Aktuelles / Entwicklungen - Unternehmen / Markt

23.10.2019
Brennstoffzellen für die Schifffahrt

Freudenberg Sealing Technologies wird Technologiepartner beim Pa-X-ell2-Projekt. Ziel ist die Entwicklung einer neuen Generation von Brennstoffzellen für den Einsatz auf Hochsee- Passagierschiffen.

In dem Zukunftsprojekt zu nachhaltiger, CO2-freier Mobilität auf See wollen die die Meyer Werft in Papenburg und Freudenberg Sealing Technologies künftige Generationen von Kreuzfahrtschiffen mit Brennstoffzellenantrieb ausrüsten. Bereits 2021 sind erste Praxistests an Bord des Kreuzfahrtschiffes AIDAnova geplant. Zum Projektkonsortium gehören neben der Meyer Werft die Lürssen Werft, die Klassifikationsgesellschaft DNV GL, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, AIDA Cruises, vertreten durch die Carnival Maritime GmbH, besecke und EPEA GmbH. Das Projekt wird öffentlich im Rahmen des „Nationales Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ (NIP) durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert.

Freudenberg & Co. KG, Pa-X-ell2-Projekt.
Freudenberg & Co. KG, Pa-X-ell2-Projekt.
23.10.2019
Plasmatreat eröffnet neues Technologie- und Forschungszentrum

Im Oktober 2019 eröffnet Plasmatreat den Plasma Campus, das neue Technologie- und Forschungszentrum am Unternehmenssitz in Steinhagen.  Es ist u.a. Basis für den breiteren Einsatz der Open-Air-Plasmatechnolgie.

Auf 1400 m2  wird hier an neuen Einsatzbereichen der Plasmatechnologie gearbeitet. Des Weiteren umfasst das neue Gebäude Schulungs- und Tagungsräume für ca. 200 Teilnehmer sowie Räumlichkeiten für Maschinenabnahmen und Kundentrainings. Das Technologie- und Forschungszentrum umfasst verschiedene Bereiche, in denen für unterschiedlichste Anwendungen Plasmalösungen entwickelt werden. Ein Teil dieser Entwicklungsarbeiten werden Verfahren rund um die Plasmabeschichtung sein, aber auch die Weiterentwicklung der Open-Air-Plasmatechnolgie für die Elektronikfertigung wird im Fokus der Mitarbeiter des Forschungszentrums stehen. Hierbei handelt es sich um Standardanwendungen, die seit mehr als 20 Jahren in der Elektronikfertigung eingesetzt werden. Ziel ist es, Open-Air-Plasma als reproduzierbaren, effektiven, umweltfreundlichen und ressourcenschonenden Prozess auch für kleine und mittelgroße Fertigungen zu etablieren. Daher werden die neuen Räumlichkeiten auch für Schulungen und Weiterbildungen rund um die Plasmatechnologie genutzt. Neben den Standardanwendungen sind aber noch viele weitere Applikationen denkbar. So überlegen z.B. Maschinenhersteller verstärkt, die Open-Air-Plasmatechnolgie in Fertigungsanlagen  zu integrieren. Im Technologie- und Forschungszentrum will man deshalb verstärkt mit Anwendern an neuen Lösungen und Einsatzbereichen arbeiten, denn die immer höheren Packungsdichten auf Leiterplatten und die damit einhergehende zunehmende Miniaturisierung erfordern ein Umdenken in der Oberflächenbehandlung.

Plasmatreat GmbH, Plasma Campus.
Plasmatreat GmbH, Plasma Campus.
22.10.2019
ElringKlinger kooperiert mit VDL bei der Brennstoffzellentechnologie

Die ElringKlinger AG und die niederländische VDL Groep kooperieren im Bereich der Brennstoffzellentechnologie. Gemeinsam nehmen beide Unternehmen an dem europäischen Förderprojekt „H2Haul“ teil.

