Aktuelles / Entwicklungen - Statische Dichtungen / Formteile / Profile

19.06.2019
Kontrollierte Be- und Entlüftung

Die patentierten Entlüfterklappen von Kaco wurden entwickelt, um je nach Anwendungsfall eine kontrollierte Be- und Entlüftung sicherzustellen, um z.B. den entstehenden Druckunterschied durch Temperaturänderungen auszugleichen.

In Aggregaten wie Getrieben, Differenzialachsen, Batteriekästen oder auch Steuergeräten bedarf es je nach Anwendungsfall einer solchen Lösung. Wichtig ist dabei außerdem, dass bei einem Fahrzeugüberschlag ungewolltes Auslaufen von Öl vermieden wird. Dieses komplexe Problem wurde mit der Entlüfterkappe gelöst. Dieses Einkomponenten-Bauteil kann, z.B. auf einem Entlüfterröhrchen, direkt am jeweiligen Aggregat montiert werden oder auch mittels Schlauch oder Rohrleitung dezentral angebracht sein. Die Montage ist sehr einfach und kann direkt an der Montagelinie erfolgen, bei Bedarf auch erst nach dem „End of Line Test“, sofern dies für die Dichtheitsprüfung des Aggregats von Vorteil ist. Das patentierte Design ermöglicht eine zuverlässige Entlüftung bei Druckanstieg, ohne dass dabei Wasser oder Schmutz ins System eingetragen werden. Die Entlüfterkappe ist in verschiedenen Ausführungen verfügbar, kann aber auch an die jeweilige Kundenspezifikation bedarfsgerecht angepasst werden. Das Produkt kann dabei so eingestellt werden, dass es unterschiedliche IP-Schutzklassen erreicht, wie z.B.spritz-, schwall- oder watwasserdicht. Je nach eingestellter Wasserdichtheit ergeben sich entsprechende Be- und Entlüftungsdrücke, was auf die jeweilige Kundenapplikation abgestimmt wird. Auch bei bestehenden Systemen ist es grundsätzlich möglich, die  Entlüfterkappe nachzurüsten. Die Entlüfterkappe wird auf speziell für diesen Zweck entwickelten Prüfständen getestet. Für die serienbegleitende Funktionsprüfung stehen außerdem individualisierbare Messmittel zur Verfügung. Um den vielseitigen Ansprüchen  konventioneller  und  neuartiger  Antriebsstränge  (E-Mobilität) sowie weiteren Applikationsfeldern gerecht zu werden, wird die Entlüfterkappe stetig weiterentwickelt.

KACO GmbH & Co. KG, Entlüfterkappe.
KACO GmbH & Co. KG, Entlüfterkappe.
14.06.2019
Mit Injektionsharz ohne Klotz verklotzen

Der neuartige „Hanno-Injektionsklotz“ ermöglicht die nachträgliche Herstellung druckfester Bereiche in vorkomprimierten (Multifunktions-)Fugendichtungsbändern – damit entfällt das sonst übliche Verklotzen.

Das Injektionsharz aus Polyurethan wird punktuell in fertig eingebaute PU-Weichschaumbänder injiziert, härtet vollständig aus und verklotzt den Rahmen fest und sicher. Lasten aus Eigengewicht sowie sonstige Lasten, die bei Fenstern und Türen auftreten (z.B. zur Hinterfütterung von Beschlägen bei Anforderungen zum Einbruchschutz) werden zuverlässig aufgenommen. Das Dichtband muss somit nicht ausgeklinkt werden und Auskerbungen für mechanische Klötze entfallen – das spart dem Verarbeiter Zeit und Aufwand und gewährt ein hohes Maß an Flexibilität. Die Verarbeitung ist simpel: Der „Hanno-Injektionsklotz“ wird in bauüblichen Kartuschen geliefert und kann mit handelsüblichen Dichtstoffpistolen verarbeitet werden. Zur Reinigung des Werkzeuges genügt herkömmlicher PU-Pistolenschaum- Reiniger.

Hanno-Werk GmbH & Co.KG, Injektionsklotz.
Hanno-Werk GmbH & Co.KG, Injektionsklotz.
14.06.2019
Sockel-Abdichtung auf Bitumenbasis

Die bitumenbasierte Bauwerksabdichtung MB 2K von Remmers eignet sich auch für die Sockelabdichtung. Sie vereint die Eigenschaften rissüberbrückender mineralischer Dichtungsschlämme und kunststoffmodifizierter Bitumendickbeschichtungen – bei Alt- und Neubauten sowie im Holzrahmenbau.

