Aktuelles / Entwicklungen - Statische Dichtungen

15.06.2018
Weiterentwickelte Gummi-Stahl-Dichtung

Bei der Weiterentwicklung der KLINGER®KGS Gummi-Stahl-Dichtung konnte durch Optimierung der einzelnen Bestandteile dieses Dichtungskonzeptes der Leistungsbereich deutlich erweitert werden.

Die bei dieser Dichtung verwendeten hochwertigen elastomeren Werkstoffe ergeben – mit der hochfesten Gummi-Stahl-Verbindung, dem optimierten Speerprofil und den speziellen Masseverhältnissen über den Radius – eine Gummi-Stahl-Dichtung, die deutlich höhere Flanschkräfte aufnehmen kann, als bisher bekannt. Erstmals für eine Gummi-Stahl-Dichtung wurde eine exakte Zentrierung des Stahlringes im Produktionsprozess durch die Formgebung sichergestellt. Hierdurch sind die Hebelkräfte bei der Flanschmontage gleichmäßig verteilt und die Krafteinleitung erfolgt symmetrisch – das „Verziehen“ des Flansches ist weniger wahrscheinlich. Die Montagequalität ist damit deutlich höher als bei herkömmlichen Gummi-Stahl-Dichtungen (siehe Bild). Die Geometrie ist so gewählt, dass schon bei geringsten Flächenpressungen eine sichere Abdichtung entsteht. Andererseits kann die Dichtung aufgrund kurzer Ausgleichswege des Elastomers enorm hohe statische Lasten abtragen. Damit wird die Verbindung bei höheren Schrauben- und Rohrkräften deutlich sicherer. Spezielle Reservoirbereiche führen dazu, dass trotz der hohen möglichen Verpressung keine Intrusion des Gummis in den Rohrleitungsdurchmesser bzw. Extrusion in den Zentrierbereich stattfindet. Der TÜV SÜD hat entsprechende Tests durchgeführt, um die Hochwertigkeit dieser neuen Dichtungsgeneration nachzuweisen. Hierbei wurde das Leckage-, Ausblas- und Alterungsverhalten geprüft. Bezüglich der Ausblassicherheit sind drei Klassen definiert:

  • Klasse A – Prüfung beim 1,5-Fachen des Nenndruckes bei der Restflächenpressung nach Auslagerung, hier bei 110 °C und 1.500 h. Auf Wunsch von Klinger wurde sogar der 2,5-fache Nenndruck als Prüfdruck gewählt, also 100 bar.
  • Klasse B – Hier wird die Flächenpressung auf die vom Hersteller angegebene Mindestflächenpressung im Betriebszustand QSmin reduziert. In diesem Fall 5 MPa.
  • Klasse C – Bei dieser Prüfklasse wird die Flächenpressung der Klasse B nochmals um 25 % reduziert.

Die hohen Anforderungen wurden noch übertroffen, denn selbst die Ausblassicherheitsklasse C konnte sicher nachgewiesen werden. Und dies bei einem Druck von 100 bar nach einer Alterung bei 110 °C über 1.500 Stunden. Die Optimierung der Gummi-Stahl-Dichtung hat noch einen weiteren Effekt: Es wird nur die Menge an Rohstoffen verwendet, die auch für die Funktion benötigt wird. Somit sind die Dichtungen leichter, einfacher zu handhaben und im Transport ressourcenschonend. Aufgrund der deutlichen Verbesserungen wurde das Dichtkonzept zum Patent angemeldet. Die KLINGER®KGS GII in NBR zeichnet sich durch eine gute Beständigkeit gegen aliphatische Kohlenwasserstoffe, Mineralöle und -fette sowie Kraftstoffe aus. Daher ist sie gut geeignet für den Einsatz bei kohlenwasserstoffhaltigen Medien wie Brenngasen. Aber auch bei Abwasser- und Brauchwasseranlagen wird sie eingesetzt. Der Temperatureinsatzbereich reicht von - 15 °C bis + 110 °C. Zulassungen und Zertifikate: DVGW-Zertifikat nach EN 682 GBL EN 681-1 WG Klasse 70. EN 682 GBL Klasse 70 TA-Luft. Bei der Ausführung in EPDM überwiegen die gute Chemikalienbeständigkeit sowie eine gute Ozon-, Alterungs- und Witterungsbeständigkeit. Durch die Zulassungen ist besonders der Einsatz im Trinkwasserbereich hervorzuheben. Die Einsatztemperaturen liegen zwischen - 40 °C und + 110 °C. Zulassungen und Zertifikate: EN 681-1 WAL / WCL Klasse 70 Elastomerleitlinie (neue KTW) DVGW W270 ACS, WRAS (BS6920) FDA-Konformitätsbescheinigung, TA-Luft

