Aktuelles / Entwicklungen - Statische Dichtungen / Formteile / Profile

30.03.2017

Der Verein Deutscher Ingenieure e.V. hat Ende letzten Jahres eine neue Richtlinie zur Schadensanalyse bei Elastomerprodukten durch mediale Beanspruchung im Rahmen der VDI 3822 als Blatt 2.2.8 herausgebracht. Gleichzeitig wurde eine Berichtigung zur Richtlinie VDI 3822 Blatt 2.2.5: 2016-01 herausgegeben.

28.03.2017

FKM Sintertechnik produziert jetzt weichelastische Serienteile aus TPU. Für elastische Bauteile mit weichen und griffsympathischen Oberflächen erfreut sich thermoplastisches Polyurethan wachsender Beliebtheit bei Designern, Produktentwicklern und Konstrukteuren. Diese Serienteile können jetzt in einem Schichtbau-Verfahren des 3D-Printing wirtschaftlich hergestellt werden. Dazu zählen u.a. Schutzkappen sowie allerlei Dämpfungsteile in kleinen und großen Stückzahlen.

Einbauteile mit geometrisch hochkomplexen Gitterstrukturen, Dämpfungselemente mit Zonen unterschiedlicher Elastizität oder abriebfeste Bedienteile mit griffsympathischer Softtouch-Haptik sind typische Beispiele für Produkte, die heute aus thermoplastischem Polyurethan (TPU) hergestellt werden.  FKM Sintertechnik verwendet für die TPU-Verarbeitung eine für das selektive Lasersintern optimierte, pulverförmige Werkstoff-Variante. Daraus lassen sich Formteile fertigen, deren Materialprofil sich durch eine Kombination aus Festigkeit, Elastizität und Verschleißbeständigkeit auszeichnet. Im Zusammenspiel mit den typischen formgebenden Vorteilen des Lasersinterns – also etwa der einfachen Realisierung „unsichtbarer“ Innenstrukturen oder komplizierter Hinterschneidungen – bieten sich den Designern und Konstrukteuren große Freiheiten bei der Gestaltung innovativer Strukturen aus TPU. Weitere Vorteile eröffnen sich durch die Möglichkeit, das Material nachträglich einzufärben. Für die Realisierung von Formteilen und Bauelementen aus TPU mit erhöhten Anforderungen an die optischen, haptischen oder fluidtechnischen Eigenschaften bietet man das Glätten der Oberflächen auf Hochglanzniveau an. Das rückstandsfreie Smooth-Verfahren ist eine Eigenentwicklung. Die gummiähnliche Elastizität von TPU wird durch das Verfahren in keiner Weise beeinflusst.

FKM Sintertechnik GmbH, weichelastische Serienteile aus TPU.
FKM Sintertechnik GmbH, weichelastische Serienteile aus TPU.
16.03.2017

Pöppelmann KAPSTO®  stellt auf der Hannover Messe mit KAPSTO®  FastLane die schnelle Entwicklung und Produktion von Kappen und Stopfen-Sonderteilen vor. Vom Angebot und Artikelkonzept über ein Muster aus dem 3D-Drucker bis hin zu den ersten werkzeugfallenden Teilen sollen in Sachen Service und Schnelligkeit neue Maßstäbe gesetzt werden. Mehr wird dazu auf der Messe verraten. Weitere Themen sind die additive Fertigung im Rahmen von Industrie 4.0 und Leichtbaulösungen.

Ein zentrales Thema lautet „Mit Spritzgießen und additiver Fertigung zum smarten Bauteil“. In Kooperation mit ARBURG entstehen in Halle 6, Stand K 16, intelligente, personifizierte Kofferanhänger für die Messebesucher nach dem Prinzip einer smart vernetzen Fabrik. Auf einem integrierten Chip werden nicht nur Fertigungsdaten, sondern auch die elektronische Visitenkarte des Besuchers gespeichert. Der Besucher kann zuvor im Web-Shop von Pöppelmann oder an einem Bedienterminal auf dem ARBURG-Messestand seine Design-Wünsche eingeben und erhält dort dann das fertige Produkt. Veranschaulicht wird so die kundenspezifische Individualisierung von Großserienteilen durch die Kombination von Spritzgießen und additiver Fertigung sowie die Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Bauteils. Zum Thema Leichtbau bietet  Pöppelmann K-TECH®  darüber hinaus verschiedene Lösungen. Dabei überprüfen die Ingenieure Parameter wie Umsetzbarkeit, Material, Konstruktion, Werkzeug und Prozess. So lassen sich nicht direkt sichtbare Potenziale bzgl. Gewichtsreduzierung und Kosteneinsparung aufdecken. Eine der Stärken ist dabei die Kombination leistungsstarker Kunststoffe mit einer kunststoffgerechten Bauteilkonstruktion. Viele Metallbauteile wurden hierdurch bereits erfolgreich in Kunststoff substituiert. Hannover Messe; Halle 6, Stand B 18