Dabei erfüllt MB 2K sämtliche Anforderungen der einschlägigen Richtlinien zur Sockelabdichtung. Die Systemlösungen rund um MB 2K erfüllen die Vorgaben der neuen DIN 18 533 Teil 1 und 3. Daher können sie ohne Sondervereinbarung auf Basis der aktuellen Normen eingesetzt werden. Mit seiner kurzen Trocknungszeit ist das Produkt schnell regenfest und ohne Verstärkungseinlage druckwasserdicht. Es haftet auf mineralischen und bituminösen Untergründen. Seine hervorragenden Haftzugwerte erlauben auch die Abdichtung von schwierigen Übergängen zu Holz- oder Verbundwerkstoffen. MB 2K trocknet und vernetzt innerhalb von 18 h. Schon nach 4 h lässt es sich überarbeiten. Dabei ist es schlämm-, streich-, spachtel- und spritzfähig. Mit der Sockel-Fibel und der dazugehörigen Internet-Seite stellt das Unternehmen allen Brancheninteressierten ausführliche technische Informationen für die Abdichtung rund um den Gebäudesockel zur Verfügung. Weitere Informationen unter www.sockel-abdichtung.de. www.sockel-abdichtung.de.

Remmers, MB 2K.
Remmers, MB 2K.
12.06.2019
Sichere Abdichtung von Betonbrücken

Mit der neuen Abdichtungsbahn Sika Ergobit Pro steht der Baubranche eine Lösung für die professionelle und dauerhafte Abdichtung befahrener Flächen von Ingenieurbauwerken unter Gussasphalt zur Verfügung.

Die Abdichtungsbahn ist vollumfänglich nach ZTV-ING, Teil 7, Abschnitt 1, und nach DIN EN 14695 geprüft und zugelassen, eine BASt-Listung ist erfolgt. Diese Doppelprüfung ermöglicht es, die Abdichtungsbahn sowohl für Betonbrücken als auch für Parkbauten nach DIN 18532, Teil 2, jeweils in Verbindung mit Gussasphalt einzusetzen. Als Standardgrundierung dient das seit Jahren bewährte Epoxidharz Sika Ergodur-500 Pro. Ergänzend zur ZTV-ING-Prüfung wurde Sika Ergobit Pro mit dem schnellen PMMA-Harz Sika Ergodur Pronto nach dem Regelwerk H PMMA geprüft. Diese Kombination ermöglicht Abdichtungsarbeiten ab einer Untergrundtemperatur von 0 °C.  Auch bei dieser Temperatur kann die Abdichtungsbahn bereits nach nur 2 h  auf das PMMA-Harz aufgeschweißt werden. Dadurch sind Abdichtungsarbeiten fast das gesamte Jahr über realisierbar. Die neue Abdichtungslösung steht in Rollenlängen von 60, 30 und 7,5 m zur Verfügung.

Sika Deutschland GmbH, Ergobit Pro.
Sika Deutschland GmbH, Ergobit Pro.
12.06.2019
Neues 3-in-1-Universalband

Das Universalband AquaDrain UB von Gutjahr ersetzt die Spezialklebebänder AquaDrain SK, Watec FS und Watec BW und ist Stoßabdeckung, Fugenabdeckstreifen und Bewegungsfugenband in einem.

Das neue Universalband AquaDrain UB vereint alle Eigenschaften und Vorteile der drei bisherigen Spezialklebebänder. Das Band ist in der Mitte perforiert. Dadurch kann es entweder in der Originalbreite von 60 mm eingesetzt werden oder jeweils zur Hälfte. In voller Breite dient AquaDrain UB als Stoßabdeckung und als Verbindung zwischen den Stufendrainagen, bei halber Breite als Fugenabdeckstreifen und Bewegungsfugenband. Zudem gibt es die Rollen in den anwendungsfreundlichen Längen von 10 und 25 m. Für Verleger wird der Griff zum passenden Spezialklebeband in Zukunft also deutlich einfacher.

29.05.2019
Das Verhalten von Dichtungen simulieren lohnt sich

Beim Dichtungsdesign für die Getränkeindustrie setzt Trelleborg Sealing Solutions auf die Finite-Elemente-Analyse und verkürzt durch Simulationen den Entwicklungsprozess.

