Aktuelles / Entwicklungen - Unternehmen / Markt

14.03.2019
Verstärkter Umsatzrückgang bei der deutschen Kautschukindustrie

2018 war nach Aussagen des wdk durch ein starkes 1. Halbjahr und von einer deutlich schwächeren Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte gekennzeichnet. Im Ergebnis sank der Branchenumsatz 2018 um 2,6% auf 11,44 Mrd. €.

Während die Hersteller von non-automotiven technischen Gummiprodukten sowohl im In- als auch im Ausland Absatz und Umsatz steigern konnten, nahm der Absatz mit automotiven Anwendungen ab. Dies wird u.a. auf den WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure), ein weltweit einheitliches Messverfahren zur Bestimmung von Abgasemissionen und Spritverbrauch bei leichten Kfz, zurückgeführt. Durch dessen Einführung sank ab der Jahresmitte die Fahrzeugproduktion in Deutschland spürbar - und das trotz eines positiven Exportgeschäfts. Für die Automobilzulieferer der Branche lief deshalb das vergangene Jahr bezogen auf Absatz und Umsatz ungünstig. Insbesondere im Reifen-Erstausrüstungsgeschäft mit den deutschen Automobilherstellern sank der Stückabsatz bedingt durch die niedrigere Fahrzeugproduktion erheblich. Bei den Produktpreisen machten sich die sinkenden Naturkautschuk-Notierungen bemerkbar. Positiv bewertet man dagegen die Beschäftigtenentwicklung in der deutschen Kautschukindustrie. Hier konnten die Unternehmen trotz Umsatzrückgangs die Zahl ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leicht ausweiten. Gerade die mittelständischen Hersteller technischer Produkte halten traditionell ihre Mitarbeiter auch in schwierigeren Zeiten. Der Blick auf deutlich steigende Investitionen, bedingt durch die Veränderungen in der Automobilindustrie sowie getrieben von Anforderungen aus der Digitalisierung von Prozessen und Produkten und nicht zuletzt aufgrund deutlich erhöhter Zertifizierungsanforderungen – etwa bei Nachhaltigkeit oder bei IT-Sicherheit –, macht klar, wie wichtig qualifiziertes Personal ist. Außerdem sind viele ausgeschriebene Stellen noch vakant. Mit wenigen Ausnahmen, wie z.B. Naturkautschuk, liegen die Rohstoffpreise aktuell höher als vor einem Jahr. Dazu kommen massive Verfügbarkeitsengpässe bei Silikon und angespannte Liefersituationen bei CR (Chloropren-Kautschuk) und FKM (Fluorkautschuk). Für 2019 rechnet der wdk aufgrund des schwachen Vorjahres mit einem Umsatzplus von gut 2% bei den Reifenherstellern. Bei technischen Produkten hängt ebenfalls viel davon ab, wie sich die deutschen Automobilhersteller behaupten können. Aus heutiger Sicht ist daher auch für technische Produkte (automotive und non-automotive) in diesem Jahr ein leichtes Umsatzwachstum zu erwarten.

12.02.2019
MICHELFELDER GmbH bündelt Kompetenzen

Um die Basis für eine weitere Expansion und noch bessere Lösungen für Kunden zu bieten, wurden sechs Einzelunternehmen zum 01.02.2019 zur MICHELFELDER GmbH verschmolzen.

Die Standorte der Einzelunternehmen ändern sich dadurch nicht.  Der Hauptsitz befindet sich somit auch weiterhin in Fluorn-Winzeln.  Bei den sechs Einzelunternehmen handelt es sich um die MICHELFELDER Edelstahltechnik GmbH, die MICHELFELDER Automotive GmbH, die MICHELFELDER-West GmbH, die Grupp Werkzeugbau GmbH, MIGA eldotec GmbH und die Metall- und Lasertechnik GmbH. Seit dem 01.02.2019 teilt sich die MICHELFELDER GmbH in vier Bereiche auf. Die Metalltechnik, die sich u.a. mit dem Laserfeinschneiden, Laserschweißen und der Oberflächenbearbeitung beschäftigt. Die Rohrtechnik, deren Schwerpunkt in der Rohrbearbeitung und Kurzrohrfertigung liegt, sowie die Werkzeug- und Dosiertechnik. Dies ermöglicht zukünftig einen weiteren Ausbau des Unternehmens und der Fertigungsmöglichkeiten. Mit dem breiten Leistungsspektrum über die genannten Bereiche kann das Unternehmen zukünftig komplexere Aufgabenstellungen effizienter und schneller lösen.  Durch die Umfirmierung profitieren Anwender zudem von einem gebündelten Service. Für Kunden im In- und Ausland wird das Leistungsspektrum kontinuierlich weiter ausgebaut. Als qualifizierter Zulieferer ist es für die MICHELFELDER GmbH von zentraler Bedeutung, dass das Unternehmen weiterhin als Partner und Serienlieferant in allen Fragen rund um Metall-, Werkzeug-, Dosier-, oder Rohrtechnik gesehen wird. Weitere Infos <https://michelfelder.de/alles-bleibt-besser-die-umfirmierung-zur-michelfelder-gmbh

