Feuchte Dämmstoffe dämmen nicht!

Struktur der unterschiedlichen Dämmstoffarten (Bild: Armacell)

30.10.2019 Feuchte Dämmstoffe dämmen nicht!

Unterschiedliche Dämmstoffe im Vergleich

von Georgios Eleftheriadis (Armacell Deutschland)

Die Funktion eines Dämmstoffs kann durch Feuchtigkeit stark herabgesetzt werden. Feuchte Isolierungen sind so nutzlos wie ein nasser Wollmantel im Winter. Die Folgen der Feuchteaufnahme sind nicht nur höhere Energieverluste, sondern auch ein erhöhtes Korrosionsrisiko unter der Dämmung (CUI) und die Gefahr hoher Wartungs- und Reparaturkosten. Wie gut unterschiedliche Dämmstoffe vor unzulässiger Durchfeuchtung geschützt sind, zeigen nachfolgende Untersuchungen.

Wie halten Pinguine die eisigen Temperaturen in der Antarktis aus? Wie überleben Eisbären Temperaturen von bis zu -50 °C im Nordpolarmeer? Beide Tierarten profitieren von einem physikalischen Prinzip, das in der Tierwelt vielfach zum Einsatz kommt: Ihr Gefieder bzw. ihr Fell sind so gestaltet, dass die Haare bzw. Federn Luft einschließen. Und eine Vielzahl kleinster, abgeschlossener Lufträume schützt ideal gegen Wärmeverluste. Die ruhende, z.T. eingeschlossene Luft bewirkt die wärmedämmende Eigenschaft des Eisbärenfells. Menschen haben sich dieses Prinzip nicht nur bei ihrer Winterkleidung (z.B. in Form der modernen Daunenjacke) zunutze gemacht, auch der bauliche Wärmeschutz beruht auf der Anwendung dieses Prinzips.