Bier ist nach Wasser und Tee das drittbeliebteste Getränk der Welt. Millionen Liter werden jedes Jahr davon gebraut. Von der Maischpfanne über den Braukessel und Kühler bis zum Speichertank werden überall Dichtungen benötigt. Ob einfache O-Ringe, komplexe Formteile oder Formdichtungen – die Produkte von Trelleborg Sealing Solutions gewährleisten, dass das Bier auf sichere und hygienische Weise in Flaschen, Dosen oder Fässer gelangt. Hierbei nutzt man die Finite-Elemente-Analyse (FEA), um das Verhalten von Formteilen unter Einbau- und Anwendungsbedingungen zu simulieren. So lässt sich bereits vor der Prototypenfertigung die Funktion der Dichtung verbessern. In den meisten Fällen werden Dichtungen speziell für Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung konzipiert. Hier gilt es, Toträume in und unter einer Dichtung oder in deren Umgebung zu vermeiden, weil dort die Gefahr besteht, dass sich Bakterien oder Mikroorganismen ansammeln und buchstäblich ein Eigenleben entwickeln. Dies kann zu Verunreinigungen durch Keime und Schimmel führen, die unter Umständen eine so genannte Spontaninfektion in einem Getränk auslösen, wodurch es ungenießbar wird. Produktionsausfälle sind die Folge. Mit Hilfe der Finite-Elemente-Analyse (FEA) wird simuliert, wo sich Flüssigkeiten sammeln und wie dies vermieden werden kann. In einer Abfüllanlage lassen sich durch die Beseitigung von Toträumen die Fälle von Spontaninfektion in Getränken reduzieren und die Zahl der Reinigungszyklen verringern. Dies wiederum entlastet die Dichtungen und verlängert so ihre Lebensdauer. Ein wachsender Trend in der Getränkeindustrie ist der Genuss von Craft Beer. Auch hier kommt bei der Konstruktion der Dichtungen die Finite-Elemente-Analyse zur Anwendung. Rund 17.700 oder 94% aller Brauereien weltweit lassen sich der Kategorie Craft-Beer-Hersteller zuordnen. Oft handelt es sich um Mikrobrauereien, die besonders kompakte Brau- und Abfüllanlagen benötigen. Die Dichtungslösungen müssen an die knapp bemessenen Einbauräume angepasst werden. Mit FEA lässt sich das Verhalten von Dichtungen unter so restriktiven Installations- und Anwendungsbedingungen simulieren. FEA ermöglicht zudem Funktionsverbesserungen von Dichtungen noch vor der Einführung eines Prototyps. In einem frühen Stadium kann man prüfen, ob Formteile und Dichtungen die Leistungserwartungen erfüllen. Das erspart zeitraubende Versuche und Testphasen. Hinzu kommt, dass Dichtungskomponenten einzeln in Brau- und Abfüllanlagen integriert und an den Flüssigkeitsdurchsatz, die jeweilige Geometrie oder die Kostenerwartungen angepasst werden können. Ein weiterer Trend ist die steigende Nachfrage nach Biermischgetränken. Zunehmend werden dafür eingebaute Mischsysteme verwendet, bei denen die flüssigen Bestandteile direkt in der Rohrleitung gemischt und als homogenes Endprodukt abgefüllt werden. Dichtungslösungen für solche Prozesslinien müssen gegen verschiedene, im Bier vorkommende Bakterien und Hefekulturen sowie gegen Säuren in Limonaden und Fruchtsäften resistent sein. Unter solchen Bedingungen ist es äußerst schwierig, die Dichtungskompatibilität zu gewährleisten. Erreicht werden kann dies z.B. durch die Verwendung von Dichtungen aus einem Perfluorelastomer (FFKM) wie Isolast®. Mit einem Terpolymer aus Monomeren, in dem alle Wasserstoffatome durch Fluor ersetzt werden, erhöht sich die chemische Beständigkeit des Werkstoffs durch den Mangel an Wasserstoff. Die vernetzten Molekülketten kombinieren die Elastizität und Dichtkraft eines Elastomers mit der chemischen Beständigkeit und thermischen Stabilität von Polytetrafluorethylen (PTFE). Wichtig ist auch die universelle Kompatibilität von FFKM, da Brauereien zunehmend kürzere Produktionsläufe wählen. Craft Beer und Biermischgetränke werden meist in kleineren Mengen produziert. Da aber ein und dieselbe Abfüllanlage verschiedene Arten von Bieren und Mischgetränken abfüllt, brauchen Prozesssysteme ein höheres Maß an Flexibilität. Aus diesem Grund müssen Dichtungen gegen verschiedene Bestandteile von Bieren und Biermischgetränken resistent sein. Darüber hinaus ist vor jedem neuen Produktionslauf eine gründliche Reinigung und Sterilisation der Anlage erforderlich. Allerdings kann häufiges Reinigen mit aggressiven Mitteln eine Standarddichtung schnell zerstören. Eine wirksame und langanhaltende chemische Beständigkeit ist nicht zuletzt auch von großer Bedeutung, wenn es darum geht, die Übertragung von Geschmacks- oder Aromastoffen von einem Getränk zum anderen zu vermeiden.

