25.10.2017
Kraiburg TPE GmbH & Co. KG, THERMOLAST® K.

Die neuen Compounds der THERMOLAST®  K Familie, die von KRAIBURG TPE speziell für eine starke Haftung und UV-Beständigkeit in 2K-Anwendungen mit EPDM entwickelt wurde, zielen auf Automobilanwendungen wie Fensterlauf- und Abdichtungsprofile aus EPDM mit angespritzten Eckverbindungen und Abschlüssen aus TPE ab.

Die Automobilindustrie ist der größte und am stärksten wachsende Markt für Thermoplastische Elastomere (TPE). Neue Einsatzmöglichkeiten eröffnet dabei das Segment der Tür- und Fensterdichtungen, die formstabile Eckverbindungen und Abschlussteile benötigen. Dies ist in großen Serien bisher eine Domäne von Styrol-Butadien-Compounds (SBC) und vernetzten thermoplastischen Vulkanisaten (TPV). Die Wirtschaftlichkeit dieser TPV stößt jedoch aufgrund der vielen Einflussfaktoren des Herstellungsprozesses, insbesondere bei Fensterläufen, an ihre Grenzen. Die neue EPDM-Haftungsserie bietet dazu eine gute Alternative und zusätzlichen Mehrwert. Dank der Vielseitigkeit der vorhandenen TPE-Technologie ist es gelungen, ein Material zu entwickeln, das die Ausölproblematik derzeit verwendeter Systeme löst. Zu den Kernanforderungen an Eckverbindungen und Abschlüsse von Fensterlaufprofilen zählen in erster Linie hohe Haftung und Witterungsbeständigkeit, durch die die langfristige Prozessstabilität der TPE/Gummi-Verbindungen sichergestellt wird. Des Weiteren kommt es darauf an, die Einspritztemperatur der TPE-Lösungen zu minimieren und so die Kühl- bzw. Zykluszeiten der 2K-Bauteile zu reduzieren. Die neue AD/EPDM/UV[1]-Reihe erfüllt diese Anforderungen und vereint dabei beste Haftungseigenschaften mit Langzeitbeständigkeit gegen UV-Einstrahlung und Wärmeeinwirkung bei einer Härte von 70 Shore A. Im Vergleich zu Wettbewerbsmaterialien zeigen diese speziellen TPE-Produkte eine überlegene Stabilität. Das EPDM-Profil wird weder verdrückt noch zerstört oder verformt. Die Compounds zeigen eine gleichförmige Farbbeständigkeit von EPDM und TPE und es besteht keine Neigung zu Klebrigkeit oder zum Ausölen. Die Eignung der neuen Materialien wurde in umfassenden Haftungs-, Bewitterungs- und thermischen Alterungsversuchen untersucht. Verarbeitbarkeit und Prozessstabilität wurden in enger Zusammenarbeit mit Maschinen- und Werkzeugherstellern optimiert. Die Tests ergaben, dass es bei diesen 2K-Bauteilen entscheidend auf die Sauberkeit der EPDM-Kontaktflächen zum TPE ankommt – je frischer der Zuschnitt der Dichtungsprofile, desto besser die Haftung. Die AD/EPDM/UV-Technologie wird bereits bei mehreren Unternehmen in der Automobilindustrie weltweit erprobt.

Kraiburg TPE GmbH & Co. KG, THERMOLAST® K.
© ISGATEC GmbH 2019