Aktuelles / Entwicklungen - Unternehmen / Markt

07.07.2017

Die Reiff-Gruppe positioniert sich nach dem Verkauf des Geschäftsbereichs Reifen neu und setzt mit dem Technischen Handel auf die Industriesparte und mit der Elastomer-Fertigung insbesondere auf die Automotive-Branche. Ein Schritt auf diesem Weg ist die Eröffnung des neuen Produktionsstandortes R.ElasTec RO in Rumänien.

14.06.2017

Die WAGNER Group stärkt den Bereich Adhesives & Sealants und strebt ein globales Wachstum der Reinhardt-Technik unter der Marke WAGNER an. Die Gruppe treibt damit die gemeinschaftliche Vermarktung ihrer zur Division Industrial Solutions gehörenden Unternehmen weiter voran. Die gemeinsame Vermarktung wird im neuen Branding von Reinhardt-Technik sichtbar.

Reinhardt-Technik ist auf Produkte und Systeme für die Verarbeitung von Kleb- und Dichtstoffen sowie auf Vergusstechnik spezialisiert. Die Anlagen werden am Unternehmensstandort in Kierspe entwickelt und gefertigt. Infolge der vertieften Integration innerhalb der WAGNER-Organisation können die Kunden nun auch über das globale Netzwerk der Gruppe noch intensiver betreut werden. Die Anwender profitieren so von einem noch breiteren Angebot. Zugeschnitten auf ihren Bedarf erhalten sie Beratung und Service sowohl für Anlagen zur Nasslack- und Pulverbeschichtung als auch für Kleb- und Dichtstoffe. Dabei kommen Technologie, Vertrieb und Service aus einer Hand.

14.06.2017

Die europäische Kunststoffindustrie befindet sich aus Sicht der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner GmbH auf der Rohstoffseite in einem tiefgreifenden strukturellen Wandel. Als klassisch mittelständisch geprägte Industrie seien Kunststoffverarbeiter in ihrer Sandwichposition zwischen globalen Versorgern anbieterseitig und Konzernen auf der Abnehmerseite von diesen Umbrüchen besonders betroffen, so die Unternehmensberatung. Drei zentrale Entwicklungen treiben den Strukturwandel:

Die zentralen Entwicklungen sieht Stephan Hundertmark, Leiter Chemie/Kunststoffe der Unternehmensberatung, in folgenden Bereichen:

- Investitionsschwerpunkte der petrochemischen Rohstoffindustrie außerhalb Europas – mit steigenden Ölpreisen und einem Wiedererstarken der US Shale Gas-Industrie sowie dem wirtschaftlichen Aufholen (z.B. Iran) gewinnt die Verlagerung der Investitionsschwerpunkte wieder an Dynamik. Es ist also an den verbliebenen europäischen Versorgern, ihren selbst verschuldeten Vertrauensverlust in die Versorgungssicherheit wieder umzukehren. Anhand der gegebenen Vorwärtsintegration internationaler Petrochemie-Konzerne bis in die Verarbeiterstufe und somit in direkte Wettbewerbsbeziehungen zu langjährigen Kunden, erscheint dies wie eine echte Herkulesaufgabe mit ungewissem Ausgang.

- Dauerhaft hohe Preisvolatilität in Zukunft –  die dynamischere Zyklik und höhere Krisen-Anfälligkeit einer vernetzten Wirtschaft sorgen für deutliche Schwankungsbreiten – z.B. bis zu 32% im Krisenjahr 2015 (siehe  „Plastixx“ Polymerpreisindex).  Vor allem im Handels- und Projektgeschäft mit Halbzeugen und vorkonfektionierten Produkten gehen volatile Kosten voll zu Lasten der Anbieter – sinkende Rohstoffpreise werden von Kunden sofort als Rabatte eingefordert, steigende Einstandspreise jedoch sind Geschäftsrisiko und im Ergebnis Margenfresser.