Klinger GmbH, KLINGER®KGS II.
15.06.2018
Dichtungen erhöhen Energieeffizienz

Manche Anwendungen in der Dichtungstechnik sind speziell, und zeigen deshalb die Leistungsfähigkeit von Dichtungsmaterialien umso deutlicher. Mit KLINGER®top-chem-2000- Dichtungen lassen sich bei einem Projekt in der Metallurgie Schmelzöfen effizienter betreiben.

Eigentlich ist ein Schmelzofen ja eine bekannte, einfache technische Anlage, aber wenn es um das Schmelzen von Silizium geht, wird alles schon etwas komplexer. Typische Rohstoffe sind Quarzit oder Quarzsand, aber diese geben das gebundene Silizium (als SiO2 vorhanden) nicht so gerne frei. Man muss das Silizium mit recht „brachialer“ Gewalt aus der chemischen Verbindung reißen. Dazu sind Temperaturen von über 2.000 °C nötig, die durch elektrische Lichtbogenöfen bei niedrigen Spannungen, aber sehr hohen Stromstärken erzeugt werden und damit in der Lage sind, den Sauerstoff aus der Verbindung zu reduzieren. Das entstehende Rohsilizium oder auch metallurgische Silizium wird für die Legierung von Stahlschmelzen verwendet und ist auch ein Ausgangsstoff für hochreines Silizium für die Solarindustrie und Mikroelektronik. Den entstehenden staubförmigen Anteil (z.B. Microsilica) nutzt man zur Verbesserung von Betonsorten und stabilisiert damit unter anderem Bohrlöcher bei der Erdöl- und Gasgewinnung. Dieses Produktionsverfahren ist sehr energieintensiv und es entstehen erhebliche Mengen an Abwärme. Um diese Abwärme sinnvoll zu nutzen, werden Dampferzeuger eingesetzt und der entstehende Dampf wird über Turbinen zur Stromerzeugung eingesetzt. Im vorliegenden Fall werden ca. 180 GWh/a erzeugt, was laut Information des Anwenders einem Äquivalent von 12.000 Haushalten im Energieverbrauch entspricht. Das Anspruchsvolle der Anlagenkonstruktion liegt darin begründet, dass ein Teil der Rohrleitungen elektrisch isoliert sein muss. Auch wenn es „nur“ 6 bis 10 V an Isolationsspannung sind, wäre bei den hohen elektrischen Strömen ein elektrischer Kontakt gefährlich. Gleichzeitig hat man mit Dampftemperaturen von 260 - 270 °C und Dampfdrücken von 50 - 55 bar zu tun. Der übliche Einsatz von Graphitdichtungen ist hier aufgrund der Leitfähigkeit des Graphites nicht möglich. Die KLINGER®top-chem 2000 zeigte sich hier als Alternative. Die hohe Druckstandfestigkeit und die gute Isolationswirkung zusammen mit der Eigenschaft, dass das Material bei diesen Temperaturen nicht aushärtet, lässt die Anlage nun seit fünf Jahren sicher und zuverlässig laufen. Und das, obwohl Einsatzdruck und Einsatztemperatur bereits knapp außerhalb des von KLINGER im p-T-Diagramm empfohlenen üblichen Einsatzbereiches liegen. Wesentlich ist jedoch, dass die mittlere elektrische Durchschlagfestigkeit der Dichtung ca. 3.600 V/mm beträgt und somit mehr als ausreichend für die Anwendung ist. Wenn wir also Stahl in guter Qualität nutzen, unsere Solarpanels für uns Strom erzeugen und unser Computer und Mobiltelefon unser Leben interessant machen, so hat das – aus prozesstechnischer Sicht – auch was mit der gewählten Dichtungslösung zutun.