25.04.2019
Neue großformatige Schutzelemente im Thermoform-Verfahren

Das neue Produktportfolio aus thermogeformten Artikeln von Pöppelmann KAPSTO®  eignet sich zur Herstellung besonders dünnwandiger, großformatiger Artikel. Die Schutzelemente zeichnen sich durch erhebliche Materialeinsparungen, Ressourceneinsparung bei Logistik und Transport sowie ein einfaches, ergonomisches Handling aus.

Bei der Einführung des Thermoformens profitierte Pöppelmann KAPSTO®  von einem Technologietransfer innerhalb der Gruppe, denn das Thermoform-Know-how ist bereits seit vielen Jahren in anderen Divisionen des Kunststoffspezialisten vorhanden. Das Thermoform-Verfahren ist vor allem für Artikel zur großflächigeren Abdeckung, z.B. im Rohrleitungsbau oder in der Automobilindustrie, vorteilhaft. Beim Thermoformen werden vorproduzierte Folien eingesetzt, aus denen die Formteile in entsprechenden Werkzeugen unter Einwirkung von Wärme und Vakuum entstehen. Pöppelmann KAPSTO®  fertigt diese Folien selber und ist damit in der Lage, auch außergewöhnliche Materialien und Farben zu realisieren. Das neue Verfahren eignet sich sowohl für Kleinstmengen als auch für Produkte in großen Stückzahlen. Sonderanfertigungen sind ebenfalls möglich. Die thermogeformten Schutzelemente lassen sich gut für Marketingzwecke einsetzen: Alle Standardartikel können mit nur geringem Aufwand durch eine zentral eingebrachte Gravur mit einem Firmenlogo individualisiert werden. Der Thermoform-Prozess steht insgesamt für mehr Nachhaltigkeit: Für thermogeformte Schutzelemente reduziert sich der Materialeinsatz um bis zu 70%. Das Design der neuen Normreihen ist außerdem so ausgelegt, dass sich die Schutzelemente hervorragend stapeln lassen. Das reduziert das Transport- und Lagervolumen um bis zu 75%. Die neuen Artikelserien an thermogeformten Schutzelementen starten mit zwei Designvarianten, die jeweils in zwei verschiedenen Materialien und ab sofort ab Lager erhältlich sind: Der ECO-Universalschutz GPN 400 aus Polystyrol (PS) und GPN 401 aus Polyethylenterephthalat (PET) sowie der ECO-Griffstopfen mit seitlicher Grifflasche GPN 480 aus PS und GPN 481 aus PET. Die Artikel aus PS werden in der Signalfarbe Gelb ausgeliefert und unterstützen durch gute Erkennbarkeit eine schnelle Demontage. Die Produkte aus PET sind hingegen kristallklar und eigenen sich besonders für Anwendungen, bei denen auch nach dem Anbringen des Schutzelements darunterliegende Bauteile sichtbar sein sollen. Die neuen Normreihen bieten eine sichere Klemmung für Durchmesserbereiche zwischen 57 und 130 mm. Damit lassen sie sich für einen großen Anwendungsbereich einsetzen.

Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co KG, KAPSTO®, Thermogeformte Schutzelemente.
Pöppelmann Kunststoff-Technik GmbH & Co KG, KAPSTO®, Thermogeformte Schutzelemente.
23.04.2019
Breites Portfolio für die Elektromobilität

Ihr Portfolio an Lösungen für E-Fahrzeuge im Bereich Abdichtung, Abschirmung und Wärme-Management hat die Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation auf der diesjährigen Hannover Messe vorgestellt.