Arburg GmbH & Co. KG, Pöppelmann Kapsto.
Arburg GmbH & Co. KG, Pöppelmann Kapsto.
02.03.2017

Neu im Stauff Connect-Programm sind weichdichtende Schneidringe des Typs FI-WDDS. Diese Bauart kommt dann zum Einsatz, wenn im Hydrauliksystem erhebliche Druckimpuls- und Schwingungsbelastungen auftreten können sowie bei größeren Temperaturschwankungen im System. Hier ist es nicht auszuschließen, dass Setzerscheinungen auftreten, die rein metallisch abgedichtete Verbindungen nicht immer ausgleichen können. Die Folge sind kleinere Leckagen wie etwa Schwitzeffekte an den Verbindungsstellen. Dieses Risiko lässt sich durch den Einsatz von weichdichtenden Schneidringen vermeiden.

Kernkomponente des weichdichtenden Schneidrings ist eine Elastomerdichtung, die verliersicher im hinteren Bereich des 24Æ-Kegels in einer dafür vorgesehenen Nut positioniert ist. Ein zwischen Schneidring und Rohr angeordneter O-Ring sichert den zweiten möglichen Leckagepfad ab – selbst bei ungünstiger Toleranzlage. Da beide Elastomerdichtungen im Sekundärbereich der Verbindung positioniert sind, werden die statischen und dynamischen Belastungen im System primär von der bewährten metallischen Dichtung aufgenommen. Die Verwendung von FKM (Viton®) als Standard-Dichtungswerkstoff erlaubt den Einsatz auch bei Anwendungen mit hohen Temperaturen oder aggressiven Medien. Die Schneidringe selbst sind standardmäßig mit einer hochwertigen Zink/Nickel-Oberfläche ausgeführt. Sie bietet mit mehr als 1.200 h Beständigkeit gegen Rotrost/Grundmetallkorrosion in der Salzsprühnebel-Kammer - entsprechend DIN EN ISO 9227 - einen zuverlässigen Korrosionsschutz. Selbst nach  Transport, Verarbeitung und Montage der Bauteile werden die im VDMA-Einheitsblatt 24576 für Rohrverbindungen definierten Anforderungen an die höchste Korrosionsschutzklasse K5 deutlich übertroffen. Eine Anforderung im Pflichtenheft der Entwickler war die intuitiv durchführbare Montage des Verbindungssystems. Sie wird durch einen deutlich spürbaren Kraftanstieg am Montageende – bei dem der Schneidring an der Stirnfläche des Verschraubungskörpers zur Anlage kommt – gewährleistet. Die  weichdichtenden Schneidringe der Serie FI-WDDS sind für alle gängigen metrischen Rohrleitungen mit Außendurchmessern zwischen 6 mm und 42 mm lieferbar. Sie übertreffen die Druckvorgaben der ISO teilweise deutlich und eignen sich für Nenndrücke bis 500 bar in der leichten bzw. bis 800 bar in der schweren Baureihe. Zu den Anwendungsgebieten der Serie FI-WDDS gehört die Mobilhydraulik (Bau-, Land- und Forstmaschinen, Nutz- und Sonderfahrzeuge). Aber auch in der Stationärhydraulik, z.B. bei stark vibrierenden Maschinen, sind weichdichtende Schneidringe eine sinnvolle Alternative zu metallisch dichtenden Verbindungssystemen. Hannover Messe: Halle 21, Stand F27.

Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG, weichdichtende Schneidringe des Typs FI-WDDS.
Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG, weichdichtende Schneidringe des Typs FI-WDDS.
28.02.2017

Während der Begriff „Hygienic Design“ Standards bei der Gestaltung von Maschinenbauteilen bindend deklariert, handelt es sich bei Komponenten für Hygienic USIT®  um markengeschützte, patentierte Inox Components. Die neuartigen Dicht- und Unterlegscheiben Hygienic USIT®  von Freudenberg mit speziell abgestimmten Schraubsystemen von NovoNox sind Dichtungs- und Verbindungstechnik aus einem Guss. Das Ergebnis sind Sicherheitseinheiten mit noch glatteren, hochglanzpolierten Oberflächen und totraumfreien Rundungen und Schrägen, an denen nichts anhaften oder keimen kann.