07.02.2019
Dechema erweitert Geschäftsführung

Seit 1. Februar 2019 ist Dr. Björn Mathes stellvertretender Geschäftsführer der DECHEMA Ausstellungs-GmbH. In der neu geschaffenen Position ist er u.a. zu- …

In der neu geschaffenen Position ist er u.a. zuständig für einen Ausbau des weltweiten Markenauftritts der ACHEMA und für eine Weiterentwicklung der Kommunikationsplattformen rund um die ACHEMA. Dr. Björn Mathes war bei der DECHEMA e.V. 2010 zunächst in der Forschungs- und Projektkoordination tätig, etablierte dann das B2B-Veranstaltungsformat PRAXISforum und übernahm 2017 die Leitung der Gruppe Veranstaltungen und Gremienbetreuung.

Dechema e. V., Björn Mathes.
Dechema e. V., Björn Mathes.
06.02.2019
Freudenberg Sealing Technologies investiert in Batterietechnik

Seit Anfang 2019 ist Freudenberg Sealing Technologies Mehrheitsaktionär von XALT Energy. Das Unternehmen mit Sitz in Midland, Michigan (USA), entwickelt und produziert Lithium-Ionen-Technologien für die Nutzfahrzeugindustrie.

Bereits im März 2018 hatte Freudenberg Sealing Technologies 31% der Anteile erworben. Aufgrund steigender Nachfrage erhöhte man nun die Beteiligung auf über 50%. Mit der neuen Investition sollen sowohl die Produktionskapazitäten am Standort in Midland ausgebaut als auch Forschung und Entwicklung im Bereich neuer Mobilitätstechnologien intensiviert werden. Darüber hinaus hat Freudenberg Sealing Technologies eine feste Vereinbarung getroffen, in den nächsten Jahren auch die restlichen Anteile an XALT Energy zu erwerben. XALT Energy hat sich auf den Einsatz der Lithium-Ionen-Technologie in großformatigen Hochenergie-/Hochleistungsspeicherlösungen in Branchen wie Logistik, Bahn, Schiffbau, Industrie und Automobil spezialisiert. In einer hochgradig automatisierten Reinraumproduktion in Midland produziert das Unternehmen auf mehr als 40.000 m2  Lithium-Ionen-Batteriezellen, -packs und -module sowie zugehörige Steuerungen und Software. Hinzu kommt ein Forschungs- und Entwicklungslabor in Pontiac, Michigan (USA). Unter der Federführung von Freudenberg Sealing Technologies bleibt der Name XALT Energy erhalten und wird zu einer Konzernmarke der globalen Gruppe mit Sitz in Deutschland. Die Leitung übernimmt Jeff Michalski, nachdem der bisherige CEO von XALT, Richard Cundiff III, ausgeschieden ist. Freudenberg Sealing Technologies und XALT Energy sind bereits eine strategische Partnerschaft eingegangen, um führenden Anbietern aus dem Nutzfahrzeugbereich wie dem Bushersteller New Flyer of America fortschrittliche Lithium-Ionen-Batteriesysteme anzubieten. Des Weiteren vereinbarte Freudenberg Sealing Technologies 2018 die Zusammenarbeit mit einem führenden Anbieter von Energieverteilungsanlagen und Automatisierungstechnik im Schiffbau.

Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG
Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG
10.01.2019
Dürr Application Technology unter neuer Leitung

Zum 1. Januar 2019 übernahm Dr. Lars Friedrich die Leitung der Division Application Technology bei Dürr.

Er folgt auf Dr. Hans Schumacher, der die Division 17 Jahre geleitet hat. Um den Erfolgskurs weiterzuführen, wird Dr. Friedrich die Entwicklung digitaler Produkte sowie den Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit in der Lackapplikationstechnik vorantreiben. Der Fokus liegt auf Hardware-Innovationen wie dem oversprayfreien Lackieren, Software-Entwicklungen der Dürr Digital Factory sowie auf der kontinuierlichen Effizienzsteigerung. Die Division Application Technology verkauft heute über 1.200 Lackier- und Sealing-Roboter pro Jahr.