- Aus Konzerntöchtern werden fokussierte Kunststoffunternehmen – positiv wirken hier sicher die gewonnen Freiheitsgrade der Unternehmen und die Fokussierung auf Innovationen, die gerade Verarbeitern als Grundlage für innovative Produkte zugutekommen. Zugleich werden Kapitalmarktforderungen in Bezug auf Wachstum und Renditen eine weitere Abkehr von Commodities vorantreiben, die Verarbeiter von Standardqualitäten dann umso mehr im globalen und volatilen Rohstoffmarkt beschaffen müssen.

Fazit: Die Unternehmen der europäischen Kunststoffindustrie müssen aus diesem strukturellen Umbruch zunehmend eine Tugend machen und dafür vor allem die Leistungsfähigkeit ihrer Wertschöpfung hinterfragen und optimieren. Gerade in Zentraleuropa entwickeln sich der Markt und das Angebot an Rezyklaten rasant bis zuQualitäten von Frischmaterial – und dies meist zu günstigeren Preisen. Verarbeiter nutzen dies zum Aufbau einer weiteren Säule in ihrer Rohstoffversorgung, um ihre Produktion und Kostenstruktur robust weiterzuentwickeln. Selber im Innovationswettbewerb stehend, suchen Verarbeiter auch ständig nach innovativen Materialien für neue Produkte, um dem umkämpften Commodity-Wettbewerb zu entkommen: Biobasierte Polymerrohstoffe, funktional aufgerüstete Polymersysteme und Hochleistungskunststoffe drängen aus Nischen zunehmend in Breitenanwendungen. Über allen Veränderungen schwebt natürlich auch das "Chancenwunder", das Fragezeichen oder das Damoklesschwert – die „Digitalisierung“. Hier hilft vor allem pragmatisches fortschrittsorientiertes Unternehmertum, um die Chancen der Industrie 4.0 und Big Data für sich zu nutzen. Ist die aktuelle „smartness“ eines Unternehmens erst einmalevaluiert, können Bereiche definiert werden, in denen smarte Lösungen als Katalysator für notwendige Veränderungen wirken. Veränderung ist für Kunststoffverarbeiter nichts Neues, sondern gelebter Alltag. Werden aus dem aktuellen Strukturwandel auf der Rohstoffseite die richtigen Schlüsse gezogen, werden die europäischen Kunststoffverarbeiter auch in ihrer Sandwich-Position nicht eingeklemmt.

14.06.2017
Neuer SKZ-Geschäftsführer

Neuer Geschäftsführer des SKZ ist Thomas Hochrein. In seiner Funktion als Geschäftsführer folgt er Dr. Peter Heidemeyer und Dr. Ulrich Mohr-Matuschek nach. Zu seinen Schwerpunkten gehört es, Forschung und Weiterbildung des SKZ in die Zukunft führen. Dazu zählt, dass das Aus- und Weiterbildungssegment zukunfts- und praxisorientiert ausgebaut wird und die Forschungsaktivitäten andie aktuellen Erfordernisse des Marktes angepasst werden. Daneben will man u.a. das industrienahe und an realen Anwendungen orientierte Entwicklungsangebot für kleine und mittelständische Unternehmen weiter stärken.

SKZ, neuer Geschäftsführer.
30.05.2017

Dem 3D-Druck wird häufig mangelnde Wirtschaftlichkeit nachgesagt – gerade in der Serienfertigung. Kegelmann TechnikGmbH hat die Nutzung der Wirtschaftlichkeitspotenziale in zehn Punkten zusammengefasst. Der Schlüssel zum Erfolg ist, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, das Projekt umfassender, ganzheitlicher zu betrachten und alle vor- und nachgelagerten Prozesse in die Optimierung einzubeziehen. Die Praxis hat bei Projekten gezeigt, dass ein „ROI (Return-on-Innovation)“, von 4 realisiert werden kann, d.h. binnen eines Vierteljahres hat sich das Projekt selbst finanziert.