03.05.2018
Faserstoffdichtungen für die Chemieindustrie

Der Dichtungswerkstoff novapress 880 der Frenzelit GmbH zeichnet sich im Vergleich zu herkömmlichen Faserstoffdichtungen durch eine dreimal höhere Anpassungsfähigkeit aus. Dadurch ermöglicht das Dichtungsmaterial zuverlässige TA-Luft-Auslegungen gemäß VDI 2290 bei gleichzeitig erhöhter Montagesicherheit.

Dichtungsmaterialien müssen hohe gesetzliche Anforderungen erfüllen und sich durch eine außergewöhnlich gute Leckage-Performance  bei bereits geringen Flächenpressungen auszeichnen. Die konstruktive  Begrenzung der Flächenpressung bei genormten  Flanschverbindungen erschwert  jedoch in der praktischen Umsetzung die Einhaltung der vom Gesetzgeber  geforderten Dichtheitskriterien. Das gilt insbesondere für Anwendungen in der chemischen Industrie, wo aggressive Medien zu befördern sind, die TA-Luft-relevant sind. novapress 880 löst diesen Konflikt mit einer signifikant erhöhten Anpassungsfähigkeit. Mit einer Zusammendrückung von ca. 18 % bietet der Werkstoff etwa eine Verdreifachung der marktüblichen Werte und gleicht auf  diese Weise bereits bei geringer Flächenpressung Flanschunebenheiten aus. Leckagetests gemäß DIN EN 13555 haben gezeigt: Bei einem Innendruck von  40 bar erzielt der Werkstoff bei knapp 20 MPa Flächenpressung den von der TA Luft geforderten Leckagewert von 0,01 mg/s/m. Klassische Faserstoffdichtungen erreichen dieses Ergebnis erst bei ca. 30 MPa oder sogar deutlich darüber. In der Prozessindustrie werden häufig Dichtungen mit Innenbördel eingesetzt, was die erforderliche Mindestflächenpressung deutlich erhöht. Die Dichtung erreicht diese erstklassige Leckage-Performance auch mit Innenbördel. Der Grund: Das Bördelmaterial – idealerweise aus 0,1 mm dickem  Edelstahl – und das anpassungsfähige Material gehen eine hochkompakte Verbindung ein, die zu einer nahezu identischen Dichtigkeit wie bei  einer novapress 880-Dichtung ohne Innenbördel führt. novapress 880 setzt sich aus ca. 20 verschiedenen Komponenten zusammen, die  durch ein Elastomer gebunden werden. Der Materialmix wird Schicht für  Schicht im Hochdruck-Kalandrierverfahren aufgebaut. Am Ende des Herstellungsprozesses liegt schließlich ein homogenes Produkt vor – eine  wesentliche Voraussetzung für die effiziente Leckage-Performance. Als weltweit erster Dichtungswerkstoff erfüllt novapress 880 „Industrie 4.0“- Transparenzkriterien, die für Anlagenkomponenten aller Art gelten. Neben den branchenüblich aufgebrachten Chargennummern auf der Dichtungsplatte identifiziert die Gasket Code Technology (GCT) zu jeder Zeit  Werkstofftyp, Herstellungszeitraum und Fertigungsslot[HB1]  einer Dichtung. Diese Informationen lassen sich selbst an kleinsten  Materialresten auslesen und sind ein erster Schritt auf dem Weg zur „intelligenten“ Dichtung. Die Dichtung „hinterlässt“ mit dem Gasket Code  einen individuellen Fingerabdruck, der sich über den gesamten  Produktlebenszyklus – von der Halbzeug-Herstellung, über die  Weiterverarbeitung bis zur Montage und Inbetriebnahme – nachvollziehen und nachverfolgen lässt. 

Achema 2018: Halle 8.0, Stand H94

Frenzelit GmbH, novapress 880.
19.04.2018
Dicht ist nicht gleich dicht

Mit der neu aufgelegten und grundlegend aktualisierten Broschüre Dichtflächenpressungen und Schraubenkräfte für CLASS- und PN-bezeichnete Vorschweißflansche der REINZ-Dichtungs-GmbH  lassen sich mittlere Flächenpressungen schnell und einfach ermitteln.