Dürr Systems AG, Dr. Lars Friedrich.
Dürr Systems AG, Dr. Lars Friedrich.
17.12.2018
Umfrage: Deutliches Umsatzplus im Technischen Handel

Mit einem ermittelten Umsatzplus von 7% bestätigt die jährliche Konjunkturumfrage des VTH - Verband Technischer Handel e.V. - zu den „Entwicklungen und Erwartungen 2018/2019“ eine erfreuliche wirtschaftliche Lage für den auf Industriebedarf ausgerichteten Großhandel im
D-A-CH-Gebiet.

Der Technische Handel hatte für das Jahr 2018 optimistisch geplant. Doch das Jahr hielt nicht nur, was es versprach – die Umsatzerwartungen wurden übertroffen. Die 110 Technischen Händler, die sich diesmal an der jährlichen Konjunkturumfrage des VTH beteiligten, lagen - mit einem durchschnittlichen Umsatzergebnis von plus 7% –  3% über ihrem im Vorjahr prognostizierten Wert von 4%. Insgesamt blickt die Branche auf ein mehr als zufriedenstellendes Jahr zurück. Der Technische Handel nimmt die positiven Entwicklungen aus dem Jahr 2018 mit und plant vorsichtig optimistisch für die Zukunft. Insgesamt betrachtet geht die Branche von einem guten Umsatzplus und zufriedenstellenden Erträgen für 2019 aus. Die durchschnittliche Branchenerwartung für 2019 liegt bei einem Umsatzzuwachs von 3,9% und damit nur knapp unter den Vorjahreserwartungen. 88 der teilnehmenden Unternehmen prognostizieren sogar ein Umsatzplus von durchschnittlich 5,2%. Dagegen stehen 15 Technische Händler, die von unveränderten Umsätzen ausgehen. Lediglich sieben Technische Großhandlungen rechnen mit einem Umsatzrückgang in Höhe von -4,0%. Zur gesamtwirtschaftlichen Einordnung: Laut Bundesregierung, EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und der Gemeinschaftsprognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute liegen die Prognosen zur Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsproduktes (BIP) für 2018 mehrheitlich zwischen 1,7% und 1,9%. Traditionell generiert der Technische Handel – bezogen auf die BIP-Entwicklung – einen Umsatzfaktor von Vier. Dieses „Soll“ hat er auch 2018 realisiert

05.12.2018
VERMES Microdispensing mit neuem Firmensitz

Mit dem Umzug in den Industriepark Holzkirchen will VERMES Microdispensing die Basis für ein weiteres Wachstum schaffen.

Die Erweiterung der deutschen Zentrale und der Umzug in neue, eigene Räumlichkeiten im Technologiepark Holzkirchen in der Region München sind ein wichtiger Schritt beim Erreichen des Ziels, zur weltweiten Nummer eins der Anbieter von Mikrodispensiersystemen zu werden. In den nächsten sechs Monaten will das Unternehmen sein globales Team um weitere neue Stellen erweitern – von  der medizinischen Forschung und Entwicklung über die Softwareentwicklung bis hin zum Sondermaschinenbau. Mit den neuen Büros wird die derzeitige Fläche nahezu verdreifacht. Des Weiteren werden ein neues Logistiksystem, neue Produktionsanlagen und ein innovatives Kundendienstzentrum zur Verfügung stehen. 

VERMES Microdispensing, Firmensitz.
VERMES Microdispensing, Firmensitz.
03.12.2018
Kleben rückt mehr in den Fokus

Die Fastener Fair Stuttgart 2019, der weltweite Treffpunkt der Verbindungs- und Befestigungsbranche, die vom 19. bis 21. März 2019 auf dem Messegelände in Stuttgart in den Hallen 1, 3 und 5 stattfindet, ist weiter auf Wachstumskurs – u.a. mit einem Sonderbereich für Klebstoffe und Klebeverbindungen.