Neben den Teilprojekten weiterer Projektpartner werden drei VDL-Fahrzeuge mit Brennstoffzellensystemen von ElringKlinger ausgerüstet und vom belgischen Einzel­handelskonzern Colruyt im realen Betrieb getestet. Die zum Einsatz kommenden Wasserstofftankstellen ermöglichen eine schnelle und leistungsstarke Betankung und unterstützen damit das Demonstrationsprojekt, indem sie zeigen, wie Brennstoffzellen-Lkw als direkter Ersatz für Dieselfahrzeuge dienen können.  Das „H2Haul“-Projekt leistet einen Beitrag zur Marktvorbereitung für die weitere Nutzung der Technologie in den 2020er Jahren. Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung der Brennstoffzelle als alternative Antriebstechnologie in Europa bis zur Marktreife weiter voranzutreiben. Das ElringKlinger-Brennstoffzellenmodul soll an­schließend u.a. in Stadt- und Langstreckenbussen Anwendung finden. Das Projekt wurde durch einen Zuschuss des Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) in Höhe von 12 Mio. € ermöglicht.  ElringKlinger ist seit rund 20 Jahren in der Forschung und Entwicklung von Brennstoff­zellen tätig und tritt im Markt sowohl als System- als auch als Komponentenlieferant auf. Die Stacks basieren auf der PEM-Technologie und wandeln unter Verwendung von Wasserstoff und Sauerstoff chemische in elektrische Energie um. Sie sind vor allem für mobile Anwendungen mit großer Reichweite und zyklischem Betrieb geeignet. Einsatz­bereiche sind Busse und Pkw, aber auch industrielle Anwendungen im mobilen Bereich, wie kleine Nutzfahrzeuge und Flurförderzeuge. Stacks zur Integration in Kundensysteme gibt es mit einer elektri­schen Leistung von 2 bis 150 kW. Sie verfügen optional über im Endplattenmodul inte­grierte Peripheriekomponenten und Systemfunktionalitäten, die eine deutliche Vereinfachung und Kostenreduktion des Brennstoffzellensystems erlauben.

08.10.2019
Smart Maintenance in der produzierenden Industrie noch nicht angekommen

Eine neue Studie von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften - und dem Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML gibt Aufschluss darüber, wie weit deutsche Unternehmen bei der Umsetzung einer „intelligenten Instandhaltung“ sind – und sie gibt Hinweise, wie sich Smart Maintenance zielgerichtet durchführen lässt.

Der Verkauf von Maschinen, Kraftwagen oder mechanischen Geräten macht einen großen Teil der deutschen Exportleistung aus. Der dafür verantwortlichen produzierenden Industrie eröffnen sich durch die Industrie 4.0 aktuell viele Möglichkeiten: Neue Technologien sorgen für eine intelligente und vernetzte Produktion und bringen für Unternehmen große Potenziale mit sich. Um die Kosten- und Ressourceneffizienz in produktionsnahen Unternehmensbereichen zu erhöhen, spielt insbesondere eine umfassende und vorausschauende Instandhaltung der Produktionskomponenten eine zentrale Rolle. Eine neue Studie von acatech und dem Fraunhofer IML gibt Aufschluss über die bisherigen Bemühungen, eine intelligente Instandhaltung in der Praxis zu etablieren. Basis ist eine Umfrage unter 96 Unternehmen aus verschiedenen Branchen, für die intelligente Instandhaltung ein zunehmend bedeutendes Thema ist. Zentrale Ergebnisse der Umfrage sind:

  • Die meisten Unternehmen verfügen über keine oder nur eine sehr schwache Datenbasis, die Auskunft über bald auftretende Störungen oder die Notwendigkeit von Instandhaltungsmaßnahmen geben könnte. So gab über die Hälfte (57%) der befragten Unternehmen an, dass Elemente in der Fabrik erst dann instand gehalten werden, wenn ein Problem bereits aufgetreten ist. Mit Echtzeitdaten könnten Systeme besser überwacht und Probleme präventiv vermieden werden – nur 4% der Unternehmen nutzen diese Möglichkeit.
  • Das Wissen darüber, wie Elemente in einer Fabrik gewartet und überprüft werden können,  steckt häufig in den Köpfen einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dieses Wissen sollte dokumentiert und anderen Beschäftigten bereitgestellt werden (z.B. in Form eines Wikis im Intranet), damit auch im Falle eines Personalausfalls reagiert werden kann. In 27% der Unternehmen geschieht dies nicht: Dort wird individuelles Instandhaltungswissen stattdessen bei Bedarf mündlich weitergegeben. Knapp ein Drittel (32%) der Unternehmen gibt an, Wissen zwar in Papierform bereitzustellen, dabei aber keine standardisierten Prozesse zur Wissenserweiterung zu nutzen.
  • Vorhandenes personenbezogenes Know-how sollte nicht nur dokumentiert, sondern auch kontinuierlich erweitert werden – vor allem, da durch neue technische Innovationen die Arbeitsabläufe verbessert werden können. Dennoch bietet über die Hälfte (53%) der befragten Unternehmen keine speziellen Schulungsmaßnahmen im Bereich Digitalisierung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Im Falle auftretender Komplikationen werden sie stattdessen von Kolleginnen und Kollegen, die über eine entsprechende Expertise verfügen, unterstützt.
  • Bestimmte Aufgaben bei der Instandhaltung können heute mithilfe von Augmented Reality (AR) oder Virtual Reality (VR) erledigt werden. Diese Technologien können, z.B. bei Schulungen und der gemeinsamen Bearbeitung von Aufgaben, bei räumlicher Trennung der involvierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sinnvoll eingesetzt werden. Dennoch gibt nur jedes zwanzigste befragte Unternehmen an, AR für diese oder ähnliche Zwecke zu nutzen.

