
Typische Anwendungen sind Versteifungsprofile, Paneele, Rahmen, Verkleidungen sowie Bauteile im Fahrzeug-, Geräte- und Anlagenbau (Bild: 3M)
09.09.2026 Neue Technologien für strukturelle Verbindungen
Neue Klebebänder erweitern den konstruktiven Spielraum
Doppelseitige Klebebänder übernehmen in industriellen Konstruktionen zunehmend tragende Funktionen. Neben der eigentlichen Verbindung können sie Lasten verteilen, Schwingungen dämpfen, Bauteiltoleranzen ausgleichen oder sehr dünne, hochfeste Klebfugen ermöglichen. Es stehen neue, technologisch unterschiedliche Systeme zur Verfügung, die den Abstand zwischen klassischen Haftklebebändern und strukturellen Flüssigklebstoffen verkleinern.
Dabei handelt es sich nicht um unmittelbar austauschbare Produkte: 3M VHB Tape Max ist ein druckempfindliches, viskoelastisches Acrylatschaum-Klebeband. tesa L-Tape 869x ist ein lichtaktiviertes, reaktives Strukturklebeband. Die Auswahl richtet sich deshalb nicht allein nach der maximalen Festigkeit, sondern nach Bauteilgeometrie, Lastfall, Toleranzen, Werkstoffen und Fertigungsprozess.
Höhere Lastübertragung
bei flächigen Verbindungen Die VHB Tape Max Serie erweitert das bekannte Prinzip der Acrylatschaum-Klebebänder in Richtung höherer mechanischer Festigkeit. Nach Herstellerangaben erreicht sie mindestens die doppelte Festigkeit ausgewählter Standard-VHB-Klebebänder. Die höhere Festigkeit kann deshalb schmalere Kleblinien und kleinere Klebflächen ermöglichen.

