Blick in einen Heißluftofen. Die Probekörper werden an Ständern aufgehängt, sodass sie allseitig von Luft umströmt werden können. Die abgeschnittenen Ecken dienen zur eindeutigen Identifizierung der Probekörper (Bild: OPR Group GmbH)
10.03.2026 Prüfverfahren praxisgerecht anwenden
Teil 10: Vom Labor zur Lebensdauer – Heißluftalterung als Schlüssel zur Bauteilprognose
Ohne die richtigen Mess- und Prüfverfahren sind Entwicklungen im Bereich der Dichtungstechnik schwierig oder unnötig teuer. Diese Serie zeigt, wie man anhand klassischer und innovativer Verfahren zu relevanten und/oder hilfreichen Daten kommt.
Die Heißluftalterung an sich ist – streng genommen – keine eigene Prüfmethode, sondern eine thermische Vorbehandlung von Probekörpern oder Fertigteilen. Nach Alterung in Heißluft werden diese dann mit klassischen Prüfmethoden wie Härteprüfung, Zugversuch oder Druckverformungsrest (DVR) untersucht. Der Grad der Alterung lässt sich schließlich durch Vergleich von Prüfergebnissen nach Alterung mit den Ausgangswerten ermitteln.
„Die Wärmealterung ist immer die Grundlage zur Beschreibung der Wärmebeständigkeit eines Elastomers, angefangen von der Kurzzeitprüfung von 24 h oder 72 h bis hin zu Lebensdauerprüfungen über mehrere Monate“ Bernhard Richter, Geschäftsführer