Die Komponenten der alternativen Antriebe, bspw. E-Achse, Batterien, Leistungselektronik und deren Steuergeräte, erfordern eine Vielzahl von Abdicht- und Abschirmfunktionen. Ziel ist die effiziente und zuverlässige Funktion aller elektrischen Bordsysteme von der Ladestromkupplung über die Batterie bis hin zum elektrischen Antrieb. Dafür gibt es etablierte Dichtungslösungen wie O-Ringe, Press-in-Place-Dichtungen, Rotationsdichtungen, Integral-Dichtungen (Verbunddichtplatten). Des Weiteren stehen Produkte zur elektrischen Abschirmung und Ableitung von Wärme zur Verfügung, wie z.B. EMI-Bauteile, Thermo-Gels und -Pads. Besondere Vorteile lassen sich durch die Kombination der genannten Funktionen in einem Bauteil erzielen. Steuergeräte, Leistungselektronik oder die elektrifizierte Antriebsachse und deren einzelne Baugruppen müssen zudem zuverlässig sowohl gegen Umwelteinflüsse als auch gegen elektromagnetische Störgrößen geschützt werden. Hierfür bietet Parker eine umfangreiche Produktpalette zur Abschirmung und Abdichtung von Gehäuseelementen. Mit Press-in-Place-Rahmen-Dichtungen, O-Ring-Abdichtungen, Gehäuseteilen mit integriertem Dichtungssystem bis hin zu applizierbaren wärmeleitfähigen Dichtungspasten steht eine Vielzahl möglicher Dichtungslösungen zur Auswahl. Für die Abdichtung großer Gehäuse, z.B. des Batteriesystems, bietet man Dichtungslösungen in XXL-Abmessungen an. Große umlaufende Dichtungen, ob im Extrusionverfahren oder in höherer Qualität stoßstellenfrei hergestellt, sind die  Lösung für Groß-Gehäuse. Im Gegensatz zu geklebten Gehäusen ermöglichen sie im Reparaturfall eine einfache Revision. Für die elektromagnetische Abschirmung, die eine ungewollte Beeinflussung der Komponenten von außen oder auch von benachbarten elektrischen Systemen verhindern soll, stehen spezielle Dichtungslösungen aus EMI-Materialien zur Verfügung. Die kompakten Bauräume der elektrischen Bordsysteme wie Batterie, Leistungselektronik und E-Motor, verbunden mit deren hoher Leistungsdichte, erfordern effiziente und intelligente Thermomanagementlösungen. Luftgekühlte oder flüssigkeitsgekühlte Systeme erfordern Dichtungslösungen mit hoher Temperaturbeständigkeit und langer Lebensdauer. Eine ineffiziente Kühlung würde das Gesamtsystem empfindlich stören und kann zu massiven Leistungseinbußen bis hin zur totalen Zerstörung der elektronischen Komponenten der Hybrid- oder Elektrofahrzeuge führen. Parker kann hier auf langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Dichtungswerkstoffen für Kühlsysteme mit besonders anspruchsvollen Anforderungen bzgl. Lebensdauer und chemischer Beständigkeit zurückgreifen. Neben statischen und dynamischen Dichtungslösungen, wie z.B. Flansch-, Wellen- oder Formdichtungen, bietet man auch spezielle Thermo-Gels oder -Pads zur Ableitung der Wärme von elektrischen Komponenten oder Gehäusen an.

Parker Hannifin GmbH, E-Mobility-Portfolio.
Parker Hannifin GmbH, E-Mobility-Portfolio.
23.04.2019
Neues O-Ring-Berechnungstool online

Pünktlich zur Hannover Messe veröffentlichte C. Otto Gehrckens sein neues O-Ring-Berechnungsprogramm auf der Firmenwebsite. Das Angebot richtet sich vor allem an Konstrukteure, die ihre Entwicklungen hier schnell und einfach überprüfen oder die richtigen Parameter für die O-Ring-Auswahl ermitteln möchten.