Die technologischen Möglichkeiten sowie die hohen Anforderungen der Smart Maintenance sind die größten Herausforderungen für das Instandhaltungspersonal in vielen Unternehmen. Die Autorinnen und Autoren der Studie skizzieren daher eine Zielvision für Smart Maintenance für die produzierende Industrie in Deutschland und stellen dabei Best-Practice-Anwendungen vor. So zeigen sie am Unternehmensbeispiel Bilfinger, wie durch Künstliche Intelligenz Industrieanlagen automatisch digitalisiert werden können und am Beispiel Evonik, wie Virtual Reality ein zeit- und ortsunabhängiges Training von Beschäftigten möglich macht. Die Studie gibt Unternehmen außerdem eine Roadmap an die Hand, die  - ähnlich wie der von acatech entwickelte Industrie 4.0 Maturity Index  - einen Weg zur Smart Maintenance weisen soll.

08.10.2019
Trelleborg plant neues europäisches Technologie- und Servicezentrum

Mit einem neuen hochautomatisierten Technologie- und Servicezentrum in Gärtringen bei Stuttgart wird Trelleborg Sealing Solutions seine bisherige Fläche um mehr als ein Drittel erweitern und zusätzlichen Raum für Wachstum und die Entwicklung neuer Services bieten. 

Das neue europäische Technologie- und Servicezentrum von Trelleborg Sealing Solutions entsteht auf einer Gesamtfläche von 26.000 m2  autobahnnah in Gärtringen bei Stuttgart. Der Baubeginn ist für das Jahr 2021 geplant. 

Trelleborg Sealing Solutions, neues Technologiezentrum.
Trelleborg Sealing Solutions, neues Technologiezentrum.
24.09.2019
Neuer Vorstandsvorsitzender bei tesa SE

Dr. Norman Goldberg wird ab dem 1. Januar 2020 das Amt des Vorsitzenden des Vorstands der tesa SE übernehmen und tritt die Nachfolge von Dr. Robert Gereke an, der zum 31. Dezember 2019 in den Ruhestand geht.

tesa SE, Goldberg.
tesa SE, Goldberg.
24.09.2019
Neuer Vorstand für das industrielle tesa-Direktgeschäft

Zum 1. Januar 2020 hat der Aufsichtsrat Angela Cackovich in den Vorstand bestellt. Sie verantwortet in dieser Position zukünftig das industrielle Direktgeschäft der tesa SE.

tesa SE, Cackovich.
tesa SE, Cackovich.
12.09.2019
Wechsel in der Geschäftsführung der REINZ-Dichtungs-GmbH

Frank Bader ist neues Mitglied in der Geschäftsführung der REINZ-Dichtungs-GmbH, einem Tochterunternehmen der US-amerikanischen Dana Incorporated.

Frank Bader und Olivier Lassurguère fungieren zukünftig als neues Führungsduo – Bader übernimmt die Leitung des Werks in Neu-Ulm, Lassurguère ist weiterhin für Entwicklung und Vertrieb Erstausrüstung sowie Industrie verantwortlich und übernimmt neu auch den Vertrieb für das Ersatzteilgeschäft.

Reinz-Dichtungstechnik-GmbH, Geschäftsführungswechsel.
Reinz-Dichtungstechnik-GmbH, Geschäftsführungswechsel.
03.09.2019
FlixBus und Freudenberg Sealing Technologies bündeln Kompetenzen

Die beiden Unternehmen FlixBus und Freudenberg Sealing Technologies arbeiten in einem Zukunftsprojekt zu nachhaltiger, CO2 -freier Mobilität zusammen. Gemeinsam wollen sie Reisebusse mit Brennstoffzellenantrieb auf die Straße bringen.

