit charakterisieren lässt – und warum einfache Prüfungen erst im Zusammenspiel ihre volle Aussagekraft entwickeln

von René Hochfellner (Sampo GmbH)

Zwei TPU-Werkstoffe, beide 93 Shore A, wirken auf dem Datenblatt nahezu gleich. Im Bauteil kann der eine jedoch schnell zurückfedern, während der andere die Energie dämpft. Der eine bleibt bei Kälte beweglich, der andere versteift. Wie lässt sich dieser Unterschied erkennen, wenn keine DMA(Dynamisch-mechanische Analyse) und keine umfassende thermische Analytik zur Verfügung stehen? Die Antwort liegt nicht in einem einzelnen Messwert, sondern im richtigen Lesen der Spuren.

08:17 Uhr – Tatort Labor
Auf dem Labortisch liegen zwei äußerlich identische Prüfkörper – keine Rezeptur, keine Materialbezeichnung, nur die Angabe: 93 Shore A. Zur Verfügung stehen ein Härteprüfgerät, eine Universalprüfmaschine, ein Rebound-Pendel, eine Vorrichtung für den Druckverformungsrest und ein Abriebprüfgerät. Dazu kommen eine Kühltruhe und ein Laborofen. Für eine vollständige chemische Identifikation reicht diese Ausstattung nicht – für ein erstaunlich belastbares Werkstoffprofil durchaus. Denn jede Prüfung stellt dem Material eine andere Frage. Erst aus den Antworten entsteht ein Gesamtbild.

Lösungspartner

Sampo GmbH
Sampo GmbH

 

Zielgruppen

Einkauf, Konstruktion & Entwicklung, Qualitätssicherung