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13.09.2017
Deutsche Klebstoffindustrie auf Wachstumskurs

Die deutsche Klebstoffindustrie hat – nach Aussagen des Industrieverbands Klebstoffe e.V. (IKV) – im Geschäftsjahr 2016 mit allen Klebstoffsystemen einen Umsatz von 3,7 Mrd. € erzielt. Damit wurde die Wachstumsprognose von 1,2% nominal erfüllt. Auch der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung ist positiv.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Branche ein nominales Umsatzwachstum von mind. 2%. Wesentlicher Wachstumstreiber ist dabei die gute Konjunktur in der Bauindustrie. Weltweit werden mit Kleb- und Dichtstoffen, zementären Baustoffen sowie Klebebändern jährlich etwa 61 Mrd. € umgesetzt. Mit einem globalen Marktanteil von rund 19% ist die deutsche Klebstoffindustrie Weltmarktführer. Auch in Westeuropa belegt die Branche - mit einem Klebstoffverbrauch von 27% und einem Klebstoffproduktionsanteil von 34% - jeweils die ersten Plätze. Neben dem Inlandsumsatz von 2,1 Mrd. € werden aus Deutschland heraus Exporte im Wert von rund 1,7 Mrd. € getätigt, weitere 8,1 Mrd. € Umsatz generieren deutsche Klebstoffhersteller lokal aus ihren ausländischen Produktionswerken. Die gemessen am Produktionsumfang  bedeutendsten Produkttypen in 2016 waren Dispersionsklebstoffe. Dahinter folgen reaktive Klebstoffsysteme und Schmelzklebstoffe.  Zu den wichtigsten Absatzmärkten für Klebstoffe zählen die Bereiche Papier/Verpackung, Fahrzeugbau, Holz, Elektronik und Bau. In 2016 haben die Umsätze – mit Ausnahme der grafischen Industrie – in allen anderen Sektoren zufriedenstellend zugelegt. Im Holz- und Baugewerbe konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 bzw. 2,6% gesteigert werden. Der Bereich Elektrische und Optische Anlagen, der in Deutschland um 1,1% gewachsen ist, ist für die Klebstoffindustrie von hoher globaler Bedeutung. Für das laufende Wirtschaftsjahr erwartet die deutsche Klebstoffindustrie eine Fortsetzung der konjunkturellen Dynamik. Die globale Wirtschaft befindet sich trotz einer langen Liste von Risikofaktoren auf einem robusten Wachstumskurs. Ein ähnlich positives Bild zeigt sich in den Abnehmerindustrien für Klebstoffe. Der IVK geht von einem nominalen Umsatzwachstum von mindestens 2% aus und rechnet mit ca. 3,8 Mrd. Gesamtumsatz für die deutsche Branche. Eine Herausforderung sind die weiterhin anziehenden Rohstoffpreise. Die Versorgungslage bei wichtigen Basisrohstoffen ist zwar überwiegend gut, bei einigen Zwischenprodukten gibt es jedoch Force Majeures-Meldungen – vor allem bei Isocyanaten und Rohstoffen für Polyurethanklebstoffe ist es zu Verknappungen gekommen.

13.09.2017
CEO-Wechsel bei Victrex

Jakob Sigurdsson hat seine Arbeit als designierter CEO von Victrex aufgenommen und wird am 1. Oktober 2017 Dave Hummel, der nach 24 erfolgreichen Jahren als CEO in den Ruhestand geht, ablösen.

Fokussierte Wachstumsstrategien für neue, aufstrebende Märkte und Anwendungen zu entwickeln, ist ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie des Unternehmens, einem Weltmarktführer von Lösungen auf Basis von Hochleistungspolymeren. Der Fokus auf die weitere Umsetzung der Strategie, die sich von Polymeren über Folien, Rohre und UD-Tapes bis hin zu ausgewählten Bauteilen erstreckt, wird auch unter dem neuen CEO beibehalten werden. David Hummel wird am 30. September 2017 als CEO zurücktreten und als Executive Director bis Februar 2018 tätig bleiben.

