
(Bild: Plasmatreat GmbH)
17.06.2026 „In Deutschland haben wir ein gutes Umfeld für Innovationen.“
Einordnung, Potenziale, Ausblick – aus dem Blickwinkel der Plasmatechnik
Innovation: Dieser Begriff wird heute teilweise inflationär für Produkte, Technologien etc. gebraucht, aber auch in dem Kontext verwendet, dass sie in Deutschland immer mehr zur Mangelware wird. Letzterer Aussage widersprach Magnus Buske, Geschäftsführer der Plasmatreat GmbH, im Gespräch dann aber doch deutlich – eine Annäherung an ein großes Thema.
Fangen wir doch direkt mit dem Begriff an: Was bedeutet Innovation in der industriellen Kleb- und Dichttechnik?
Buske: Innovation bezieht sich hier meines Erachtens weniger auf Produkte, sondern vor allem auf Prozesse und Anwendungen. Da Produkte heute immer kürzere Entwicklungszyklen haben, entstehen laufend neue Anwendungen – insbesondere in der Elektronik- und Automobilindustrie. In diesem Zusammenhang spielen dann die Themen neue Prozesse und Prozesskontrolle eine immer größere Rolle, um Ausschussraten zu reduzieren und die Produktivität zu maximieren. Hier liegen dann die eigentlichen Innovationen – was man auch an den Stärken der Atmosphärendruck-Plasmatechnologie, die zur Vorbehandlung vor Kleb- oder Dichtprozessen eingesetzt wird, sehen kann: Die einfache und schnelle Integration in bestehende oder neue Prozesse – ohne zusätzliche Abluftstrecken – ermöglicht einen sicheren und reproduzierbaren Ablauf gemäß der immer kürzeren Taktzeiten der Produktionsanlagen. Für mich ist Innovation also eine Lösung, die signifikate Vorteile ermöglicht oder bestehende Probleme effektiv beseitigt.

„Produktinnovationen sind immer kurzlebiger, viel wichtiger sind heute innovative Fertigungsprozesse.“ Magnus Buske