Die grünen FlixBusse haben sich innerhalb weniger Jahre zum festen Bestandteil des Straßenbilds in Europa und den USA entwickelt. Die modernen Fernbusse der FlixBus-Flotte sind eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel überhaupt. Nun will FlixBus gemeinsam mit Freudenberg noch einen Schritt weitergehen. Nach drei erfolgreich gestarteten E-Fernbussen will man gemeinsam mit Freudenberg den ersten Fernbus mit Brennstoffzellenantrieb entwickeln.  Vor dem Hintergrund immer schärferer CO2 -Grenzwerte unterstützt Freudenberg Sealing Technologies seit Jahrzehnten die Hersteller von Autos und Nutzfahrzeugen dabei, mit dichtungstechnischen Lösungen Verbrauch und Emissionen von Verbrennungsmotoren zu senken. Parallel dazu ist die Freudenberg-Gruppe bei der Erforschung alternativer Antriebskonzepte bereits Mitte der 1990er Jahre in die Entwicklung technisch anspruchsvoller Komponenten für Brennstoffzellen und Batterien eingestiegen und hat u.a. serienreife Gas-Diffusions-Lagen (GDL) sowie Dichtungen für  Brennstoffzellen-Stacks entwickelt. Anfang 2018 hat Freudenberg Sealing Technologies dieses über Jahrzehnte hinweg aufgebaute Know-how durch die Akquisition eines Brennstoffzellenherstellers strategisch ergänzt und gestärkt. Zum gleichen Zeitpunkt erwarb das Unternehmen durch seine Beteiligung am US-amerikanischen Batteriehersteller XALT Energy auch in der Batterietechnik wichtige technologische Expertise. Mittlerweile hält Freudenberg Sealing Technologies an XALT Energy die Mehrheit. Für die Mobilität der Zukunft bietet das Unternehmen mit dieser Lösung den Herstellern von Heavy-Duty-Anwendungen – vor allem Bussen, Bahnen, Lkws und Schiffen – komplette elektrische Energiesysteme aus einer Hand. Von kompletten Batterie- bis hin zu hocheffizienten mobilen Brennstoffzellensystemen – einschließlich aller Komponenten, Module und Subsysteme, die für deren Betrieb notwendig sind. Das Angebot wird zudem um integrierte Hybridantriebssysteme erweitert, die die Vorzüge von Batterie und Brennstoffzelle komplementär miteinander verbinden. Die technischen Anforderungen an Leistungskraft und dauerhafte Zuverlässigkeit sind im Heavy-Duty-Geschäft besonders hoch. Freudenberg Sealing Technologies sieht die Brennstoffzelle in Kombination mit Batterien als festen Bestandteil der Mobilität der Zukunft. FlixBus hat das Anforderungsprofil für seine Fahrzeuge klar umschrieben. Leistungsmerkmale wie die Beschleunigung sollen denen heutiger mit Diesel betriebener Fernbusse mit Euro VI-Norm entsprechen. Ohne nachzutanken sollen die Brennstoffzellen-Fahrzeuge mindestens 500 km am Stück zurücklegen. Das Auftanken selbst soll ähnlich wie heute höchstens 20 min. dauern, nur dass Wasserstoff statt Diesel in den Tank fließt. Das Hybridsystem, welches Batterie- und Brennstoffzellen intelligent kombiniert, ist neben dem Bus-Fernverkehr ebenfalls direkt für schwere Nutzfahrzeuge wie Lkws einsetzbar. Zunächst soll in der Validierungsphase eine repräsentative Busflotte von 30 Fahrzeugen mit dem System ausgerüstet werden. Zudem streben die beiden Unternehmen eine öffentliche Förderung im Rahmen des „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ (NIP) an. Dadurch soll sichergestellt werden, dass diese Technologie schnell Marktreife erlangt und so maßgeblich zur Reduzierung von CO2  im Straßenverkehr beiträgt.

Freudenberg Sealing Technologies, Flixbus.
Freudenberg Sealing Technologies, Flixbus.
03.09.2019
Neuer Geschäftsführer bei Atlas Copco in Bretten

Erik Felle ist seit dem 1. September 2019 Geschäftsführer der Atlas Copco IAS GmbH. Er verantwortet die Geschäfte des Kundenzentrums Zentral- und Südwesteuropa in der Division Industrielle Fügetechnologien (Industrial Assembly Solutions, IAS) von Atlas Copco.

Er übernimmt die Position von Jürgen Dennig, der nun als Vice President Electronics in der IAS-Division weltweit die Geschäfte im Segment Elektronik verantwortet. Die Geschäftsführung der Atlas Copco IAS GmbH in Bretten wird wie bisher ergänzt von Olaf Leonhardt und Dieter Eltschkner. Leonhardt ist für Vertrieb & Marketing auf Divisionsebene verantwortlich. Eltschkner verantwortet sämtliche Geschäfte des Produktionsstandortes Bretten und ist zudem rechtlich für den Produktionsstandort Geretsried verantwortlich.

Atlas Copco IAS GmbH, Erik Felle.
Atlas Copco IAS GmbH, Erik Felle.
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