Victrex Europa GmbH, Jakob Sigurdsson.
13.09.2017
Neu: Industrietechniker für Additive Fertigung

Auf der Fakuma präsentiert das SKZ die neu entwickelte Weiterbildung zum Industrietechniker für Additive Fertigung. Der in seiner Art weltweit einzigartige Praxislehrgang wird in Zusammenarbeit mit der IHK Würzburg-Schweinfurt durchgeführt.

In der Kunststoffbranche verbreitet sich das 3D-Druck-Fieber. In zahlreichen Firmen hat die Additive Fertigung bereits Einzug gehalten, vereinzelt wurden sogar ganze Fachabteilungen aufgebaut. Die Frage, ob in naher Zukunft neben den etablierten Verarbeitungsmaschinen in der Produktion auch 3D-Drucker stehen werden, stellt sich nicht mehr. Dennoch birgt die neue Technologie Risiken für die Unternehmen – zu diesem Ergebnis kommt auch der „Global 3D printing Report 2016“ der Ernst & Young GmbH. Das größte Risiko sehen die Firmen demnach mit rund 40% bei den relativ hohen Einführungskosten. An zweiter Stelle führt der Report die geringe Expertise und das fehlende Fachpersonal mit ungefähr 30% an. Betrachtet man die Weiterbildungslandschaft in Deutschland, so ist es erstaunlich, dass es für den Bereich der Additiven Fertigung kaum qualifizierende Aus- bzw. Weiterbildungsberufe gibt. Speziell im Hinblick auf den Deutschen Qualifikationssrahmen (DQR) fehlen bundesweit die Angebote. Hier setzen SKZ und IHK mit der Einführung des „Geprüften Industrietechnikers für die Additive Fertigung“ an.
Das Lehrgangskonzept deckt die komplette Verarbeitungskette von der Bauteilauslegung und Konstruktion über die Fertigung bis zur Qualitätssicherung ab. In den neun Monaten Vollzeitunterricht erfolgt ein Rundumblick über Kunststoffe, Metalle, Glas, Verbundwerkstoffe, aber auch über Keramiken sowie deren Verarbeitung. Ergänzt wird dies durch weitere Lehrinhalte wie Betriebsorganisation und Produktionsmanagement, insbesondere im Hinblick auf Industrie 4.0. Vor allem der hohe praktische Anteil der Weiterbildung in den Technika des SKZ gewährleistet eine direkte Umsetzung der theoretisch vermittelten Inhalte in die Praxis.Die
Industrietechniker entwickeln und koordinieren Lösungen für komplexe Fertigungsaufgaben, die erweiterte technische Kenntnisse und praktische Fertigkeiten in Produktion und Automatisierung verlangen. Zum Aufgabenspektrum gehört außerdem das Planen, Durchführen und Optimieren technischer Prozesse wie Konstruktion, Fertigung, Inbetriebnahme und Service. Dabei müssen wirtschaftliche, rechtliche, energetische, umweltbezogene sowie sicherheitsrelevante Kriterien beachtet werden. Ebenso umfasst der Tätigkeitsbereich des Technikers Fachrichtung Additive Fertigung das Planen und Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen.

SKZ-KFE gGmbH, Industrietechniker für Additive Fertigung.
06.09.2017
Viscotec/ ViscoTec India Pvt. Ltd.

Mit der ViscoTec India Pvt. Ltd. hat die ViscoTec Pumpen- u. Dosiertechnik GmbH – neben Niederlassungen in den USA, Singapur und Shanghai – ihre vierte Niederlassung weltweit eröffnet. Niederlassungsleiter und Ansprechpartner vor Ort ist Vivek Ghewari.

Geplant ist die Niederlassung vor allem als Vertriebs- und Serviceorganisation mit dem Ziel der Markterschließung.

ViscoTec Pumpen- und Dosiertechnik GmbH, India Pvt. Ltd.
04.09.2017
Verschmelzung

Das Handels-, Service- und Industriedienstleistungsunternehmen ERIKS hat zum 1.09.2017 seine deutschen Gesellschaften zur ERIKS Deutschland GmbH zusammengeführt.