Durch eine zusätzliche Vergrößerung der Ausstellungsfläche, die mit insgesamt 22.000 m2 Nettoausstellungsfläche wesentlich mehr Standfläche zur Verfügung stellt, ist die Messe laut aktuellem Stand bereits jetzt schon größer als die Vorveranstaltung im Jahr 2017. Über 97 % der verfügbaren Standfläche sind derzeit bereits ausgebucht. Rund 900 Unternehmen aus 40 Ländern werden im März 2019 mit einem Stand auf der 8. Internationalen Fachmesse der Verbindungs- und Befestigungsbranche vertreten sein. Die Verbindungs- und Befestigungsbranche erwartet eine gute Entwicklung für die kommenden Jahre. Basierend auf global wachsenden Industriezweigen wie der E-Mobilität sowie der Luftfahrt- und der Bauindustrie wird die Nachfrage an Verbindungs- und Befestigungselementen weiter ansteigen. Der Markt hat sich in den letzten Jahren sehr dynamisch verändert, mit neuen Technologien und Einsatzmöglichkeiten sowie verschiedensten Materialien, die zum Einsatz kommen. Auch hybride Verbindungselemente sind mittlerweile recht etabliert. Daher werden Verbindungselemente immer häufiger als flexible und hochfunktionale Lösungen eingesetzt, die auch im Leichtbau und verschiedenen anderen Bereichen Anwendung finden. Im Rahmen der Fastener Fair Stuttgart 2019 wird es erstmals auch einen Sonderbereich für Klebstoffe und Klebeverbindungen geben, der sich in Halle 1 befinden wird. Der Fokus der „Bonding and Adhesive Technology Area“ liegt speziell auf den Möglichkeiten von Klebetechnologien, die eine hervorragende Ergänzung zu herkömmlichen Verbindungs- und Befestigungselementen bieten. Daher sind diese Lösungen zu einer wichtigen Option, vor allem im Leichtbau für die Automobil- und Elektronikindustrie, geworden. Die neue Fastener Fair Stuttgart Besucherbroschüre ist ab sofort verfügbar. Sie enthält wichtige Informationen zur Messe und zu Anreise, Unterkunft, Ticketpreisen und Services für Besucher. Die Broschüre kann über die Messewebseite www.fastenerfair.com/stuttgart bestellt werden und ist auf Deutsch, Englisch und Italienisch erhältlich.

Fastener Fair, Wachstum.
Fastener Fair, Wachstum.
27.11.2018
Scheugenpflug erweitert Vorstand

Als neuer Vorstand komplettiert Jürgen Wilde seit November 2018 die Geschäftsführung der Scheugenpflug AG.

Er verstärkt die bisherige Geschäftsführung, bestehend aus Christian Ostermeier und Sergej Erbes. Jürgen Wilde verantwortet die Bereiche Personalmanagement, Recht, IT sowie Finanzen und Controlling. Gemeinsam mit den bestehenden Vorständen wird er den weiteren Ausbau der Marktposition auf internationaler Ebene forcieren.

 

Scheugenpflug AG, Wilde.
Scheugenpflug AG, Wilde.
22.11.2018
Neuer VTH-Fachgruppenvorstand

Nach zehn Jahren folgt Simon Treiber Lars Letzring-Janson (Klietsch, Barsbüttel) als Vorsitzender der Fachgruppe „Dichtungstechnik“ im VTH - Verband Technischer Handel e.V. - nach. Treiber ist Geschäftsführer des Technischen Händlers Berger S2B in Mannheim.

Die 34 Mitgliedsunternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wählten auf der Fachgruppen-Jahrestagung auch drei neue Stellvertreter in den Vorstand: Markus Gau (Sahlberg, Feldkirchen), Sascha Heitkamp-Röhlen (Kahmann & Ellerbrock, Bielefeld) und Roland Wuttge (Irle & Heuel, Siegen). Das Stellvertreter-Quartett komplettiert Jürgen Millich (Reiff, Reutlingen), der wiedergewählt wurde. Dagegen standen die bisherigen Vorständler Thomas Knauf (Eriks, Bielefeld) und Ernst Rimmler (Rala, Ludwigshafen) nach langjähriger engagierter und erfolgreicher Mitarbeit nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung. Der neue Vorstand sieht sich der Aufgabe verpflichtet, die Qualifikation der Mitgliedsbetriebe und der ihrer Mitarbeiter durch Informations-, Dialog- und Schulungsangebote auf einem hohem Niveau zu sichern. Die Stärkung von Hintergrundwissen und Anwendungskompetenz soll gewährleisten, bei den Kunden weiterhin als „Problemlöser auf Augenhöhe“ Anerkennung zu finden. Bewährte Qualifizierungsformate sind Fachberater-Lehrgänge, spezifische Seminare sowie gemeinsame Veranstaltungen mit der Lieferindustrie.

VTH - Verband Technischer Handel e.V., neuer Vorstand.
VTH - Verband Technischer Handel e.V., neuer Vorstand.
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