Diese Sicherheitssysteme sind ausschließlich über NovoNox und Freudenberg Sealing Technologies sowie autorisierte Händler erhältlich. Anwender profitieren zudem vom umfangreichen Expertenwissen mit Beratungen zu den jeweils individuellen Hygieneanforderungen im Unternehmen vor Ort.

28.02.2017

Mit dem neuen 3D-Profile-Konfigurator von Rexio kann der technische Einkauf Dichtungsprofile und Kantenschutz nach individuellen Vorgaben fertigen lassen. Damit steht nicht nur eine Option zur Aufwands- und Kostenminimierung, sondern auch ein sicheres Verfahren zur Verfügung. Mit dem Darstellungsverfahren nach dem Prinzip `What you see is what you get` lassen sich Unstimmigkeiten und Fehler des Entwurfs auf einen Blick erkennen.

Bereits zum Start der Plattform stehen 130 frei konfigurierbare Basisprofile und über 70 Materialien (EPDM, Silikon, Silikonschaum, Fluorsilikon, TPE, FKM und Moosgummi) zur Auswahl. Jedes Profil lässt sich per Mausklick in die 3D-Ansicht überführen. Die Konfiguration erfolgt über Maßangaben (alternativ via Schieberegler) sowie die Material- und Farbauswahl. Alle Eingaben – bis hin zur Materialtextur – werden sofort sichtbar. Materialinformationen, Datenblätter und Konstruktionshinweise liefern Hilfen für Entwickler. Angemeldete User – die Registrierung ist unverbindlich und kostenfrei – haben die Möglichkeit, das Dichtungsprofil direkt anzufragen oder es auf ihre Merkliste zu schieben. Ihnen steht zudem eine Exportfunktion zur Verfügung, über die sie den Profil-Entwurf als STL-File exportieren und in anderen 3D- oder CAD-Programmen weiternutzen können. Auch ein 3D-Ausdruck zu weitergehenden Checks ist möglich.

23.02.2017

Kremer liefert Flachdichtungen, Profildichtungen und andere Dichtungen auf Wunsch mit selbstklebender Folie. Diese beeinträchtigt die Funktionstüchtigkeit der Dichtungen nicht, erleichtert aber deren Montage und den Halt an problematischen Stellen, z.B. bei Dichtungen, die über Kopf angebracht werden müssen. Zudem dient die Folie als Verliersicherung beim Transport.

Bei der Nutzung sind jedoch verschiedene Anwendungshinweise unbedingt zu beachten: Es ist sicherzustellen, dass die Folie auf möglichst glatte Stellen geklebt wird, auf denen sich keine Silikone, Paraffine, Wachse, Staub, Weichmacher oder Lacke mit Klebkraft mindernden Zusätzen befinden. Optimal ist eine Verklebungstemperatur zwischen 20 °C und 30 °C in trockenen Räumen, Temperaturen unter 10 °C sind zu vermeiden.Sind diese Rahmenbedingungen gegeben, muss der Monteur einen ausreichenden und gleichmäßigen Anpressdruck sowie die Trennmittel-Freiheit von Händen und Werkzeugen sicherstellen. Bei extremen Belastungen von Klebestellen ist zu berücksichtigen, dass die Maximalklebkraft erst nach ca. 24 Stunden erreicht wird. Für einen optimalen, dauerhaften Halt der Verklebung sollte eine permanente Spannungseinwirkung auf die Klebstelle vermieden werden.Der bislang einzig bekannte Nachteil der Selbstklebefolie ist die verringerte Lagerfähigkeit aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung. So kann es sein, dass die Haltbarkeit der Folie kürzer ist als die Gewährleistungsfrist von zwölf Monaten auf selbstklebend ausgerüstete Produkten. Lager- und Verarbeitungshinweise – Lagerung idealerweise bei 18 °C und 55% Luftfeuchtigkeit – sollten daher unbedingt eingehalten werden. Es empfiehlt sich, die selbstklebend ausgerüsteten Produkte innerhalb von sechs Monaten zu verarbeiten.

Kremer GmbH; selbstklebende Folie.
Kremer GmbH; selbstklebende Folie.
15.02.2017

Die Faltenbälge mit Klett- oder Reißverschluss der Steinbock GmbH sind nachträglich zu montieren und bestehen aus unterschiedlichen Materialien: Gewebematerial, Thermoplast, Leder. Die Gummischeiben-Bälgen und neuerdings auch vulkanisierte Standard-Faltenbälge brauchen nur mit einem Klett- oder Reißverschluss konfektioniert werden und stehen kurzfristig ab Lager zur Verfügung. Damit entfallen die sonst üblichen Lieferzeiten von 4 bis 6 Wochen für die Neuanfertigung eines Faltenbalges.