Folgende ERIKS-Gesellschaften sind zum 1. September 2017 zur ERIKS Deutschland GmbH zusammengeführt worden: ERIKS NordWest GmbH, ERIKS NordOst GmbH, ERIKS West GmbH, ERIKS SüdWest GmbH, ERIKS Bayern GmbH, ERIKS Nord GmbH, ERIKS Hessen GmbH, ERIKS GmbH, Maag Technic GmbH, ERIKS Industriedichtungen GmbH. Folgende Unternehmen sind nicht in die ERIKS Deutschland GmbH übergegangen, gehören jedoch weiterhin zur ERIKS Unternehmensgruppe: AMG-PESCH GmbH, schmitztechnik GmbH sowie Siekmann Econosto GmbH & Co. KG. Mit der Verschmelzung der deutschen Tochtergesellschaften geht eine umfassende Umstrukturierung einher. So hat man neben den 21 Regional-Centern bundesweit ausgerichtete, einheitlich aufgebaute Produktbereiche eingeführt. Diese Business Units (Dichtungs- und Polymertechnik, Arbeitsschutz und Betriebsunterhalt, Flachdichtungen, Industrieschlauchtechnik, Hydraulik und Pneumatik, Wälzlager/Mechanische Antriebstechnik, Elektrische Antriebstechnik, Industriearmaturen und Regeltechnik) sollen künftig dazu beitragen, Kunden standort- und regionsunabhängig mit umfassender technischer Expertise zu betreuen. Die Unternehmensstrukturen sind vereinheitlicht, interne Prozesse optimiert worden. Darüber hinaus wurde zusätzliches Personal eingestellt, wie z.B. Application Engineers für die Fachberatung der Kunden.

25.08.2017
Olav Davis leitet das F.E.D. Zentrum von Tartler

Nachdem in den letzten Wochen auf rund 120 m2  alle baulichen, technischen und personellen Voraussetzungen für die Arbeit an Neuentwicklungen auf dem Gebiet der Niederdruck-Misch- und Dosiertechnik geschaffen wurden, konnte nun für die Leitung des F.E.D.- Zentrums der Branchen-Experte Olav Davis gewonnen werden.

Die Gründung des neuen F.E.D.-Zentrums in Michelstadt hat für die Unternehmensgruppe Tartler hohe strategische Relevanz. Denn damit bündelt der Anlagenbauer nicht nur all seine Entwicklungs- und Forschungsprojekte an einer Stelle, sondern bietet seinen Kunden auch erweiterte Möglichkeiten für die Demonstration serienreifer Prozess- und Systemlösungen. Mit dem F.E.D.- Zentrum ist man nun auch in der Lage, den Kunden alle Prozessabläufe lückenlos live und unter 1:1-Realbedingungen vorzuführen. Optimierungspotenziale lassen sich so direkt vor Ort an laufenden Anlagen demonstrieren. Ob Formen- oder Modellbau, ob Automobil- oder Bootsbau, ob Windflügel-Herstellung oder Elektroverguss – der Kunde kann auf diese Weise sofort erkennen, welche positiven Impulse die Forschungsarbeit für seine Verarbeitungsprozesse hat.

Tartler GmbH, Leiter F. E. D. Zentrum.
24.08.2017
Weiterbildungskooperation

Innotech ist offizieller Kooperationspartner des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM Bremen und führt zwei anerkannte Weiterbildungen zum DVS®/EWF-Klebpraktiker und zur DVS®/EWF-Klebfachkraft durch.

Normen wie die DIN 2304 fordern Personalqualifizierung zum Thema Kleben. Wenn die Klebtechnik zur Anwendung kommt, werden oft viele Fehler gemacht, die zu einer starken Qualitätsminderung führen. Das gesamte Klebsystem (Materialauswahl, Sauberkeit, Klebstoff, Oberflächenbehandlung u.v.m.) muss bei einer Klebung berücksichtigt werden. Die Mitarbeiter sehen aber häufig nur den Klebstoff - und können so andere Fehlerquellen oft nicht richtig einschätzen. Aus diesem Grund bietet Innotech in seinen Räumlichkeiten die beiden Weiterbildungen an.

Innotech GmbH, Weiterbildung.
23.08.2017
25 Jahre beim IKV

Ansgar van Halteren ist seit 25 Jahren Geschäftsführer beim Industrieverband Klebstoffe (IVK). Während seiner Amtszeit trieb er den systematischen Auf- und Ausbau des Verbandes zu einer interdisziplinären 360°-Kommunikationsplattform der Klebtechnik voran. Dabei war es ihm ein wichtiges Anliegen, eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie zu etablieren.

