Tendenz zur 3D-Inline-Inspektion von Kleb- und Dichtstoffraupen

3D-Inline-Inspektionssystem Predator 3DTM (Bild: Coherix Europe GmbH)

16.09.2019 Tendenz zur 3D-Inline-Inspektion von Kleb- und Dichtstoffraupen

Technologievergleich von Inspektionslösungen für Strukturklebungen und Flüssigdichtungen in der Automobilindustrie

von Christian Schauer (Coherix Europe GmbH)

Von der Qualität von Kleb- und Dichtstoffraupen können Funktion und Sicherheit von Fahrzeugen abhängen. Mit 3D-Inline-Inspektionssystemen kann man diese wirtschaftlich und sicher überprüfen

Im Karosserie- und Chassisbereich gewinnt Aluminium an Bedeutung, da die Hersteller die Kraftstoffeffizienz ihrer Fahrzeuge verbessern wollen, ohne dass die Integrität oder Leistung des Fahrzeugs zu sehr beeinträchtigt wird. Dünnwandige Aluminiumbauteile sind aber nur schwer zu schweißen, ganz zu schweigen von der Verbindung zweier unterschiedlicher Materialien wie Aluminium und Stahl. Deshalb nimmt der Anteil von strukturellen Klebverbindungen als Fügetechnik in der Automobilbranche stetig zu. Und dabei gilt es sicherzustellen, dass die richtige Menge Strukturkleber an den richtigen Stellen aufgetragen wird, denn das ist entscheidend für die Steifigkeit der Fahrzeugkarosserie.

In der Antriebsstrang- und Fahrzeug-Endmontage wird eine beträchtliche Menge an In-situ Flüssigdichtungen – Formed-In-Place-Gaskets (FIPG) – aufgebracht, um die gewünschte Dichtungsleistung sicherzustellen. Weder „zu viel“ noch „zu wenig“ ist hier akzeptabel. Moderne Dosieranlagen sind typischerweise mit Durchfluss- oder Dosiermessgeräten ausgestattet, um das Gesamtvolumen des aufgetragenen Materials zu messen. Diese Methode sagt jedoch nichts darüber aus, wieviel Material wo genau aufgebracht wird. Und angesichts der Dynamik des Dosierprozesses, ausgelöst durch Viskositäts- und Temperaturschwankungen, ggf. durch Blasen, die durch den Fasswechsel eingebracht werden, usw. ist eine direktere Inline-Inspektionstechnologie (Bild 1) für die Kleb- und Dichtstoffdosierung erforderlich.