Flachdichtungen in Rohrleitungsflanschen unterliegen unterschiedlichsten Kriterien – von der Größe des Flansches und der Rauigkeit der Oberfläche über das Material und die Zahl der Schrauben bis hin zu den Betriebsbedingungen Druck und Temperatur. Auf der ACHEMA 2018 stellt Dana zudem die Vielfalt der Dichtungsanwendungen in den Mittelpunkt des Messeauftritts. Das Unternehmen produziert und liefert Dichtungslösungen für alle Anwendungsbereiche der chemischen Industrie – von der Rohstoffgewinnung über die diversen Weiterverarbeitungsstufen bis zum Endprodukt. Auch in der regenerativen Energiegewinnung und in der Lebensmittelindustrie, z.B. in der Schokoladenherstellung, sind VICTOR REINZ Dichtungen im Einsatz.

ACHEMA: Halle 8.0, Stand G61

Reinz Dichtungs GmbH, Broschüre.
28.03.2018
Erweitertes Hohlstab-Portfolio – auch online auswählen

Um die Anwender bei der Wahl des passenden Produktes zu unterstützen, hat Ensinger den „Tube Selector“ entwickelt. Das neue Online-Tool beschleunigt den Bestellprozess und hilft den Anwendern, Material zu sparen.

Polyetheretherketon (PEEK) ist ein gefragter Werkstoff für anspruchsvolle technische Anwendungen. Ensinger stellt aus dem Hochleistungskunststoff u.a. Hohlstäbe, Rohre und Ringe in einer zunehmenden Anzahl an Varianten her. Das Unternehmen fertigt Hohlstäbe, Rohre und Ringe aus TECAPEEK mit Wanddicken von 5 bis 180 mm und Außendurchmessern bis zu 2.200 mm. Aus den fein abgestuften Abmessungen sowie zahlreichen Kunststoffmodifikationen und unterschiedlichen Herstellungsverfahren leiten sich rund 4.000 verschiedene Kombinationen ab. Die Hohlstäbe und -rohre werden im Extrusions-, Formpress- und Rotationsformverfahren sowie im Spritzguss gefertigt. Die Technik des Formpressens ermöglicht Größen mit dickeren Querschnitten und Wandstärken. Das Rotationsformen – auch als Schleudergussverfahren bezeichnet – erlaubt auch die kundenspezifische Herstellung von sehr dünnwandigen Hohlstäben, Rohren und Ringen, die z.B. bei Hochtemperatur-Dichtungsanwendungen in der Öl- und Gasindustrie zum Einsatz kommen. Damit Konstrukteure das passende Produkt für ihre technischen Anforderungen ohne Umwege finden, stellt man jetzt einen „Tube Selector“ bereit. Dieses Online-Tool ist das erste seiner Art. Mit einem Klick auf den entsprechenden Button auf der Startseite ensingerplastics.com gelangt man direkt zum neuen Serviceangebot. Im ersten Schritt legt der Anwender das Material fest: ungefüllt (TECAPEEK natural), kohlenstofffaserverstärkt (TECAPEEK CF30), glasfaserverstärkt (TECAPEEK GF30) oder optimiert für technische Lager- und Verschleißanwendungen (TECAPEEK PVX). Neben diesen besonders stark nachgefragten Werkstoffen sind weitere Modifikationen lieferbar. Durch die beiden Schieberegler des Tube Selectors lässt sich der Außen- und Innendurchmesser definieren. Alternativ können auch Zahlenwerte in die Bildschirmmaske eingegeben werden. Die Auswahl liefert Informationen zu Verfügbarkeit, Mindestbestellmenge und Herstellungsmethode. Die Software zeigt jeweils die beste Übereinstimmung an, d.h. welches Halbzeug aus dem Lager- und Lieferprogramm der gewünschten Größe am nächsten kommt.

Ensinger GmbH, Tube Selector.
16.03.2018
Optimierte Dachmanschettensätze aus TPU

Die optimierten Dachmanschettensätze für den Einsatz in Armaturen, Plunger-Pumpen, Hydraulikzylindern, Pressen oder Drehgelenken und Rührwerken von SKF Economos sorgen nicht nur für zuverlässige statische und dynamische Dichtheit in allen Druckbereichen, sondern verringern auch die Gesamtbetriebskosten.