Dank seines Einsatzes gilt der IVK heute in Deutschland wie auch im globalen Wettbewerbsumfeld als der größte Klebstoffverband. Im Hinblick auf sein Service-Portfolio gilt der IVK ebenfalls als der weltweit führende nationale Verband auf dem Gebiet der Klebtechnik.

IKV, van Halteren.
23.08.2017
Forschungsvorhaben: 3D-Druck von Hart-Weich-Verbunden

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens werden am SKZ grundlegende Erkenntnisse zur additiven Fertigung von Mehrkomponentenbauteilen erarbeitet. Schwerpunkte sind dabei u.a. die Gestaltung des Verbundbereichs, die Prozessführung sowie die Charakterisierung des Haftungsverhaltens.

Das Mehrkomponenten-Spritzgießen von Hart-Weich-Verbunden, bei dem eine Hartkomponente mit einem thermoplastischen Elastomer überspritzt wird, ist in der Kunststoffindustrie seit vielen Jahren etabliert. Bei den additiven Fertigungsverfahren haben sich Mehrkomponentenbauteile für technische Anwendungen jedoch noch nicht durchgesetzt. Allerdings eröffnet die Verarbeitung von mehreren Materialien innerhalb eines Bauteils in der additiven Fertigung neue Freiheitsgrade und immense Innovationspotenziale hinsichtlich Design, Teilegestaltung, Funktionsintegration und kosteneffizienter Produktion. Am SKZ (Süddeutsches Kunststoffzentrum) wurde ein neues Forschungs-Vorhaben begonnen, in dem grundlegende Erkenntnisse zu diesem Thema erarbeitet werden.

Um additiv gefertigte Hart-Weich-Verbunde herzustellen, bieten sich insbesondere das Fused Deposition Modelling bzw. Fused Layer Modelling (FDM/FLM) und das Arburg Kunststoff-Freiformen (AKF) an. Dabei entsteht das Bauteil durch schichtweises Ablegen von Kunststoffsträngen auf einer Bauplattform. Diese Verfahren haben die Marktführerschaft bezüglich der Anzahl verkaufter Maschinen eingenommen und stellen sowohl technisch als auch wirtschaftlich eine einfach umsetzbare Technologie zur Herstellung additiv gefertigter Mehrkomponentenbauteile bereit. Darüber hinaus existiert auf der Materialseite ein großer Anbietermarkt mit einem vielfältigen Angebot. Im Bereich der Mehrkomponentenverarbeitung mittels additiver Fertigungsverfahren besteht allerdings noch dringender Handlungsbedarf – insbesondere bei der Gestaltung des Verbundbereichs, bei der Fertigungsstrategie und der Prozessführung sowie bei der Charakterisierung des Haftungsverhaltens. Die Projektergebnisse und die im Forschungsvorhaben entwickelten Methoden sollen die fehlenden Grundlagenkenntnisse zur Herstellung serientauglicher Mehrkomponententeile mit reproduzierbaren Eigenschaften und Bauteilqualitäten liefern. Hierbei profitieren die beteiligten Unternehmen durch neue Erkenntnisse hinsichtlich reproduzierbarer Prüfmethoden, optimaler Materialauswahl sowie fertigungsgerechter Bauteilauslegungen und Baustrategien. Das IGF-Vorhaben 19607 N der Forschungsvereinigung des SKZ wird über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Das Projekt läuft von Juli 2017 bis Juni 2019, Interessenten können das SKZ kontaktieren.

SKZ-KFE gGmbH, Forschungsvorhaben 3D-Druck.
22.08.2017
Rampf Production Systems mit Doppelspitze

RAMPF Production Systems wird zukünftig von dem langjährigen Geschäftsführer Bernd Faller sowie von Hartmut Storz, der beim Entwickler und Produzenten von Produktionssystemen mit integrierten Dosieranlagen seit 2004 den Bereich Vertrieb und Marketing verantwortet, geführt.

Aufgrund des starken Wachstums in den vergangenen Jahren hat man sich entschieden, die Geschäftsführungstätigkeiten auf zwei Schultern zu verteilen, um so eine optimale Führungsstruktur für weiteres nationales und internationales Wachstum zu schaffen.

RAMPF Production Systems, Geschäftsführung.
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