Viele Unternehmen stellen die Wirtschaftlichkeit in Frage und zögern bei der praktischen Umsetzung zu additiv gefertigten Produkten. Es ist auch nicht jedes Produkt oder Bauteil additiv besser oder günstiger herzustellen als auf klassischen Wegen. Auf dem Holzweg sind jedoch diejenigen, die ein viele Jahre durchoptimiertes und durch den Einkauf nah an die Grenzkosten der Fertigung geprügeltes Projekt alleine durch einen Wechsel des Fertigungsverfahrens noch günstiger produziert haben wollen. Die zehn Punkte, die Ingenieure in ihre Gedanken einbeziehen sollten, sind:

  • Welche Effekte hätte ein leichteres Bauteil? Geringere Schwungmassen, geringerer Energieverbrauch, geringerer CO2-Ausstoß?
  • Welchen Nutzen für die Kunden hätte eine mögliche Individualisierung des Bauteils?
  • Können Baugruppen zu einem einzigen Teil zusammengefasst werden? Können Funktionen integriert werden?
  • Wäre das Bauteil in Bezug auf die Größe überhaupt additiv herstellbar?
  • Welche Genauigkeit ist gefordert (Durchbiegung, Oberflächenbeschaffenheit u.ä.)?
  • Welches Material, welche Materialeigenschaften sind gefordert(Kunststoff, Metall, Zugfestigkeit, Biegefestigkeit etc.)?
  • Was sind die vor- und nachgelagerten Prozesse in der Produktion und im Einsatz (Werkzeugwechsel, Montagen, Hygiene, Reinigung etc.) ?
  • Welche Losgrößen sind geplant? Welche Vorteile bringen kleinere Losgrößen?
  • Wäre bei additiver Fertigung ein noch nie dagewesenes innovatives Produktdesign möglich? Komplexität gibt’s bei additiver Fertigung gratis.
  • Könnte eine Produktion auf Basis additiver Fertigung ein neues innovatives Geschäftsmodell innerhalb der Branche begründen?

Diese zehn Punkte und weitere sind Bestandteil des Additive-Thinking-Audits von Kegelmann TechnikGmbH, bei dem die Experten mit Kunden gemeinsam das individuelle Potenzial für Wettbewerbsvorteile analysieren. Es wird evaluiert, ob etwas additiv produziert werden kann oder soll, oder ob eine Kombination der mehr als 30 additiven und subtraktiven Technologien der Kegelmann Technik im Hinblick auf Kosten und Losgrößen eine höhere Wirtschaftlichkeit versprechen. Ziel ist, Nachhaltigkeit, Resilienz und Zukunftsfähigkeit in die Kundenprojekte einzubauen.

29.05.2017

Axel Schulenburg ist neuer Geschäftsführer der Move IT24 Industrietechnik GmbH. Der Unternehmensverbund unterstützt insbesondere Instandhaltungsbereiche in Industrie und im Maschinen- und Anlagenbau, z.B. bei der Beschaffung hochpräziser Einzelteile wie Wälzlager, Dichtungen, Linearführungen, Fluidtechnik etc., und mit Dienstleistungen wie Montage, Zustandsüberwachung, Optimierung oder auch Instandhaltung individueller Maschinen sowie Fertigung kundenindividueller mechanischer Komponenten.

Move IT24 Industrietechnik GmbH, neuer Geschäftsführer Axel Schulenburg.
24.05.2017
Trelleborg Sealing Solutions schliesst sich Smart Data Innovation Lab an

Trelleborg Sealing Solutions hat sich dem Smart Data Innovation Lab (SDIL) angeschlossen. Das erste Projekt ist die „Fortschrittliche Zustandsüberwachung für Dichtungslösungen“. Das Hauptziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten SDIL ist es, Innovationszyklen mit Smart-Data-Ansätzen zu beschleunigen. Zudem bietet die Initiative eine umfassende Unterstützung für gemeinsame Forschungsprojekte. Partner in diesem Projekt sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und IBM.

