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Kleben fördert die Faulheit…oder zumindest die Bequemlichkeit

(Bild: AI-generiert)

09.09.2026 Kleben fördert die Faulheit…oder zumindest die Bequemlichkeit

von Thomas Stein (IMTS Interims Management Thomas Stein)

das ist sicher – bewusst und gewollt! – etwas überzeichnet, trifft aber den Kern der Sache sehr gut. Manches, was unser Leben im Alltag angenehm und komfortabel macht, setzt funktionierendes Kleben voraus.

Beispiel gefällig? Gerne: Wer in den warmen Sommertagen seinen Garten bewässert, sei es per Gießkanne oder per Schlauch, wünscht sich spätestens bei der ersten Stechmücken-Attacke, dass das alles „automatisch gehen würde“, während man sich selbst ein Kaltgetränk gönnt. Und das geht tatsächlich! – nicht zuletzt aufgrund der um sich greifenden Vernetzung in Haus und Garten. Was gibt es heute nicht alles an Technik, das den Vornamen „Smart“ trägt – inklusive einem Hinweis auf die mögliche Vernetzung und App-Steuerung. Wobei speziell bei Außenanwendungen höchste Anforderungen an die zum Einsatz kommenden Geräte gestellt werden. Die Steuerungselektronik muss nicht nur sicher fixiert, sondern auch vor Umwelteinflüssen wie Wind, Nässe und Temperaturveränderungen dauerhaft geschützt werden. Die Gehäusematerialien müssen mit den unterschiedlichen Umweltbedingungen zurechtkommen und die verwendeten Kleb- und Dichtmaterialien selbstverständlich ebenfalls.

Jüngst hat einer der großen Player in der Gartenbewässerung eine Sensor­einheit vorgestellt, deren Kern in einem geklebten Gehäuse vor Wind und Wetter geschützt wird. So weit, so gut. Weder das Kleben von Kunststoffgehäusen noch das Schützen von Sensoren durch Klebstoff oder Vergussmaterialien ist wirklich neu. Aber das Beispiel zeigt sehr schön, wie geklebte Teile in unserem Alltag angekommen sind. Oft ist das Privatleuten nicht wirklich bewusst. Wir, die wir uns beruflich mit Kleben beschäftigen, freuen uns natürlich darüber. Warum? Alle diese dauerhaft funktionierenden Anwendungen zeigen, dass sich jemand in der Konstruktion früh Gedanken gemacht hat, welche Schutzanforderungen benötigt werden oder gar gefordert sind. Er hat abgewogen, wie diese Forderungen erfüllt werden können, hat die denkbaren Materialkombinationen für das Gehäuse ausgesucht, getestet und sich für eine entschieden. Hier kommt übrigens ABS zum Einsatz – und das Gleiche gilt für das Fügeverfahren, das zum Einsatz kommen soll – hier das Kleben.

Übrigens: Es geht beim Einsatz dieser smarten, also durch Sensoren gesteuerten Bewässerungssysteme keineswegs „nur“ um Bequemlichkeit. Nein – diese Systeme gehen auch mit der Ressource „Wasser“ besonders sparsam um, denn die Sensoren werden nahe der Pflanzenwurzel positioniert, messen die Bodenfeuchte und geben die Information an die steuernde App weiter, sodass gezielt bewässert wird. Ein schönes Beispiel für angewandten Umweltschutz dank Klebtechnik, denn ohne funktionierenden Klebstoff und die richtige Applikation gibt es keinen dauerhaft funktionierenden Sensor. Für die Klebstoff-Spezialisten unter uns: Es kommt hier ein 2K-MMA-Klebstoff zum Einsatz, der den Sensor langzeitstabil im Gehäuse fixiert und die Gehäuseteile dauerhaft und dicht verbindet. Ausgedacht hat sich diese clevere Lösung ein für besondere Lösungen in der Branche bekannter Mittelständler – manchmal schlägt Anwendernähe tatsächlich schiere Größe.

Man sieht: „Kleber“ gehen mit anderen Augen durch den Bau- und Gartenmarkt und finden dann solch pfiffige Klebstoffanwendungen.

Thomas Stein, Inhaber, IMTS Interims Management
„In vielen Bereichen basieren Komfort und zunehmend auch umweltbewußtes Verhalten auf der Fügetechnik Kleben. Wenn man genau hinschaut, wird man diesbezüglich quasi täglich überrascht.“ Thomas Stein, Inhaber, IMTS Interims Management

Lösungspartner

IMTS Interims Management Thomas Stein
IMTS Interims Management Thomas Stein

 

Themen

Kleben

Zielgruppen

Einkauf, Instandhaltung, Konstruktion & Entwicklung, Produktion & Fertigung, Qualitätssicherung, Unternehmensleitung, Vertrieb