Mit den Dachmanschettensätzen aus ECOPUR® -Werkstoffen bietet man einen Mehrwert zu den am Markt bekannten Manschettendichtsätzen aus gewebeverstärktem synthetischen Kautschuk wie NBR und FPM. Das eigene SKF SEAL JET-Verfahren zur spanenden Fertigung ermöglicht den Einsatz von ECOPUR® -Werkstoffen. Diese verfügen über eine bis zu fünfmal höhere Abriebfestigkeit als die marktüblichen Elastomer-Werkstoffe und über eine hervorragende Medienverträglichkeit. Aufgrund ihrer mechanischen Eigenschaften sind Dichtelemente aus ECOPUR® -Werkstoffen gut zu montieren. Ein Aufquellen des Dichtungsmaterials ist bei diesen Werkstoffen ausgeschlossen. Das für Anwender aufwändige Nachspannen des Manschettensatzes – wie bei gewebeverstärktem Elastomer – ist nicht mehr erforderlich. Die wartungsfreie Dichtungslösung verursacht auch keine Verunreinigung von Ölkreisläufen, die häufig bei gewebeverstärkten Elastomermanschetten auftreten kann. Die Dachmanschettensätze können an nahezu jeden Einbauraum angepasst werden. Sie sind als endlos-geschlossene oder als geschlitzte Ausführung für besonders schwer erreichbare Montagestellen erhältlich. Dank des flexiblen SKF SEAL JET-Verfahrens sind kürzeste Lieferzeiten von wenigen Tagen realisierbar. Mit H-ECOPUR steht auch ein hydrolysebeständiger Werkstoff zur Verfügung; für reibungsintensive Anwendungen empfehlen sich ECOPUR® -Werkstoffe mit inkorporierten Schmierstoffen.

SKF ECONOMOS Deutschland GmbH, TPU- Dachmanschettensätze.
16.03.2018
Verluste reduzieren, Wirkungsgrad erhöhen

Im Kampf gegen Kalk und Fouling in der Verfahrenstechnik hat Surcoatec mit einer verbesserten Formel der DLC-Schichten aus der DC99® -Serie und optimierten Antikalk- und Antihafteigenschaften die Sicherheit und Lebensdauer von Bauteilen wie Dichtungen erhöht.

Die DC99® -Excellence-Schichten sind biofilmreduzierend und bilden eine Barriere, die auch Ablagerungen und Ansammlungen von ungewollten, nicht-biologischen Materialien wie Schmutz, Schwebstoffe, Kalk, unlösliche Salze, Verarbeitungs- und Reaktionsprodukte vermeidet. Zusätzlich sind die Schichten elektrisch isolierend, biokompatibel und lebensmittelecht, was sie auch für Anwendungen in der Sensor- und Medizintechnik besonders interessant macht. Die mittels Plasma-CVD-Verfahren bei Prozesstemperaturen < 150 °C abgeschiedenen mikrometerdünnen Schichten bestechen durch ihre extreme Glätte, hohe Härte und den geringen Reibwert. Bei geothermischen Prozessen im Energiesektor werden Flansche, Durchführungen, Buchsen und Verbindungskomponenten zur Vermeidung von fest haftenden, verlust- bringenden Kalkablagerungen mit DC99® beschichtet. Je nach Anforderung werden die Funktionsbauteile sowohl außen wie auch innen beschichtet. An durchströmten Komponenten lagert sich Kalk dann erst gar nicht ab. Hierdurch wird eine aufwändige Reinigung - bis hin zur mechanischen Nacharbeit und kostenintensiven Revision der Komponenten - vermieden. Eine einfache Reinigung ohne aggressive Medien im Zuge festgelegter Wartungszyklen reicht aus, um die Komponenten erneut einzusetzen. Die Einsatzzeit wurde durch die verbesserte Formel weiter verlängert und gleichzeitig die Funktionssicherheit besonders kritischer Bauteile erhöht. In gleicher Weise werden in der allgemeinen Verfahrenstechnik bei Anwendungen in der Chemieindustrie Ventile (Klappen-, Schmetterlings-, Kugel- und Absperrventile), Fittings und Flansche zur Verbesserung der Betriebssicherheit und Dichtheit mit DC99®  beschichtet. Kalkablagerungen werden mit dem Öffnen der Ventile durch das durchströmende Medium entfernt, der Selbstreinigungseffekt durch DC99®  setzt ein.