Faltenbälge sind Verschleißteile. Je nach Einsatz müssen sie früher oder später ersetzt werden. Und wenn eine große Presse für das Ersetzen eines Faltenbalges zerlegt muss, kann das teuer werden Faltenbälge mit Klett- oder Reißverschluss für die nachträgliche Montage können hier Geld sparen.

Steinbock GmbH, Faltenbälge mit Klett- oder Reißverschluss.
Steinbock GmbH, Faltenbälge mit Klett- oder Reißverschluss.
30.01.2017

Die temporäre Abdeckmaske SpeedMask 9-7001 wurde von Dymax speziell zum Schutz von Leiterplatten und deren Komponenten während des Beschichtungsprozesses entwickelt. Sie schützt Steckverbinder und unbestückte Flächen zuverlässig vor lösemittelbasierten wie auch lichthärtenden Conformal Coating Materialien und härtet bei Bestrahlung mit UV-Licht innerhalb weniger Sekunden aus.

Im ausgehärteten Zustand hält die Abdeckmaske Löt- und Reflow-Temperaturen stand und kann leicht in einem Stück entfernt werden. Neben einer Zeiteinsparung im Produktionsprozess lassen sich so Probleme mit ionischen Verunreinigungen und Rückständen auf der Leiterplatte vermeiden, die bei anderen Maskierungsmethoden zurückbleiben können. Die rückstandsfreie Oberfläche ist konform gemäß der IPC-TM-650 Prüfverfahren sowie der Richtlinien zur Kontaminationsfreiheit. Diese halogen- und silikonfreie Abdeckmaske ist mit Gold- und Kupferkontaktstiften kompatibel und schützt Steckverbinder zuverlässig, ohne dass diese ausbleichen oder korrodieren. Sie  ist thixotrop und daher für die manuelle oder automatisierte Aufbringung auf schwer zu maskierenden Platinen oder Bauteilen geeignet.

Dymax Europe GmbH, Abdeckmaske SpeedMask 9-7001.
Dymax Europe GmbH, Abdeckmaske SpeedMask 9-7001.
17.01.2017

Moderne Metall-Kabeldurchführungen und -sicherungen von Murrplastik AG werden zur Abdichtung mit Elastomeren kombiniert. Um den unterschiedlichsten Einsätzen und vielfach scharfen Normen gerecht zu werden, arbeitet das Unternehmen mit Elastomer-Produkten (Hightech-Folien und -Platten) von der Tec-Joint AG, um so auf die sehr individuellen Anforderungen der diversen Absatzsegmente einzugehen. Zum Einsatz kommt dabei das gesamte Spektrum synthetischer Elastomere für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche.

Dazu zählen z.B. KTW/FDA-freigegebene EPDM-Mischungen, Brandschutzqualitäten für den Eisenbahnbereich oder FKM-Folien, die den Nor­men von Anlagenbauern und denen der Chemie entsprechen, oder auch Silikone mit ihrer sehr guten Temperaturbeständigkeit für die Medizintechnik. Ein Projektbeispiel: Um Lösungen für den Lebensmittelbereich  zu bieten, wurde ein weiches NBR entwickelt, das einerseits die geforderten physikalischen und mechanischen Eigenschaften erfüllt, aber andererseits vor allem für wässrige und fetthaltige Lebensmittel FDA-konform ist. In enger Abstimmung mit Mischungsherstellern und in zahlreichen Produktionsversuchen auf Laboranlagen entstanden 50 Shore A harte, FDA-konforme (SGS-Prüfbericht Nr. 297 8007) Folien und Platten, die eine sehr gute Öl-, Benzin- und Fettbeständigkeit sowie eine sehr gute Reißdehnung von > 600% aufweisen. Insgesamt ist dieses Material sehr vielseitig einsetzbar, so z.B. in der Fahrzeugindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Hydraulik und Pneumatik sowie der Elektroindustrie. Bei Folien und Platten von 0,3 mm bis 2 mm Dicke werden Toleranzen von +/- 0,1 mm eingehalten. Beschichtungen mit PEEK oder PTFE, der Verbund mit verschiedenen Träger- materialien und die Verwendung von zahlreichen Spezialmischungen bei Multilayer-Anforderungen sind Bestandteil des Produktspektrums

Tec-Joint AG, Murrplastik AG.
Tec-Joint AG, Murrplastik AG.
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