Die SDIL-Initiative bietet Big-Data-Anwendern aus Industrie und Forschung die Möglichkeit, eine breite Palette von Big-Data- und In-Memory-Technologien einzusetzen. Industrie und Wissenschaft arbeiten eng zusammen, um verborgene Werte in Big Data zu finden und daraus Smart Data zu erzeugen. Projekte konzentrieren sich auf strategische Forschung in den Bereichen Industrie 4.0, Infrastruktur und Medizin. Intelligente Dichtungssysteme stehen immer mehr im Fokus. Trelleborg Sealing Solutions arbeitet kontinuierlich an der Messung und Analyse von Dichtungssystemen und führt daher auf seinen Prüfständen eine Vielzahl von instrumentierten Tests durch. Messungen wie Temperaturen, Drehzahl, Drucke und Vibrationen werden in sehr hohen Frequenzen erfasst. Durch die Nutzung der Big-Data-Technologie seiner SDIL-Partner, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und IBM, wendet man fortgeschrittenes maschinelles Lernen an, um neue Erkenntnisse zu gewinnen, die Testkosten zu senken und die Grundlage für eine fortschrittliche Zustandsüberwachung (Advanced Condition Monitoring) von Dichtungslösungen zu schaffen.

Ein anschauliches Beispiel für eine Industrie-4.0-Lösung ist die Instandhaltung von Windkraftanlagen durch Predictive Maintenance. Durch intelligente Auswertung von Sensordaten können Kosten für Wartung und Ausfälle reduziert und Maßnahmen für die Instandhaltung konsolidiert werden. Mit Predictive Maintenance wird es möglich, unterschiedliche Faktoren wie Wetter oder Materialermüdung auszuwerten und die Instandhaltung von Offshore-Windparks vorausschauend zu planen. Wartungsteams würden Dichtungen erst dann ersetzen, wenn es nötig ist.

Trelleborg Sealing Solutions, Smart Data Innovation Lab (SDIL).
24.05.2017

Am 13. und 14. März 2019 werden die Armaturenmesse DIAM und die Dichtungsmesse DDM erstmals parallel in Leipzig/Schkeuditz stattfinden. Die Entscheidung wurde von vielen Faktoren beeinflusst, u.a. durch die Tatsache, dass es trotz zahlreicher Industrien in der Region bisher keine vergleichbaren Messen gibt. Die Veranstaltung wird im Globana Trade Center stattfinden , dass gut über den Airport Leipzig und das Schkeuditzer Kreuz zu erreichen ist.

19.05.2017

Zum dritten Mal in Folge wächst Engel weiter und konnte seinen Jahresumsatz steigern. Die Unternehmensgruppe schloss das Geschäftsjahr 2016/17 Ende März mit einem Umsatz von 1,36 Mrd. € ab und erzielte damit ein Plus von 8,6% gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet man weitere Zuwächse. Großen Anteil an der Entwicklung haben die Märkte in Asien. 

Engel Austria GmbH, Steierung des Jahresumsatzes.
19.05.2017

Henkel erwirbt die Sonderhoff-Unternehmensgruppe und baut mit der Akquisition des bisher privat geführten Unternehmens seine Kompetenz bei Dichtstoffen aus. Gezielte Investitionen in führende Technologien sind Teil der globalen Strategie von Henkel. Mit dieser Akquisition wird die Position des Adhesive Technologies-Geschäfts als weltweiter Markt- und Technologieführer weiter gestärkt.

Geschäumte Dichtstoffe werden in einer Vielzahl industrieller Anwendungen zum Schutz gegen Feuchtigkeit und Staub eingesetzt, z.B. in Beleuchtungssystemen, bei Filtern oder in Haushaltsgeräten. Sonderhoff ist einer der führenden Hersteller von Systemlösungen auf Basis geschäumter Dichtstoffe und verfügt zudem über umfassende Kompetenz in der Entwicklung und Herstellung von maßgefertigten Dosieranlagen. Die Systemlösungen  ergänzen das bestehende Portfolio von Henkel und bedienen zudem einen attraktiven Markt mit vielfältigen Wachstumsperspektiven. Außerdem eröffnen die Engineering-Kompetenz und die präzisen Dosieranlagen neue Ansatzpunkte, um Kunden ein umfangreiches Komplettangebot zu machen, das von der Automatisierung und Digitalisierung in der Produktion profitiert. Die Sonderhoff Holding GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von etwa 60 Mio. €. Das Unternehmen beschäftigt rund 280 Mitarbeiter weltweit und ist in fünf Ländern mit eigenen Gesellschaften vertreten: Deutschland (Hauptsitz in Köln), Österreich, Italien, USA und China.

© ISGATEC GmbH 2018
» Datenschutz
» Impressum