Surcoatec Deutschland GmbH, DLC-Schichten.
06.03.2018
Sichere Druckluft für Brauereien

Mit dem Programm 17 der Eisele-INOXLINE stehen Edelstahl-Steckanschlüsse zur Verfügung, die auch in feuchten Umgebungen zuverlässig und langfristig dicht sind sowie gute Hygieneeigenschaften bieten.

Unter dem Dach der CIMC Enric Tank and Process B.V. (CETP) werden Tanks und Prozesstechnik für die weltweiten Liquid-Food-Industrien entwickelt, hergestellt und verkauft. Die zugehörige Ziemann Holvrieka GmbH mit deutschem Sitz in Ludwigsburg und Bürgstadt ist einer der größten Anbieter maßgeschneiderter Komplettanlagen für die Brauindustrie. Hohe Qualität in der Konzeption und Verarbeitung gilt hier bis ins letzte Detail. Deshalb verbaut man in vielen Kundenprojekten seit mehreren Jahren die schwenkbaren Winkel-Einschraubanschlüsse mit einer Dichtung aus dem Programm 17 der Eisele INOXLINE. Aus Edelstahl gefertigt, bringen sie die richtigen Bedingungen für den Einsatz im Nassbereich von Brauereien und anderen Lebensmittel- und Getränkebetrieben mit und überstehen sowohl Vakuum von -0,95 bar als auch Überdrücke bis 16 bar langfristig ohne jede Leckage. Die Allround-Anschlüsse aus Edelstahl ermöglichen eine sehr schnelle Montage und Demontage von Druckluftschläuchen ohne Werkzeuge. Der Schlauch muss nur bis zum Anschlag in die Lösehülse des Steckanschlusses geschoben werden und die patentierte Spannzange im Inneren des Anschlusses hält den Schlauch dauerhaft, zuverlässig und beschädigungsfrei in seiner Position fest. Der integrierte O-Ring sorgt für die nötige Dichtigkeit der Verbindung. Ein Druck auf die Lösehülse, und der Schlauch kann entfernt werden. Die Einschraubseite zur Montage des Steckanschlusses an der Maschine oder am Prozessventil ist mit einem gekammerten O-Ring abgedichtet. Das Programm 17 benötigt wenig Bauraum und stellt im Inneren trotzdem den vollen Schlauchdurchgang zur Verfügung. Auch wenn die Bauteile nicht direkt mit dem Lebensmittel Bier in Berührung kommen, werden sie in einem Bereich eingesetzt, der an die Hygiene hohe Anforderungen stellt. So kommen sie u.U. täglich mit Spritzwasser und mit Chemikalien in Berührung, die zur Reinigung der Anlagen verwendet werden. Ständige Temperaturwechsel und die Einwirkung von Säuren, Laugen und Reinigungsmitteln müssen sie überstehen, ohne zu korrodieren. Denn dies würde nicht nur zu Undichtigkeiten und Ausfällen führen, sondern hätte auch Auswirkungen auf die ansonsten eingesetzten Edelstahlkomponenten.

Achema: Halle 11.0, Stand E34a

01.03.2018
Vereinfachte O-Ring-Auswahl

Der O-Ring-Selector der Engineered Materials Group von Parker Hannifin verknüpft Materialauswahl und Größenberechnung und liefert einfach und schnell präzise Ergebnisse.