Hauptaugenmerk bei der Entwicklung des Programms  lag auf einer übersichtlichen Oberfläche, einer hohen Anwenderfreundlichkeit und der Einbindung praxisrelevanter Features. Hierzu sind die drei meistgenutzten Dichtungsarten mit Kolben-, Stangen- und Flanschdichtung in das Berechnungsprogramm integriert und lassen sich durch den Konstrukteur für Spezialanwendungen sogar teilweise individuell anpassen. Neben Anwendungsart und Werkstoff finden dabei auch die wichtigsten Anforderungen der spezifischen Anwendung, wie Temperatur und Druck, Beachtung. Die Berechnungen erfolgen auf Grundlage der DIN ISO 3601-2.  Das Berechnungsprogramm steht wahlweise auf Deutsch oder Englisch zur Verfügung und arbeitet sowohl metrisch als auch zöllisch in Inch bzw. Grad Celsius oder Fahrenheit. Das neue Berechnungsprogramm ist ein frei zugänglicher Online-Service, für dessen Nutzung keine persönlichen Daten wie z.B. die E-Mail-Adresse abgefragt werden  und für den kein Account angelegt werden muss. Zum Berechnungsprogramm: https://www.cog.de/produkte/rund-um-den-o-ring/o-ring-berechnungsprogramm/

09.04.2019
Verbundtechnologie für Dichtelemente

Ein Beispiel der Verbundlösungen der Engineered Materials Group der Parker Hannifin Corporation sind ökonomisch und ökologisch gleichermaßen vorteilhafte 2K-Gummi-Kunststoff-Direktverbundteile, die ohne Haftsysteme auskommen und zudem die Substitution von Metall durch Kunststoff ermöglichen.

Die Verbundlösungen greifen auf eine umfangreiche Palette von Werkstoffen zur Herstellung von Materialkombinationen wie Gummi-Kunststoff, Gummi-Metall oder Kunststoff-Kunststoff zurück. Diese werden mit fortschrittlichen Fertigungsverfahren in Lösungen umgesetzt: z.B. als Gehäusebauteile mit statischer Dichtfunktion oder mit rotierenden Wellen, Funktionselemente für translatorische Bewegungen, Dichtelemente mit Form-/Kraftschluss-Fixierung, formstabile Trägerplatten mit Dichtfunktion u.v.m. Die Einsatzgebiete erstrecken sich über alle Industriebereiche, von Industrie- und Automobilanwendungen über den Luft- und Raumfahrtsektor bis hin zu Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie oder der Medizintechnik.
 Durch die Kombination der spezifischen Vorteile verschiedener Werkstoffe in einem Bauteil können neue Entwicklungspotenziale realisiert werden. Dank weitgehender Designfreiheit ist z.B. die kompakte, sprich bauraum- und gewichtssparende Darstellung komplexer Produktgeometrien oder Funktionsanforderungen möglich. Dadurch ergeben sich z.T. erhebliche Kostenvorteile, z.B. bei der Montage durch Formstabilisierung der Weichkomponente bzw. Dichtgeometrie. Durch Reduktion der Teilevielfalt mittels Verbundlösungen sinken Verwaltungs-, Lagerhaltungs- und Logistikkosten, während gleichzeitig dank höherer Prozessstabilität die Qualitätskosten geringer ausfallen. Handlingsvorteile ergeben sich durch die Stabilisierung kleiner und filigraner Teile. Auch das Risiko von Montagefehlern ist bei Verbundlösungen geringer, während angebundene Dichtgeometrien zudem das Leckagepotenzial senken. Dank spezieller Fertigungsverfahren bietet Parker Prädifa fortschrittliche, langlebige und kostengünstige 2K-Gummi-Kunststoff-Direkt-Verbundlösungen an, die ohne umwelt- und gesundheitsbelastende Haftvermittler und daraus resultierende Lösemittelemissionen auskommen. Durch den Entfall der entsprechenden Prozessschritte ergeben sich Kostenvorteile. Zudem können 2K-Gummi-Kunststoff-Verbundteile in vielen Fällen auch die „klassischen“ Gummi-Metall-Lösungen ersetzen. Neben den bereits genannten Umwelt- und Kostenvorteilen schlagen hier auch der Wegfall des bei Metallen stets vorhandenen Korrosionsrisikos und das im Vergleich zu Metall geringere Gewicht von Kunststoff positiv zu Buche.

Parker Hannifin GmbH, Verbundlösungen.
Parker Hannifin GmbH, Verbundlösungen.
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