Das neue webbasierte Tool erlaubt die präzise Auswahl des richtigen O-Rings in Bezug auf Abmessung und Dichtungsmaterial, abgestimmt auf die jeweiligen Einsatzbedingungen. Die enge Verknüpfung von Materialauswahl und Größenberechnung liefert zuverlässige Ergebnisse und stellt damit die Funktion des O-Rings in der späteren Anwendung sicher. Abgedeckt werden sowohl zöllige als auch metrische Standards. Der Parker O-Ring- Selector verknüpft eine Vielzahl von Dichtungsmaterialien mit einer Kalkulationsplattform für O-Ring-Dichtungen. Bei der Materialauswahl werden sowohl Einsatztemperaturen, abzudichtende Medien, Polymerfamilie, Dichtungshärte als auch erforderliche Freigaben und Konformitäten des Dichtungsmaterials berücksichtigt. Der Datensatz des somit charakterisierten Materials fließt dann in die Auslegung des Dichtungssystems ein. Dabei bietet der O-Ring-Selector dem Anwender umfangreiche Möglichkeiten zur Parametrisierung des Dichtungssystems: etwa thermische Expansionskoeffizienten der Dichtung und der Hardware-Komponenten, Volumenquellung der Dichtung und Herstellungstoleranzen für die Hardware-Komponenten. Bei der Entwicklung stand - neben der Zuverlässigkeit der Ergebnisse - vor allem die Anwenderfreundlichkeit im Fokus: Die dreiteilige Struktur mit den Hauptbereichen „Service Conditions & Material Selector“ zur Auswahl der Betriebsbedingungen und des Materials, dem „Size Selector“ zur Größenauswahl der O-Ring-Dichtung und dem Bereich „Notes“ für persönliche Notizen ist logisch, übersichtlich und damit für den Anwender leicht und komfortabel zu handhaben. Der Parker O-Ring-Selector steht ab sofort online unter www.parker.com/o-ring-selector in englischer Sprache zur Verfügung. Eine deutsche und weitere Sprachversionen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Parker Hannifin, O-Ring-Selector.
26.02.2018
Dichtungslösung für den Holzbau

Mit dem neuen Warm-Wand-Fensterabdichtungssystem bietet Knauf die Lösung zur Ausführung der zweiten Dichtebene bei Fensteranschlüssen im Holzbau und erlaubt eine einfache und wirtschaftliche Umsetzung auch in den kritischen Eckbereichen.

Fensteranschlüsse bei Wandkonstruktionen in Verbindung mit feuchteempfindlichen Dämmstoffen, wie sie im Holzbau zum Einsatz kommen, müssen im Außenbereich sicher und schlagregendicht ausgeführt sein. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Bereich der Fensterbrüstung.  Das neue Warm-Wand-Fensterabdichtungssystem bietet hier zuverlässigen Schutz. Zum geprüften System gehören die vier Komponenten Dämmkeil, Fenster-Dichtbahn, Fenster-Anschlussbahn und Fenster-Dichtecke. Das System bietet geprüfte Schlagregensicherheit bis 600 Pascal. Es ist universell anwendbar und besonders wirtschaftlich. Die selbstklebenden Bestandteile Fenster-Dichtbahn, Fenster-Anschlussbahn und Fenster-Dichtecke ermöglichen eine einfache Montage. Der vorgefertigte Dämmkeil ist bereits werksseitig mit einem Gefälle von 5° ausgestattet. Die Lösung zur zweiten Fensterdichtebene wird, etwa vom Holzhausbauer oder dem Fenstermonteur, nach dem Anbringen der Dämmplatten des Wärmedämm-Verbundsystems eingebaut. Dabei wird mit der Ausbildung der zweiten Dichtebene bereits auf der Fensterinnenseite begonnen. So kann eindringende Feuchtigkeit zielgerichtet abgeführt werden. Einen weiteren  Vorteil bietet die Fenster-Dichtecke des Systems. Durch die spezielle Ausbildung lässt sie sich im kritischen Bereich der Ecken einfach und passgenau einbauen und bietet sicheren und dauerhaften Feuchteschutz. Das Fensterabdichtungssystem wurde passend zu allen Knauf Warm-Wand-Systemen für den Holzbau entwickelt. Mit der Knauf Gewebeleiste Attika, die im Bereich der Fensterbrüstung zum Einsatz kommt, und den Knauf Anputzleisten Milano oder Universal Pro, die im Bereich der Fensterlaibung angebracht werden, lässt sich die Abdichtungslösung schnell und sicher umsetzen.

Knauf PFT GmbH & Co KG, Warm-Wand-Fensterabdichtungssystem.
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